In einer kalten Wüstennacht im Zelt erzählt ein Beduine die wechselvolle Geschichte seines Stammes, von der türkischen Fremdherrschaft über das Regiment der Briten bis hin zur Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg, als die Wüstensöhne von dem israelischen Staat in ein Reservat verwiesen wurden.
Witzig und geistreich sind diese Geschichten, in deren Zentrum das Problem steht, die Esel, Ziegen und Kamele des Stammes anzuweisen, trotz besserer Nahrung jenseits der Reservatsgrenzen sich dennoch an diese zu halten. Es kommt, wie es kommen musste, ein weißes Kamel mit Nasenring verletzt eines Tages die Grenze auf der Suche nach Artischocken und es folgen politische Verwicklungen, die nach brutalem Anfang am Ende mit Humor und Weisheit gelöst werden.
Herrlich leicht kommen diese Episoden daher, wunderbar ironisch und tiefsinnig ist die Geisteshaltung der Beduinen, die sich ständig von einer größeren Macht bedrängt sehen, aber dennoch moralischer Sieger bleiben. Sehr empfehlenswert!!