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"Nuages Du Monde" zu beschreiben ist nicht einfach. Am ehesten klingt es wie eine Reise. Eine Reise durch eine Welt irgendwo zwischen Himmel und Erde, zwischen Traum und Wirklichkeit. Über den Wolken der Welt, wo der Blick auf die Sonne klarer und Träume fühlbar sind. Hier und da ein exotisches Instrument und rundherum engelsgleiche Stimmen. Die Reise beginnt mit "Angelicus", begleitet von der Stimme Isabel Bayrakdarian's, einer begnadeten Opernsängerin. Beeindruckend auch die Stimme von Zoe Johnston, bekannt seit "Love" (aus dem Album "Chimera") und "You & I" (aus dem "Best Of"), die aus "The Way You Want It To Be" eine sinnliche Mischung aus Tragik und Freude macht, eben so, wie die Liebe kaum besser besungen werden könnte. Ein weiteres Highlight setzt Kristy Thirsk, die erste Delerium-Sängerin überhaupt, mit dem leichten "Self-Saboteur". Die Intensität der Reise steigert sich durch das Instrumental "Tectonic Shift" beinahe ins Unermessliche, dessen markante, tragische Melodie zunehmend vielfältiger unterstützt wird. Nachdem sich Isabel Bayrakdarian in "Lumenis" noch einmal die Ehre gibt, liefert Kirsty Hawkshaw in "Fleeting Instant" ihre bisher beste Leistung ab. Lupenreiner Pop kommt auch von Jael (Lunik) mit "Lost And Found", das wie "Self-Saboteur" und "Fleeting Instant" als Single hätte ausgekoppelt werden können. Die Reise auf "Nuages Du Monde" wird sowohl durch solche Pop-Highlights als auch durch "Karma"-ähnliche Stücke wie "Indoctrination (featuring Kiran Ahluwalia)" bestimmt. Auch die Mediaeval Babes geben sich (zusammen mit Katharine Blake) die Ehre und erinnern mit "Extollere" und "Sister Sojourn Ghost" an "Aria" (aus dem Album "Poem"). Der Höhepunkt der Reise ist meiner Meinung nach "Apparition", eine Ballade, die wunderbar zu "Der Herr der Ringe" gepasst hätte, die einem diese seltene Gänsehaut beschert, die beinahe Tränen in die Augen treibt und die Reise über den Wolken der Welt in die Unendlichkeit fortsetzt.
Teils leichte, teils tragisch-epochale, wunderschöne Melodien (und das traumhafte Artwork) machen "Nuages Du Monde" zu einem der besten Pop-Alben, das ich je gehört habe. Und ich habe einiges gehört. Auch die 11 (!) vorangegangenen, ebenso unvergesslichen Delerium-Alben....
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