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Nudge: Wie man kluge Entscheidungen anstößt
 
 
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Nudge: Wie man kluge Entscheidungen anstößt [Gebundene Ausgabe]

Richard H. Thaler , Cass R. Sunstein , Christoph Bausum
3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (13 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 400 Seiten
  • Verlag: Econ (1. August 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3430200814
  • ISBN-13: 978-3430200813
  • Originaltitel: Nudge
  • Größe und/oder Gewicht: 22 x 14,8 x 3,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (13 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 45.855 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Dieses Buch hilft, die richtigen Entscheidungen zu treffen.« New York Times »Ein neuer Ansatz für die Wirtschaftspolitik.« Manager Magazin »Richard Thaler gilt als Pionier der Behavioural Economics.« Welt am Sonntag »Zum Nachdenken und Anwenden empfohlen« Börsenzeitung, 01.08.09, Stefan Bergheim »Nur leicht schubsen - das bringt Segen.« Die Presse, 23.08.09, Karl Gaulhofer

Kurzbeschreibung

Das Konzept hat bereits viele Entscheidungsträger überzeugt, darunter den neuen US-Präsidenten Barack Obama. Anschaulich und unterhalt-sam präsentieren Richard Thaler und Cass Sunstein einen neuen Ansatz der Verhaltensökonomie, der schon heute das Denken und Handeln in Politik und Wirtschaft prägt.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
45 von 48 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Fuchs Werner Dr #1 HALL OF FAME REZENSENT TOP 50 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Das wirkt natürlich anziehend, wenn in der FAZ steht, Nudge sei nicht mehr und nicht weniger ein Zauberschlüssel, um kluge Entscheidungen zu treffen. Aber ganz so wild ist es nicht. Leider. Nun möchte man natürlich wissen, was der geheimnisvolle Begriff "Nudge" bedeutet. Selbst wenn man im Englischunterricht noch mitbekommen hat, dass wir nudge mit anstossen, stupsen übersetzen. Was Barack Obama unter einem Stups versteht, wissen wir nicht. Aber von Cass Sunstein hält er offenbar so viel, dass er seinen ehemaligen Kollegen aus Chicago in den Beraterstab aufnahm, um bessere Entscheidungen treffen zu können. Präsidentenberater ist ein gutes Marketinglabel, aber noch keine Garantie, dass die Entwicklung von Zauberstäben und -schlüsseln gelingt. Bei aller Aufregung um dieses Buch, finde ich denn auch, dass in ihm nichts steht, was europäischen Heuristikern bisher verborgen blieb. "Libertärer Paternalismus" wird die Vorgehensweise genannt, die im Buch empfohlen wird. Gemeint ist damit, dass der Staat seine Bürger gewitzter und wirkungsvoller als bisher bevormunden, steuern und manipulieren soll. Mit kleinen Stupsern, die wohl ausgedacht sind und auf Erkenntnissen der Psychologie und modernen Hirnforschung beruhen. Motorradfahren in Staaten ohne Helmpflicht, sollen für ihre Freiluftvergnügen eine besondere Prüfung bestehen - Teenager, die bereits Mutter geworden sind, sollen jeden Tag einen Dollar bekommen, solange sie nicht zum zweiten Mal schwanger werden - Banken sollen eine spezielle Karte herausgeben, die nur von Wohltätigkeitsorganisationen akzeptiert wird und Ende Jahr alle Beträge so zusammenfasst, dass sie von der Steuerbehörde gleich als Belege für Abzüge anerkannt werden.

Interessante Beispiele für klügere Staatsinterventionen finden sich in diesem Buch auch dann noch genügend, wenn man die allzu auf Amerika zugeschnittenen von der Gesamtzahl abzieht. Ob Nudge auch bei uns eine Bewegung wird, die so hohe Wellen wie in Amerika wirft, bezweifle ich. Vor allem weil bei uns der Widerstand gegen alles, was nach Manipulation riecht, sehr viel größer ist. Die Skepsis gegen die Beeinflussung des Unbewussten hat natürlich auch historische Gründe. Aber irgendwann sollte sich die Erkenntnis durchsetzen, dass Beeinflussung menschlicher Wahlverhalten ohnehin stattfindet, egal wie wir diesen Vorgang nennen. Oder anders gesagt: Überlassen wir die Forschungsergebnisse der Heuristik, der Wissenschaft von der Entscheidungsfindung, nur den Unternehmen und politisch Verirrten, machen wir uns an gesellschaftlich unerwünschten Zuständen und Entwicklungen irgendwie mitschuldig.

Ein gewisses Unbehagen hatte ich nach der Lektüre trotz der Befürwortung solcher Ansätze. Denn betrachte ich das politische Geschehen und den Eifer zahlreicher Weltverbesserer, so bin ich manchmal ganz froh, wenn Projekte zu Verhaltensänderungen so dilettantisch aufgegleist werden, wie das heute oft der Fall ist. Von missglückten Beispielen der Entscheidungsarchitekten ist in diesem Buch fairerweise auch die Rede. Aber wie es für Gurus oft üblich ist, müssen sich Vorreiter und Mitstreiter meist damit begnügen, im Literaturverzeichnis erwähnt zu werden. Und amerikanische Helden wissen oft gar nicht, auf welche europäischen Helfer sie bauen könnten. Daher wunderte es mich wenig, dass Gerd Gigerenzer und andere bekannte Namen fehlen.

Mein Fazit: Der Zauberschlüssel für kluge Entscheidungen wurde von Richard H. Thaler und Cass R. Sunstein nicht gefunden. Aber sie sorgen mit ihrem Bekanntheitsgrad dafür, dass sich auch Politiker für Erkenntnisse interessieren, die dazu dienen können, klügere Gesetze zu formulieren und wünschenswerte Verhaltensmuster zu knüpfen. Vieles von dem, was in diesem allzu dicken Buch steht, lässt sich auch mit dem gesunden Menschenverstand erklären. Aber eben nicht alles. Daher hätte ich mir gewünscht, dass die Autoren klarer hervorgehoben hätten, wo uns Bauchgefühle böse Streiche spielen.
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11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
teils langatmig 24. März 2010
Von D. Goebel
Format:Gebundene Ausgabe|Von Amazon bestätigter Kauf
Ich habe mir das Buch aufgrund der vorwiegend hervorragenden Rezensionen gekauft und bin jetzt doch etwas enttäuscht. Wo ich üblicherweise Bücher verschlinge, habe ich dieses immer wieder zur Seite gelegt. Warum? Ich fand es größtenteils einfach zu langatmig.

Über zig Seiten wird berichtet, wie das amerikanische Gesundheitssystem strukturiert ist. Gott sei Dank kamen später noch andere Themen wie Anleger oder Energiepolitik.

Was ich bis zum Ende vermißt habe, ist eine Zusammenfassung, wie Entscheidungen designed sein sollen. Zwar fiel das Wort des Entscheidungsarchitekten sehr oft, aber selten kam man auf den Punkt.

Bücher wie "Die Psychologie des Überzeugens" haben mir in erheblicher kürzerer Zeit mehr Wissen beschert.

Weil ich den Inhalt und die Methode an sich allerdings recht praktikabel halte, gebe ich noch 3 Sterne.
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Dirk Engel TOP 1000 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Amerikanische Sachbücher, auch wenn sie extrem erfolgreich sind, benötigen immer eine gewisse Zeit, bis sie ins Deutsche übersetzt werden. Die deutsche Version des folgenden Buches ist schon angekündigt und soll in den nächsten Wochen mit dem Titel Nudge: Wie man kluge Entscheidungen anstößt" erscheinen (mittlerweile ist das Buch erschienen - siehe den Amazon-Link unten). Damit hat sich der Verlag vor der Aufgabe gedrückt, das englische Wort nudge" ins Deutsche zu übertragen. Man könnte es vielleicht am besten mit Schupps" übersetzen - wenn man jemanden in seinen Verhalten beeinflussen will, ohne ihm etwas vorzuschreiben oder zu befehlen, gibt man ihm einen kleinen Schupps - damit lenkt man ihn ein kleines bisschen in die richtige Richtung. Das ist die Idee von Nudge".

Welche Bedeutung sie für viele Bereiche des täglichen Lebens hat, zeigen die Autoren, zwei gestandene Wirtschaftswissenschaftler, detailliert auf. Menschen handeln nicht immer vernünftig, selbst wenn es um so wichtige Dinge wie Altersvorsorge oder Geldanlage geht. Sie sind träge und wollen sich nicht immer mit unangenehmen Aufgaben beschäftigen.
Deshalb beeinflussen Voreinstellungen oft die finale Entscheidung, was sich am Beispiel Organspende-Bereitschaft zeigt: In Deutschland haben nur 12% der Bevölkerung einen Organspenderausweis, in Österreich sind es 99%. Der Grund ist ganz einfach: Jeder Österreicher ist automatisch Organspender, es sei denn, er füllt ein Formular aus, in dem er sich dagegen ausspricht. In Deutschland ist es umgekehrt: Man muss sich aktiv als Organspender registrieren lassen. Ist jetzt die Wahlfreiheit der Deutschen oder Österreicher eingeschränkt? Eigentlich nicht, denn jeder kann selbst die Entscheidung treffen. Doch der Gesetzgeber kann die Rate der Organspender beeinflussen, je nachdem, welche Voreinstellung er wählt und dabei die Trägheit der Menschen in Betracht zieht.

Die Autoren nennen eine solche Strategie Libertarian Paternalism" - der Staat oder Unternehmen beeinflussen die Entscheidungen, ohne dabei die Wahlfreiheit einzuschränken. Das geschieht einfach durch eine auf psychologischen Erkenntnissen basierende Entscheidungs-Architektur (choice architecture"). In dem Buch werden dazu zahlreiche Beispiele angeführt: Von der Schulkantine, die gesundes und weniger gesundes Essen in einer bestimmten Reihenfolge platziert, über Methoden zum Energiesparen, bis hin zu staatlichen Programmen zur Altersversorgung oder medizinischer Betreuung.
Die meisten dieser Beispiele sind sehr spezifisch für die Vereinigten Staaten - deutsche Leser müssen sich da in viele schwierige Bereiche hineindenken. Die entsprechenden Kapitel sind sehr detailreich, weshalb die Lektüre schon recht anstrengend ist. Viele der Beispiele drehen sich auch um staatliche Programme und Gesetze, das Buch ist alles andere als ein Marketing-Ratgeber. Aber trotzdem lohnt es sich, über die Idee des Libertarian Paternalism" nachzudenken. Denn immer mehr Verträge und Käufe geschehen heute über das Internet - und da ist die richtige choice architecture" eines Bestellformulars extrem wichtig, ganz zu Schweigen von Voreinstellungen und Default-Settings.

Wer Kunden und Käufer durch einen komplexen Prozess der Entscheidung führen muss, sollte sich mit den Ideen von Nudge" beschäftigen. Allerdings muss er aber die Arbeit auf sich nehmen, die relevanten Schlussfolgerungen für sein Geschäft aus der Fülle von spezifischen Beispielen und Details selbst zu ziehen. Hier wären ein paar Nudges" in der Struktur des Buches durchaus hilfreich gewesen...
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