Aus der Amazon.de-Redaktion
David Caine ist ein Mathematikgenie. Schneller als ein Taschenrechner kann er jede Wahrscheinlichkeitsrechnung lösen. Das macht ihn nicht nur zu einem begabten Statistikdozenten an der Universität, sondern auch zu einem erfolgreichen Pokerspieler. Denn Caine kann anhand der gespielten Karten in Sekundenbruchteilen errechnen, welche Gewinnchancen er mit seinem eigenen Blatt hat. Doch er hat ein Problem: Er leidet unter Epilepsie und wird immer wieder von schweren Anfällen heimgesucht. Das kostet ihn zuerst seinen Dozentenjob und bringt ihn wenig später auch beim Pokern in Schwierigkeiten. Denn bei einem risikoreichen Kartenspiel in einem heruntergekommenen Club leiht sich David Caine viel Geld von der Russenmafia -- und verliert das Spiel, weil er wieder einen Anfall erleidet.
Nun steht Caine vor dem Nichts: Er ist mittellos, die Mafia will ihr Geld und Caine kann noch nicht einmal die Stadt verlassen. Denn er nimmt an einem medizinischen Experiment teil, das seine als unheilbar geltende Epilepsie vielleicht doch noch verschwinden lassen könnte. Die Lage scheint hoffnungslos. Doch gerade, als sich ihm auch noch die Ex-CIA-Killerin Nava Vaner an die Fersen heftet, scheint sich das Blatt für Caine zu wenden. Durch seine neuartigen Epilepsie-Medikamente kann der gescheiterte Mathematiker plötzlich in die Zukunft sehen -- und diese auch durch seine Handlungen ändern. Stück für Stück wird sich Caine nun seiner Macht bewusst.
Adam Fawers Roman Null kann sich nicht entscheiden. Mal bietet er spannende Krimikost, mal werden über Seiten hinweg die Inhalte einer Statistikvorlesung bis ins kleinste Detail erläutert. Doch gerade diese Mischung macht das Buch so stark. Herausgekommen ist ein Wissenschaftsthriller, der das Fach "Mathematik" sogar für rechnerisch völlig unbegabte Laien hochinteressant macht. Und als Belohnung für jeden mathematischen Absatz bekommt der Leser von Null gleich anschließend wieder das, was er von einem guten Agentenroman erwartet: Durchtriebene Bösewichte, wilde Verfolgungsjagden und einen intelligenten und unvorhersehbaren Storyverlauf. Ein Buch, dass mit seinen knapp 600 Seiten leider viel zu kurz ist. --Rüdiger Teutsch
-- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
Pressestimmen
Ein Wissenschaftsthriller mit Drive (
Spiegel )
Kurzbeschreibung
Die Wahrscheinlichkeit des Todes David Caine führt ein gefährliches Doppelleben. Tagsüber begeistert er seine Studenten für Quantenphysik und Wahrscheinlichkeitsrechnung, nachts taucht er ab in die Welt der Pokerclubs in Manhattan. Der brillante Mathematiker kann in Sekundenschnelle die Gewinnchancen seiner Mitspieler berechnen. Doch eines Nachts unterläuft ihm ein Fehler, und sein Leben gerät außer Kontrolle. Eine atemberaubende Jagd beginnt, bei der David Caine nicht nur um sein Leben fürchten muss, sondern auch um seinen Verstand.
Über den Autor
1970 in New York geboren, erkrankte im Alter von sechs Jahren an einer seltenen Augenkrankheit und verlor beinahe das Augenlicht. Seine Kindheit und Jugend war geprägt von zahlreichen Krankenhausaufenthalten. Aus dieser Zeit stammt auch seine Liebe zur Literatur. Später studierte er Wirtschaftswissenschaften und Statistik und machte seinen MBA an der Stanford Business School. Drei Jahre war er Leiter eines erfolgreichen Dot-com-Unternehmens in New York. Mit "Null", seinem ersten Roman, hat er sich seinen Kindheitstraum erfüllt: Er ist Schriftsteller geworden. Adam Fawer lebt und arbeitet in New York.
Auszug aus dem ersten Kapitel. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.
Deutsch von Jochen Schwarzer, Frank Böhmert und Andree Hesse
Auszug aus Null von Adam Fawer, Jochen Schwarzer, Frank Böhmert, Andree Hesse. Copyright © 2005. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.
«Das macht zwanzig für Sie, Caine. Sind Sie dabei oder nicht?» David Caine hörte die Frage, konnte aber nicht antworten; seine Nase ließ ihn nicht. Der Gestank ähnelte nichts, was er je gerochen hatte eine widerliche Brühe aus ranzigem Fleisch und faulen Eiern in einem Kübel voll Urin. Er hatte im Internet gelesen, dass sich schon Leute umgebracht hatten, weil der Gestank so unerträglich wurde. Er hatte das zunächst nicht geglaubt, aber nun
nun kam es ihm gar nicht mehr so abwegig vor.
-- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.