Durchaus begeistert von Wagners Roman "Abseitsfalle", hatte ich mir gleich danach dieses Buch gekauft. In die Handlung der Gesichte kommt der Leser schnell rein. Eine schöne Liebesgeschichte mit allem was dazu gehört: "Glücksgefühle" "der erste Kuss", "die erste Umarmung" aber auch "Wut", "Enttäuschung" und "Trauer". Die Entwicklung der Romanfigur "Dennis" ist nicht an den Haaren herbeigezogen, sondern durchaus - in der heutigen Geselllschaft - immer noch anzutreffen. Wie Dennis dann allerdings damit umgeht bzw. was er auf Grund seiner Erfahrung nun anders machen will....da muss dann schon kritisch gefragt werden: "Ist eine solche Entwicklung bei einem Homosexuellen tatsächlich zu erwarten?" Und wie auch bei Wagners Roman "Abseitsfalle" bleibt dieser Roman leider auch nicht davon verschont, dass der Höhepunkt der Geschichte eben nicht in der Mitte des Buches, sondern eher am Schluss zu finden ist. Und dieser wird dann leider auch nur auf ein paar spärlichen Seiten erzählt. Auch ist das Buch insgesamt zu langatmig geschrieben, obwohl es kürzer als "Abseitsaflle" ist. Als "Gesamturteil" kommt der Roman deshalb über ein "weniger wäre mehr gewesen" nicht hinaus.