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Nude nature: Barbara Luisi. Photographs
 
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Nude nature: Barbara Luisi. Photographs [Gebundene Ausgabe]

Barbara Luisi
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  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 101 Seiten
  • Verlag: Böhlau; Auflage: 1., Aufl. (1. Dezember 2007)
  • Sprache: Englisch
  • ISBN-10: 3205777093
  • ISBN-13: 978-3205777090
  • Größe und/oder Gewicht: 30 x 30 x 2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 902.876 in Englische Bücher (Siehe Top 100 in Englische Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Nude Nature, Aktfotografien, entstanden in Süditalien, nahe Matera, vor dem natürlichen Prospekt von Hitze, Wasser, Stein und Sand, beeinflusst vom großen japanischen Meister Eikoh Hosoe und den fotografischen Arbeiten Man Rays, repräsentieren einen femininen Blick auf den weiblichen Akt ebenso wie den Bezugsrahmen der europäischen Kulturgeschichte, in den Barbara Luisi den weiblichen Körper positioniert. This project was realized in May 2007 in the south of Italy, near Matera (Mel Gibson shot his movie "The Passion of Christ" there). The heat, sky, water and nature, rocks like in the desert served as ideal surroundings for my nudes project. As I did not know what would come of this idea, I myself was surprised that the technique of imitating digitally alternative processes and solarisation, which I had already used before for some experimental projects with flowers, gave the pictures an interesting look. My project was influenced by the wonderful work of Eikoh Hosoe (whom I met) and of course by the 20th century experimental master (and painter) Man Ray. My love of painting is the reason behind my way of seeing subjects - or objects, as they are both the same in nature. I was curious whether I would have a completely different view of the female body as compared to my male photographer friends. And, when I was working on the prints, I found that (maybe in a European way of seeing things) I had discovered ancient figures, such as gothic Madonnas, symbols of maternity, baroque forms the female body seemed to show (even my beloved violin) ... Of course this is just what I see ...

Über den Autor

Barbara Luisi is born in 1964 in Munich, Germany, currently living in Vienna, Austria and Portofino, Italy. Professional violinist for 10 years, active in major European orchestras. Dedicated to photography since her seventeenth birthday, her first camera was a Leica M6. Has been working from her own darkroom from the beginning, both classic darkroom and digital for some years now. She uses Leica (M6 and MP, M8), Hasselblad and Canon Eos-1 Ds Mark II for her photography./

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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Der Blick der Erde auf den Körper der Frau, 2. Juni 2008
Von 
Rezension bezieht sich auf: Nude nature: Barbara Luisi. Photographs (Gebundene Ausgabe)
André Breton schrieb 1927 in »Le Surréalisme et la Peinture« über Man Ray, dieser sei bei seiner Kunst vom photographischen Abbild ausgegangen: »weit davon entfernt, ihm ganz zu vertrauen, benutzte er es nur von Fall zu Fall, je nach seinen eigenen Intentionen, je nach dem Gemeinsamen, das es uns in der Wiedergabe vermittelt«. Dadurch hätte Man Ray der Photographie »mit einem Schlage« das Positive genommen. Die Photographie habe ihre arrogante Haltung verloren, die sie sich anmaßte, »sich nämlich als das auszugeben, was sie gar nicht ist. Wenn tatsächlich eben für Raimundus Lullus der Spiegel ein durchsichtiger Körper ist, der alle Erscheinungen, die ihm vorgehalten werden, in sich hineinnehmen kann, so lässt sich das vom fotografischen Abbild nicht behaupten, das von den Erscheinungen von vornherein ein vorteilhaftes Aussehen fordert und das dann nur das Äußerste und Flüchtigste an ihnen erfasst.«

Man Ray ist eines von zwei großen Vorbildern, die die Photographin Barbara Luisi explizit nennt. Nun ist ihr erster Bildband bei Böhlau/ Wien erschienen. »Nude Nature« lautet der un-eindeutige Titel. Auch er eine Besinnung auf Wortspiele, die die Surrealisten so liebten.

Barbara Luisi placierte ihre weiblichen models in die Erde, in das Autochthone, wenn man so will, in der Umgebung des süditalienischen Städtchens Matera. Die Kapitel heißen Terra, Aqua, Aria. Es sind diese Naturelemente, die der Frau jeweils die Basis geben, ihren Körper damit in Schwingung bringen zu lassen. Barbara Luisi hat dabei scheinbar nichts getan. Die Künstlerin, in ihren bearbeiteten Photographien absolut präsent, - scheint dennoch bei intensiver Betrachtung zurückzutreten. Die Frauenkörper wirken IN der Erde. Sie wirken geradezu plastisch. Und die Natur, die Steine, der Himmel und das Wasser, - all das uns am Leben Erhaltende wirkt hier erst durch den Contrapart des weiblichen Aktes.

Die Sonne, dieses famose Licht tut ihr Übriges hinzu. Die Szenerie wirkt statisch aufgeladen. Der Betrachter ist in den Bann gezogen der südlichen Sonne. Man spürt in der Belichtung der Aufnahmen die mediterrane Energie.

Zur gleichen Zeit wie André Breton hat sich Walter Benjamin mit dem »Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit« beschäftigt. Er kam zu dem Ergebnis, dass die massenweise Reproduktion eines Kunstwerkes dessen Bestand nicht tangiere, aber sein »Hier und Jetzt« entwerte. Benjamin gab dem den Begriff der Aura: Mit zunehmenden Reproduktionstechniken verflüchtige sich die Wahrnehmung des Kunstwerkes, - seine einmalige und unwiederbringliche Aura verliere an Substanz.

In diese Kontextualität passt das zweite Vorbild der Künstlerin nur zu gut: Der japanische Photograph Eikoh Hosoe, der dem opulenten, quadratischen Photoband eine kurze Einleitung beisteuerte, gilt als der bedeutendste japanische Nachkriegsphotograph. Er kreierte einen völlig neuen Stil, in dem erzählerische und graphische Elemente in eine Bewusstseins-Ästhetik zerfliessen. Hosoe hat es in seinen Photos vermocht, die gegenseitige Beeinflussung von Geschehen und moderner Kunst transparenter werden zu lassen. Nicht nur sind seine Photographien beeinflusst von Gesellschaft, Zeitgeist &C. &C. Die Werke ihrerseits geben Impulse für die Wahrnehmung der Menschen.

Der Einfluss vom Man Ray und Eikoh Hosoe ist spürbar. Greifbar. So kann man Barbara Luisis Photos - im doppelten Wortsinn - sehen als quasi seismographische Abbildungen der Photokunst am Anfang des 21. Jahrhunderts, wo uns gewahr wird, wie tief die Veränderungen sein könnten, die die globale Digitalisierung nach sich zieht.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Ein Gewinn für die Aktphotographie, 4. Februar 2008
Rezension bezieht sich auf: Nude nature: Barbara Luisi. Photographs (Gebundene Ausgabe)
Mit gemischten Gefühlen habe ich mir dieses Buch angeschaut, denn ich wusste nichts von Barbara Luisi, offensichtlich ein Newcomer, noch dazu mit einem schwierigen Thema wie Aktphotographie.

Um so überraschter war ich über dieses Buch.

Nichts Schlüpfriges, nichts Zweideutiges, nur Schönheit des nackten Frauenkörpers und der ländlichen Umgebung, eine exzellente Präsentation (ein Bravo dem Böhlau-Verlag, nur der Dust-Cover ist nicht gut gelungen), eine klare und verständliche Idee, der rote Faden der Mythologie, Photos die sprechen und die gleichzeitig viel Raum für die Fantasie des Betrachters schaffen. Barbara Luisi ist eine wahre Entdeckung, offensichtlich von Eikoh Hosoe inspiriert, wahrscheinlich sogar geschult - die knappe Biografie sagt uns vie zu wenig darüber.

Ein wunderbares Buch, das ich allen Fine-Arts-Photography-Fans empfehlen möchte.
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