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Bereits das erste Stück nimmt den Zuhörer an die Hand und entlässt ihn auch während der restlichen 19 Tracks nicht mehr aus seinem Bann: "Marieke", eine meisterhafte Interpretation eines Jacques-Brel-Klassikers, verweist auf die Wurzeln Hoffmanns, der als 17-jähriger Kaufmannslehrling der Stahl- und Eisenbranche nach Feierabend in eine andere Haut schlüpfte und in Berliner Clubs auf der Bühne stand, um Chansons zu singen. Schon damals erntete er Aufmerksamkeit für seine feinfühligen Übersetzungen der Texte Brels ins Deutsche, wie die Stücke "Geh nicht fort von mir", "Amsterdam", "Adieu Emile" und "Mein Flanderland", ebenfalls auf dieser CD, eindrucksvoll belegen.
Seine spätere Ausbildung am renommierten Max-Reinhardt-Seminar gab ihm das nötige Handwerkszeug mit auf den Weg und eröffnete ihm ungeahnte Perspektiven als Schauspieler, Sänger, Texter und Komponist. Als sein eigener Produzent konnte er stets dafür sorgen, dass seine persönliche Handschrift unverwischt blieb. Seine Texte sind Poesie und Erfahrungsbericht zugleich und damit Ausdruck eines Lebensgefühls einer ganzen Generation. Viele Menschen finden sich darin wieder, dafür lieben sie ihn, und auch dafür, dass Klaus Hoffmann Gemeinplätze und Klischees zuwider sind. Vielmehr bezieht er Position, wenn er, wie in seinen Stück "Nein", die Gesellschaft näher unter die Lupe nimmt, seinem Abscheu gegen Opportunismus und Verlogenheit Ausdruck verleiht, und sich auch Ratlosigkeit und Schwäche eingesteht, indem er fragt "Mutter, wer hat mich gelehrt mit diesem Ja und Amen zu leben?".
Nachdenkliches mischt sich mit der frechen Fröhlichkeit und Direktheit Berliner Charmes, wenn Hoffmann "Brett vorm Kopp" singt oder eine Hommage an seine Geburtsstadt "Berlin" anstimmt, in der neben leiser Kritik und Besorgtheit stets seine Zärtlichkeit für sie präsent bleibt: "Verkauf Dich nicht, jung bist du nicht, Du alterst so schnell, buckelst zu sehr, trägst an dem Geld der Freier so schwer." Ein Beweis für die Qualität seiner Stücke ist ihre Zeitlosigkeit. Bereits im Jahr 1980, als das Stück entstand, hatte Klaus Hoffmann Weitblick genug für die Perspektiven einer lebens- und liebenswerten Stadt, die ebenso bewegt und lebendig geblieben ist wie er selbst. --Andreas Schultz
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