"Nur ein einziger Biss" ist der dritte Band von Alexandra Ivys "Guardians of Eternity". Nachdem Dante und Viper mit einer Gefährtin versorgt sind, scheint nun auch der lebensscheue, in sich gekehrte Styx an der Reihe zu sein.
Wie in den vorangegangenen Bänden wird eine weibliche Protagonistin zwischen die Fronten geworfen und muss sehen, wie sie ihren Platz findet und, was noch viel wichtiger ist, auf welcher Seite sie letzten Endes landet. In diesem Fall ist es die Figur Darcy Smith; ebenso wie bei ihren Vorgängerinnen, Halbdämonin Shay und dem Phönix verbirgt sich hinter Darcys menschlicher Fassade mehr, als man zu Anfang vermutet. Wie man anhand dieser Beschreibung schnell sieht, läuft hier vieles nach Schema F ab, der Handlungsablauf ist absolut identisch und selbst die interessante Facette durch den Einblick in Alexandra Ivys Werwolfwelt kann da nicht viel retten. Zumal es der Autorin in diesem Band nicht wirklich gelungen ist, das erste erotische Zusammentreffen plausibel zu machen - es passiert einfach zu schnell, auch wenn danach die Handlung wieder halbwegs stimmig wird. Trotz aller neuen Charaktere hat Alexandra Ivy aber auch ihre alten Figuren nicht vergessen; gerade der putzige Gargolye, den man schon an der Seite von Shay schätzen gelernt hat, ist auch in diesem Buch wieder mit von der Partie. Aber selbst damit schafft die Autorin es nicht, das Buch aus der Mittelmäßigkeit und Eintönigkeit herauszureißen, dafür ist der Plot-Verlauf einfach zu gleichförmig.
Eine nette Sache ist die Erwähnung aller männlichen Protagonisten der drei Bücher von "Die Guardians of Eternity", die hier kurz vorgestellt werden - Dante, Protagonist aus "Der Nacht ergeben", Viper, Protagonist aus "Der Kuss des Blutes" und Styx, Hauptfigur dieses Romans.
Trotzdem sehr schade - mit neuen interessanten Facetten und Wesen, aber ohne einen neuen, überraschenden Plot kann man dieses Buch leider nur als amüsant, aber keineswegs als aufregend, neu oder innovativ bezeichnen.