Cat Stevens machte bereits in den sechziger Jahren leichte Pop-Musik, aus dieser Zeit stammen Lieder wie das oft gecoverte „The First Cut Is The Deepest".
Nach einer Erkrankung und einem Aufenthalt im Sanatorium hatte sich die Musik von Cat Stevens verändert, sie entwickelte sich nachdenklicher und wurde im kleinen Ensemble eingespielt, der Sound wurde folkig. Nach und nach kam der Komponist jedoch wieder mehr in den Pop-Bereich zurück, und aus dieser letzten Phase vor dem Rückzug aus dem öffentlichen künstlerischen Leben stammt „Numbers". Diesem Album ging übrigens ebenfalls ein kleiner Rückzug voraus, der Künstler verbrachte, wenn die damaligen Pop-Zeitschriften die Wahrheit geschrieben haben, offenbar längere Zeit im Himalaja, auf der Suche nach dem Buddha, oder sich selbst. Das Thema Buddhismus hat Cat Stevens ja schon längere Zeit beschäftigt gehabt, wie die Cover von „Catch Bull At Four" und „Buddha And The Chocolate Box" gezeigt hatten.
Im Album „Numbers" geht es um einen Planeten, auf dem nur 10 Wesen leben, die den Ziffern von 0-9 entsprechen, ihre Aufgabe ist es, diese Nummern überall in das All hinauszusenden, wo sie benötigt werden.
Musikalisch geht es, wie bereits erwähnt, wieder eher in Richtung Pop, ohne dass die damaligen Torheiten strikt mitgemacht wurden. Die Musiker waren schließlich die gleichen wie auch bei Cat Stevens ruhigen, von akustischen Gitarren dominierten Schallplatten. In einigen Liedern wird der Background von sehr schönen Frauenstimmen getragen. Der noch junge Synthesizer fand auch seine Einsatzmöglichkeiten.
Im Stil ist „Numbers" tatsächlich mit keinem anderen Album von Cat Stevens vergleichbar, mich erinnert es ein wenig an ein Singspiel.
Das Stück "Banapple Gas" hätte durchaus ein Hit werden können, auch "Land of Free Love and Goodbye" ist sehr lieblich. Schön!