Blettenberg verarbeitet in seinem Roman Null Uhr Managua seine Erlebnisse und Erfahrungen in Lateinamerika. Er arbeitete für den Deutschen Entwicklungsdienst von 1972 bis 1976 in Ecuador und von 1992 bis 1994 in Nicaragua. Blettenberg kennt sich bestens aus, er besitzt ein großes Detailwissen und kennt die komplexen politischen Hintergründe. Blettenberg erklärt Zusammenhänge und meidet unnötiges Moralisieren.
Null Uhr Managua ist ein spannender Politthriller, insbesondere die Beschreibung der Geisel¬befreiung gerät spannend und furios. Doch anders als seine anderen Politthriller, wie z.B. Siamesische Hunde, besitzt Null Uhr Managua nicht diese wunderbare Balance zwischen faktenreicher, atmosphärisch-dichter Reiseerzählung und politischem Thriller über die Zusammenhänge von Business, Politik und Verbrechen. Das trübt ein wenig das Lesevergnügen!