Bereits das Debütalbum Mirror lies erahnen, daß Kalle Wallner mehr Kreativität besitzt, als er je bei seiner Stammband RPWL unterbringen kann. Numb rockt richtig ab und die Stimme von Ex Arena Frontmann Paul Wrightson sorgt für absolutes Gänsehautfeeling. Vor allem die Songtriologie "Numb - Leave - Death" in der Mitte des Albums entwickelt sich zu einem fantastischen Höhepunkt.
Dabei kommt man im wesentlichen ganz ohne Keyboards aus, was für den Prog Bereich eher untypisch ist und nimmt stattdessen live einen zweiten Gitarristen hinzu, was hervorragend funktioniert, wovon ich mich bereits bestens überzeugen konnte. Live kommt das Material ohnehin schnörkelloser rüber, da man erfreulicherweise auf einige experimentelle Soundeffekte verzichtet, die Kalle ganz einfach nicht nötig hat. Leider lockt man mit dem eher "bescheidenen" Äußeren wahrscheinlich keine potentiellen Käufer an, die auf bildliche Ästhetik stehen, sondern ruft eher den Pneumologen auf den Plan.
Daher oder vielleicht gerade deswegen, weil sich hinter einem eher belanglosen Cover geniale Musik verbirgt - meine deutlich ausgesprochene Kaufempfehlung !!