Pressestimmen
»Ein umfangreiches Buch und wichtige Dokumente, an denen sich noch einmal ablesen läßt, in welchem Maß die russische Revolution eine Umwälzung der Köpfe vorantrieb, wenn nicht sogar auslöste - den beiden Herausgebern sei Dank für diese Arbeit.« (
Frankfurter Allgemeine Zeitung )
Kurzbeschreibung
Die Vorstellung des Anfangs bei Null in bezug sowohl auf die gesellschaftliche Existenz als auch auf das künstlerische Schaffen stand im Mittelpunkt der Auseinandersetzungen der russischen Avantgarde und schien im Zuge des Umsturzes im Oktober 1917 ihren utopischen Charakter zu verlieren: Die Avantgarde konnte in dieser einzigartigen historischen Situation nicht nur die Bestätigung ihrer theoretischen Konstruktionen und künstlerischen Intuitionen sehen, sondern auch eine einmalige Chance zu ihrer Umsetzung in die Praxis. Dies belegen die in diesem Band versammelten, zum Teil erstmals auf deutsch vorliegenden Texte u. a. von Kasimir Malewitsch, Alexej Kruchjonych oder Nikolaj Tarabukin sowie der Oberiu-Gruppe um Daniil Charms, die dem kulturpolitischen Kahlschlag des Stalinismus als letzte Avantgardegruppe bis zum Anfang der 30er Jahre widerstand. Sämtliche Texte sind mit Kurzbiographien der Autoren versehen und sowohl theoretisch als auch historisch kommentiert.