oder
Loggen Sie sich ein, um 1-Click® einzuschalten.
oder
Mit kostenloser Probeteilnahme bei Amazon Prime. Melden Sie sich während des Bestellvorgangs an. Erfahren Sie mehr
Alle Angebote
Möchten Sie verkaufen? Hier verkaufen
Nur die Harten kommen in den Garten!: Der Weg zum Superstar
 
 
Den Verlag informieren!
Ich möchte dieses Buch auf dem Kindle lesen.

Sie haben keinen Kindle? Hier kaufen oder eine gratis Kindle Lese-App herunterladen.

Nur die Harten kommen in den Garten!: Der Weg zum Superstar [Taschenbuch]

Dieter Bohlen
3.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 7,95 kostenlose Lieferung. Siehe Details.
  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o
Auf Lager.
Verkauf und Versand durch Amazon.de. Geschenkverpackung verfügbar.
Nur noch 3 Stück auf Lager - jetzt bestellen.
Lieferung bis Mittwoch, 30. Mai: Wählen Sie an der Kasse Morning-Express. Siehe Details.
‹  Zurück zur Artikelübersicht

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Ein absolutes Muss für alle, die den ganz großen Durchbruch schaffen wollen." (BRAVO )

Kurzbeschreibung

Wer nicht an sich glaubt, hat schon verloren!

Die ultimativen Tipps des erfolgreichsten deutschen Pop-Produzenten aller Zeiten:
Was kann man von ihm lernen?
Was sollte man lassen?
Wie wird man Superstar?
Erfolg ist vielleicht vergänglich – kein Erfolg ewig.

Klappentext

"Ein absolutes Muss für alle, die den ganz großen Durchbruch schaffen wollen."
BRAVO

Über den Autor

Dieter Bohlen, Musiker, Produzent und Buchautor, hat weltweit mehr als 160 Millionen Tonträger verkauft. Neben den legendären Modern Talking produzierte er unter anderem Mark Medlock, Yvonne Catterfeld, Alexander Klaws, Bonnie Tyler und Dionne Warwick. Seit 2002 ist er Chef-Juror bei Deutschland sucht den Superstar und Supertalent, den beiden erfolgreichsten TV-Formaten im deutschen Fernsehen. Für seine Leistungen erhielt er die Goldene Kamera, den Bambi, die Goldene Stimmgabel, den Goldenen Löwen, mehrfach den Deutschen Musikpreis ECHO, die Goldene Feder für sein erstes Buch „Nichts als die Wahrheit“ sowie als erster deutscher Musiker den BRAVO Platin-Otto.

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Wenn man selber nicht man selbst bleibt, wer denn dann? Glaub an dich und geh deinen Weg.
Ich bin immer meinen Weg gegangen, auch wenn er falsch war. Ich kann Euch allen Hoffnung machen, Ihr kennt doch den tollen Spruch: Die Guten sterben zuerst. Ist doch super, dann werden wir alle steinalt. Jetzt aber genug der Lobhudelei. Dies ist ein Buch, das Euch zeigt, dass Rumschimmeln zu nichts führt. Für nix gibt's nix. Und bei Streitfragen gibt es grundsätzlich zwei
Standpunkte - nämlich meinen und den falschen.
Ich gebe Euch hier 'ne Menge Lebenshilfen. Nehmt sie an oder nicht. Aber ich bin der Meinung: Nur wer gegen den Strom schwimmt, bekommt Muskeln. Meinen Erfolg verdanke ich der Tatsache, immer etwas anderes gemacht zu haben als andere.
Euer Dieter P.S.: Nimm alles - dann brauchst du nix]

Wie wird man ein Superstar?

Viele glauben, mit DSDS kriegt man so schnell den Erfolg, wie ein Dreizehnjähriger seinen Pimmel hochbekommt. Wer das glaubt, wird leider auch merken, dass diese Latte so schnell vergeht wie bei einem Fünfundsiebzigjährigen. Letztendlich gibt es nur einen Weg, und der heißt Arbeit, Arbeit, Arbeit. Wer aufhört, an sich zu arbeiten, ist schon weg vom Fenster. Aber nun mal der Reihe nach.

Karaokesänger oder Star?

Man kann Sänger in viele verschiedene Kategorien einteilen. Entweder einer hat 'ne gute Stimme oder nicht, hat Wiedererkennungswert oder nicht, hat Persönlichkeit oder nicht, ist ein netter Typ oder eben nicht. Eine gute Stimme ist aber nicht gleichzusetzen mit glockenrein und schön. Eine gute Stimme sollte wie ein Instrument funktionieren. Sie sollte Gefühle transportieren. Im Studio klärt sich schnell die alles entscheidende Frage. Es gibt nämlich Sänger, die alle Titel von den ganz Großen dieser Welt kennen und wahnsinnig toll nachsingen können, aber völlig versagen, wenn sie Titel hören, die noch keiner vor ihnen gesungen hat. Also einfach ausgedrückt: tolle Karaokesänger, die in jeder Bar, auf jedem Betriebsfest Beifall kriegen, aber eigentlich keine wirklichen Stars sind.
Und dann gibt es die Sänger, die das Zeug zum Star haben. Die, die wirklich mehr können; sie geben einem Song ihre ureigenste persönliche Note. Sie machen aus dem Song ihren Song. Bei ihnen wächst der Song und klingt nicht wie ein Abziehbild von Christina Aguilera. Es sind also Persönlichkeiten gefragt, die dem Song ihren individuellen Stempel aufdrücken. Und das kann man nirgends besser sehen und hören als im Studio, wo man den Kandidaten neu komponierte Titel gibt mit der Aufgabe, etwas Tolles daraus zu machen. Einige versagen komplett, und man ist verwundert, wie sehr so etwas in die Hose gehen kann. Aber einige wachsen über sich hinaus.

Der Entertainmentfaktor

Wichtig im Musikgeschäft ist der Entertainmentfaktor. Es gibt einfach Sänger, die toll singen, einen aber mit der Müdigkeit kämpfen lassen. Und es gibt Bühnensäue. Leute, die für die Bühne geboren sind, die durch ihre Art einfach unterhalten, die sich interessant verkaufen. Robbie Williams ist ja echt nicht der beste Sänger. Was der aber für eine Show abzieht und wie der sich auf der Bühne verkauft, ist schon der Hammer. Jetzt eben ist ein Begriff gefallen, der wirklich wichtig ist: verkaufen. Man muss seine Haut einfach bestmöglich präsentieren. Man muss sich wohlfühlen da oben auf den Brettern, die angeblich die Welt bedeuten. Sonst wird das nichts. Es muss einem Spaß machen, die Leute zu unterhalten. Wenn du schon eine Panikattacke bekommst, wenn du vor zwei Leuten ein Gedicht vortragen sollst, glaube ich, bist du keine Bühnensau. Ob man das jetzt Ausstrahlung, Persönlichkeit oder den besonderen Starfaktor oder wie auch immer nennt, du musst die Leute in den Bann ziehen. Du musst ihre Aufmerksamkeit bekommen!

Der Herzschlagfaktor

Genauso wichtig ist der Herzschlagfaktor. Fühlen und leiden die Leute mit? Wenn da eine Franziska um die Kurve kommt, wie in der letzten Staffel, und die singt perfekt, warum ruft dann eigentlich niemand für sie an? Ganz einfach: kein Herzschlagfaktor. Sie ist toll, sie sieht gut aus, aber was interessiert sie mich denn? Da leidet doch keiner mit. Es geht also nicht immer um das gute Singen oder die Stimme. Es geht darum: Fühlen die Leute mit dir mit oder nicht? Eine sehr entscheidende Frage fürs Weiterkommen. Das ist diese Menschlichkeitskomponente, die einen Daniel Küblböck auch Dritter werden lässt, obwohl er nie einen Ton traf.

Im Studio

Wow! Die fünfzehn Frischlinge alle gleichzeitig im Studio - das ist eine echte Herausforderung] Alle quasseln durcheinander, sind unsicher und haben doch alle, oder fast alle, einen Traum: Sie möchten Superstar werden. Es ist das erste Mal, dass ich sie und sie mich in freier Wildbahn erleben. Kein Tisch vor mir, an dem der böse Juror Dieter Bohlen sitzt, sondern man steht sich gegenüber. Es ist natürlich auf beiden Seiten ein komisches Gefühl. Die Frischlinge wollen keine Fehler machen und ich natürlich auch nicht. Permanent versucht man, sich so zu verhalten, dass man niemanden bevorzugt, aber natürlich findet man den einen oder anderen besser. Auf jeden Fall versuche ich immer zuerst, die Distanz abzubauen und möglichst locker auf die Kandidaten zuzugehen. Das Problem ist aber, dass es unentwegt Missverständnisse gibt. Schon hier gönnt man sich untereinander nicht viel. Die Konkurrenz ist da.
Normalerweise ist es ja im Musikleben so, dass man zehn Jahre brutal arbeitet, um dann, wie es so schön heißt, über Nacht berühmt zu werden. Das Problem ist nur, dass viele Menschen diese Vorarbeit nicht sehen und meinen, es ginge auch ohne. Ich bin immer wieder total überrascht, wenn ich mich mit den Leuten unterhalte, wie easy die das sehen - genauso, wie es viele Kandidaten sehen. Davor kann ich jedoch nur warnen. Früher gab es ja nur den ganz »normalen« Weg zum Star. Man sang in einer Band, tingelte einige Jahre durch Kneipen, kleine Hallen und machte so seine Erfahrung. Mit unheimlichem Durchhaltevermögen, Glück und Talent bekam man dann vielleicht mal die Chance, zu Plattenaufnahmen eingeladen zu werden. Daran hat sich auch heute prinzipiell nichts geändert. Jeder Kandidat, der schon Erfahrung aus früheren Bands und dem Musikbusiness mitbringt, hat natürlich gewisse Vorteile. Aber es gibt auch Tausende, die völlig unbeleckt ins kalte Wasser springen und sich dann wundern, dass alles ganz anders ist, als sie dachten. Es ist doch aber völlig absurd, zu glauben, dass man in drei Wochen Superstar wird, wenn man für eine Bäckerlehre drei Jahre braucht, und um Elektriker zu werden, ebenfalls. So geht das nicht. Deshalb sollte man die Kandidaten auch erst einmal ein wenig einnorden.
Star werden zu wollen, heißt nicht nur, Partys zu besuchen und Champagner zu schlürfen und auf einem roten Teppich rumzulatschen. Der liebe Gott hat davor die Arbeit gesetzt. Die Gleichung ist ganz einfach: Arbeitest du viel, hast du auch die Chance, viel Geld zu verdienen. Arbeitest du wenig, kannst du vielleicht Glück haben und mal sechs Monate im Showbusiness arbeiten, wirst aber ziemlich schnell wieder dort landen, wo du angefangen hast. Viele fragen mich, wie ich es schaffe, seit fünfundzwanzig Jahren erfolgreich im Showgeschäft zu sein. Ich habe immer vorher meine Schulaufgaben gemacht, und ich mache mir jeden Tag meine Gedanken und arbeite an mir. Ich habe mich von dieser ganzen Schickimicki-roter-Teppich-Kacke nicht blenden lassen. Das ist einmal schön, zweimal prima, dreimal gut und beim nächsten Mal: Was für Pappnasen! Das bringt einen nicht weiter. Ich weiß, das ist jetzt doof zu lesen, aber Arbeiten bringt einen weiter. Das heißt ja nicht, Steine zu klopfen, aber man muss seine drei Gehirnzellen immer schön auf Trab halten. Wo will man hin? Wie entwickelt sich alles? Was muss man machen? Beim Champagnersaufen habe ich noch nie Geschäfte gemacht, und kein roter Teppich auf dieser Welt hat mich...

Auszug aus Nur die Harten kommen in den Garten!: Der Weg zum Superstar von Dieter Bohlen. Copyright © 2008. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Wenn man selber nicht man selbst bleibt, wer denn dann? Glaub an dich und geh deinen Weg.
Ich bin immer meinen Weg gegangen, auch wenn er falsch war. Ich kann Euch allen Hoffnung machen, Ihr kennt doch den tollen Spruch: Die Guten sterben zuerst. Ist doch super, dann werden wir alle steinalt. Jetzt aber genug der Lobhudelei. Dies ist ein Buch, das Euch zeigt, dass Rumschimmeln zu nichts führt. Für nix gibt's nix. Und bei Streitfragen gibt es grundsätzlich zwei
Standpunkte - nämlich meinen und den falschen.
Ich gebe Euch hier 'ne Menge Lebenshilfen. Nehmt sie an oder nicht. Aber ich bin der Meinung: Nur wer gegen den Strom schwimmt, bekommt Muskeln. Meinen Erfolg verdanke ich der Tatsache, immer etwas anderes gemacht zu haben als andere.
Euer Dieter P.S.: Nimm alles - dann brauchst du nix]

Wie wird man ein Superstar?

Viele glauben, mit DSDS kriegt man so schnell den Erfolg, wie ein Dreizehnjähriger seinen Pimmel hochbekommt. Wer das glaubt, wird leider auch merken, dass diese Latte so schnell vergeht wie bei einem Fünfundsiebzigjährigen. Letztendlich gibt es nur einen Weg, und der heißt Arbeit, Arbeit, Arbeit. Wer aufhört, an sich zu arbeiten, ist schon weg vom Fenster. Aber nun mal der Reihe nach.

Karaokesänger oder Star?

Man kann Sänger in viele verschiedene Kategorien einteilen. Entweder einer hat 'ne gute Stimme oder nicht, hat Wiedererkennungswert oder nicht, hat Persönlichkeit oder nicht, ist ein netter Typ oder eben nicht. Eine gute Stimme ist aber nicht gleichzusetzen mit glockenrein und schön. Eine gute Stimme sollte wie ein Instrument funktionieren. Sie sollte Gefühle transportieren. Im Studio klärt sich schnell die alles entscheidende Frage. Es gibt nämlich Sänger, die alle Titel von den ganz Großen dieser Welt kennen und wahnsinnig toll nachsingen können, aber völlig versagen, wenn sie Titel hören, die noch keiner vor ihnen gesungen hat. Also einfach ausgedrückt: tolle Karaokesänger, die in jeder Bar, auf jedem Betriebsfest Beifall kriegen, aber eigentlich keine wirklichen Stars sind.
Und dann gibt es die Sänger, die das Zeug zum Star haben. Die, die wirklich mehr können; sie geben einem Song ihre ureigenste persönliche Note. Sie machen aus dem Song ihren Song. Bei ihnen wächst der Song und klingt nicht wie ein Abziehbild von Christina Aguilera. Es sind also Persönlichkeiten gefragt, die dem Song ihren individuellen Stempel aufdrücken. Und das kann man nirgends besser sehen und hören als im Studio, wo man den Kandidaten neu komponierte Titel gibt mit der Aufgabe, etwas Tolles daraus zu machen. Einige versagen komplett, und man ist verwundert, wie sehr so etwas in die Hose gehen kann. Aber einige wachsen über sich hinaus.

Der Entertainmentfaktor

Wichtig im Musikgeschäft ist der Entertainmentfaktor. Es gibt einfach Sänger, die toll singen, einen aber mit der Müdigkeit kämpfen lassen. Und es gibt Bühnensäue. Leute, die für die Bühne geboren sind, die durch ihre Art einfach unterhalten, die sich interessant verkaufen. Robbie Williams ist ja echt nicht der beste Sänger. Was der aber für eine Show abzieht und wie der sich auf der Bühne verkauft, ist schon der Hammer. Jetzt eben ist ein Begriff gefallen, der wirklich wichtig ist: verkaufen. Man muss seine Haut einfach bestmöglich präsentieren. Man muss sich wohlfühlen da oben auf den Brettern, die angeblich die Welt bedeuten. Sonst wird das nichts. Es muss einem Spaß machen, die Leute zu unterhalten. Wenn du schon eine Panikattacke bekommst, wenn du vor zwei Leuten ein Gedicht vortragen sollst, glaube ich, bist du keine Bühnensau. Ob man das jetzt Ausstrahlung, Persönlichkeit oder den besonderen Starfaktor oder wie auch immer nennt, du musst die Leute in den Bann ziehen. Du musst ihre Aufmerksamkeit bekommen!

Der Herzschlagfaktor

Genauso wichtig ist der Herzschlagfaktor. Fühlen und leiden die Leute mit? Wenn da eine Franziska um die Kurve kommt, wie in der letzten Staffel, und die singt perfekt, warum ruft dann eigentlich niemand für sie an? Ganz einfach: kein Herzschlagfaktor. Sie ist toll, sie sieht gut aus, aber was interessiert sie mich denn? Da leidet doch keiner mit. Es geht also nicht immer um das gute Singen oder die Stimme. Es geht darum: Fühlen die Leute mit dir mit oder nicht? Eine sehr entscheidende Frage fürs Weiterkommen. Das ist diese Menschlichkeitskomponente, die einen Daniel Küblböck auch Dritter werden lässt, obwohl er nie einen Ton traf.

Im Studio

Wow! Die fünfzehn Frischlinge alle gleichzeitig im Studio - das ist eine echte Herausforderung] Alle quasseln durcheinander, sind unsicher und haben doch alle, oder fast alle, einen Traum: Sie möchten Superstar werden. Es ist das erste Mal, dass ich sie und sie mich in freier Wildbahn erleben. Kein Tisch vor mir, an dem der böse Juror Dieter Bohlen sitzt, sondern man steht sich gegenüber. Es ist natürlich auf beiden Seiten ein komisches Gefühl. Die Frischlinge wollen keine Fehler machen und ich natürlich auch nicht. Permanent versucht man, sich so zu verhalten, dass man niemanden bevorzugt, aber natürlich findet man den einen oder anderen besser. Auf jeden Fall versuche ich immer zuerst, die Distanz abzubauen und möglichst locker auf die Kandidaten zuzugehen. Das Problem ist aber, dass es unentwegt Missverständnisse gibt. Schon hier gönnt man sich untereinander nicht viel. Die Konkurrenz ist da.
Normalerweise ist es ja im Musikleben so, dass man zehn Jahre brutal arbeitet, um dann, wie es so schön heißt, über Nacht berühmt zu werden. Das Problem ist nur, dass viele Menschen diese Vorarbeit nicht sehen und meinen, es ginge auch ohne. Ich bin immer wieder total überrascht, wenn ich mich mit den Leuten unterhalte, wie easy die das sehen - genauso, wie es viele Kandidaten sehen. Davor kann ich jedoch nur warnen. Früher gab es ja nur den ganz »normalen« Weg zum Star. Man sang in einer Band, tingelte einige Jahre durch Kneipen, kleine Hallen und machte so seine Erfahrung. Mit unheimlichem Durchhaltevermögen, Glück und Talent bekam man dann vielleicht mal die Chance, zu Plattenaufnahmen eingeladen zu werden. Daran hat sich auch heute prinzipiell nichts geändert. Jeder Kandidat, der schon Erfahrung aus früheren Bands und dem Musikbusiness mitbringt, hat natürlich gewisse Vorteile. Aber es gibt auch Tausende, die völlig unbeleckt ins kalte Wasser springen und sich dann wundern, dass alles ganz anders ist, als sie dachten. Es ist doch aber völlig absurd, zu glauben, dass man in drei Wochen Superstar wird, wenn man für eine Bäckerlehre drei Jahre braucht, und um Elektriker zu werden, ebenfalls. So geht das nicht. Deshalb sollte man die Kandidaten auch erst einmal ein wenig einnorden.
Star werden zu wollen, heißt nicht nur, Partys zu besuchen und Champagner zu schlürfen und auf einem roten Teppich rumzulatschen. Der liebe Gott hat davor die Arbeit gesetzt. Die Gleichung ist ganz einfach: Arbeitest du viel, hast du auch die Chance, viel Geld zu verdienen. Arbeitest du wenig, kannst du vielleicht Glück haben und mal sechs Monate im Showbusiness arbeiten, wirst aber ziemlich schnell wieder dort landen, wo du angefangen hast. Viele fragen mich, wie ich es schaffe, seit fünfundzwanzig Jahren erfolgreich im Showgeschäft zu sein. Ich habe immer vorher meine Schulaufgaben gemacht, und ich mache mir jeden Tag meine Gedanken und arbeite an mir. Ich habe mich von dieser ganzen Schickimicki-roter-Teppich-Kacke nicht blenden lassen. Das ist einmal schön, zweimal prima, dreimal gut und beim nächsten Mal: Was für Pappnasen! Das bringt einen nicht weiter. Ich weiß, das ist jetzt doof zu lesen, aber Arbeiten bringt einen weiter. Das heißt ja nicht, Steine zu klopfen, aber man muss seine drei Gehirnzellen immer schön auf Trab halten. Wo will man hin? Wie entwickelt sich alles? Was muss man machen? Beim Champagnersaufen habe ich noch nie Geschäfte gemacht, und kein roter Teppich auf dieser Welt hat mich nur einen Zentimeter weiter nach vorne gebracht. Da sind Leute, die sich selber zeigen wollen, aber niemand, der dir helfen würde. Also setz dich auf deinen Hintern und tu etwas!

Der Expressschonwaschgang

Im Studio versuche ich, den Kandidaten im Expressschonwaschgang etwas zu vermitteln, aber wie gesagt, das geht nicht in fünf Minuten. Einige Fragen finde ich immer wieder lustig: »Dieter, wie macht man einen Hit?« Klasse, so jetzt mal in einer Minute zusammengefasst, wofür du ein ganzes Leben gebraucht hast. Nein, so geht das nicht. Ich hatte zwar schon über hundertsechzig Hits in den Charts, trotzdem gibt es keine Hitformel. Es gibt auch keine Erfolgsformel. Es gibt nur viele Determinanten, die man zum Erfolg braucht. Diese in einer Minute, einer Stunde zu erläutern, wäre unmöglich. Ich versuche es aber mal ein wenig anhand unserer Kandidaten.

‹  Zurück zur Artikelübersicht

Datenschutzerklärung von Amazon.de Versandbedingungen von Amazon.de Umtausch- & Rücknahme bei Amazon.de