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Nr. 44. Der geheimnisvolle Fremde
 
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Nr. 44. Der geheimnisvolle Fremde [Taschenbuch]

Mark Twain
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)

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Broschiert EUR 12,95  
Taschenbuch, Dezember 1999 --  

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 216 Seiten
  • Verlag: Tropen Verlag (Dezember 1999)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 393217030X
  • ISBN-13: 978-3932170300
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 14,1 x 1,9 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 581.928 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Mark Twain
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Produktbeschreibungen

Perlentaucher.de

Buchnotiz zu : Neue Zürcher Zeitung, 30.09.2000
Mark Twains eher heitere Geschichten wie Tom Sawyer und Huckleberry Finn haben ihren festen Platz in der Weltliteratur. Weitgehend unbekannt hingegen sind die "Finsteren Schriften", das Spätwerk Twains. Eine davon, sie gilt als seine letzte Erzählung, wurde 1916 unter dem Titel "Der geheimnisvolle Fremde" veröffentlicht. Doch die Sache hat einen Haken, klärt der Rezensent Werner von Koppenfels auf. Denn an eben dieser Erzählung habe Twain zehn Jahre lang in mehreren stark voneinander abweichenden Fassungen gearbeitet, "Der geheimnisvolle Fremde" sei die erste gewesen. Die letzte Fassung (Nr. 44) liegt nun in deutscher Übersetzung vor. Von Koppenfels lobt zunächst den Tropen-Verlag für die Veröffentlichung, bedauert aber, dass die Übersetzung "unnunanciert" sei und kein klärendes Nachwort enthalte. Sodann fährt von Koppenfels fort, "Nr. 44" in bester literaturlexikalischer Sprache zu interpretieren. Am Ende steht das Ende, so scheint es dem Rezensenten, denn für ihn gehört Nr. 44 - zur Zeit des vorletzten fin de siècle verfasst - zu den apokalyptischen Phantasien, "die mitten in der atmosphärischen Krise der Jahrhundertwende die Katastrophe des kommenden Weltkriegs erahnen". Perfekter Horror - Perfekte Schönheit, habe Twains Frau dazu gemeint. Dieser Twain sei noch zu entdecken, Nr .44 sei erst der Anfang, Der Rezensent hofft auf mehr aus den "Finsteren Schriften".

© Perlentaucher Medien GmbH

Kurzbeschreibung


Der phantasievolle letzte Roman von Mark Twain in seiner authentischen Fassung zum ersten Mal auf Deutsch.
KurztextMark Twain brauchte zwölf Jahre und drei Fassungen, um diesen Roman, der bis zu seinem Tod 1910 unveröffentlicht blieb, zu vollenden.
Jugenderinnerungen vom Mississipi River Valley und den Druckwerkstätten seines Heimatortes Hannibal, Missouri, sind hier eingeflossen in eine Geschichte zur Zeit der Entstehung des Buchdrucks. Es ist ein spannendes Abenteuer voller Phantasmagorien, in dem ein mittelloser Druckergehilfe - ein junger geheimnisvoller Fremder mit dem seltsamen Namen 44 - nach und nach seine übernatürlichen Kräfte offenbart und die verborgenen Fähigkeiten des menschlichen Geistes enthüllt.
Eine verfälschte Version dieser Geschichte wurde 1916 von Twains Biographen Albert Bigelow Paine veröffentlicht und diente Übersetzungen bisher als Vorlage. Diese Version basierte auf der ersten statt der letzten Fassung, klammerte ein Viertel der Vorlage aus, fügte einen Protagonisten und das Ende der dritten Version hinzu.
"Ein kleines Meisterwerk aus Twains zerfallenem Spätwerk mit seiner alten Verspieltheit und seinem grimmigen Witz." (Frankfurter Rundschau)
Mark Twain, eigentlich Samuel Clemens, wurde am 30.11.1835 in Florida (Missouri) geboren. Im Alter von 12 Jahren musste er die Schule abbrechen und begann eine Lehre als Schriftsetzer. Mit 17 Jahren ging er nach New York, dann nach Philadelphia, wo er die ersten Reiseskizzen schrieb.
Von 1857 bis 1860 war er Lotse auf dem Mississippi, nahm am Sezessionskrieg auf der Seite der Konföderierten teil und war 1861 Silbersucher in Nevada. 1864 lebte er in San Francisco, 1866 als Reporter auf Hawaii und 1867 als Reisender in Europa und Palästina. Er gründete einen Verlag, mußte aber 1894 Konkurs anmelden und ging auf Weltreise, um mit Vorträgen seine Schulden abzutragen.
Mark Twain starb am 21.4.1910 in Redding (Conneticut).

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Broschiert
Ich habe dieses Buch von Mark Twain zufällig in iTunes als Literaturpodcast entdeckt und mir angehört, da ich Mark Twain sehr schätze. Es ist keiner seiner kurzweiligen Reiseberichte, es ist nicht lustig, und es erinnert in keiner Weise an sein berühmtes Buch von Tom Sawyer und Huckleberry Finn.

Am ehesten ähnelt es Ein Yankee aus Connecticut an König Artus' Hof: Roman - einem aberwitzigen Roman, der auch im finsteren Mittelalter spielt. Wie im "Yankee" nutzt Twain die Unverfänglichkeit vergangener Jahrhunderte, um beißend scharfe Kritik an der bornierten, selbstgefälligen und ungerechten Gesellschaft seiner Zeit zu transportieren. Darüber hinaus lässt er eine Persönlichkeit auftreten, die sich selbst als Engel mit dem Namen "Satan" vorstellt und behauptet, ein Neffe des gefallenen Engels aber völlig ohne Sünde zu sein. Satan bringt drei Jungen durch einige unglaubliche Wundertaten völlig außer sich und wickelt sie mit grandiosem Wissen und kurzweiligen Geschichten vollends um den Finger. Obwohl Satan immer wieder offenkundig lügt bzw. Wahrheiten mit Lügen vermischt, und obwohl alle seine Wundertaten andere Menschen in Tod und Unglück führen, und obwohl er seine Verachtung für die Menschen unverhohlen äußert, hängen seine drei Jünger an seinen Lippen und lassen sich eins um's andere Mal irreführen.

In diese an sich schon interessante Geschichte webt Twain seine Gesellschaftskritik ein. Sehr gut gemacht, überaus treffend in Inhalt und literarisch anspruchsvoll!
War diese Rezension für Sie hilfreich?
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Eine Enttäuschung 2. Oktober 2010
Format:Broschiert
"Der geheimnisvolle Fremde" von Mark Twain, wie ihn Albert Bigelow Paine herausgegeben hat, ist einer meiner Lieblingstexte: Seine radikale Bitterkeit hat mich tief beeindruckt. Hier wird nun versprochen, dass endlich die authentische Fassung vorgelegt wird. Darauf war ich natürlich sehr gespannt - und ich bin enttäuscht: In der dritten Fassung dieser Geschichte ist von den bitteren Einsichten fast nichts mehr übrig geblieben. Da ist freilich die Stelle, wo der Fremde sagt, er wolle nicht Christ werden, weil er der einzige wäre - und es wird versprochen, dass das noch ausführlicher erklärt wird, aber eine solche Erklärung kommt nie. Auch die Liebesgeschichte, die gegen Schluss eingeflochten ist, bleibt ungelöst. Das letzte Kapitel kommt unerwartet - und es passt eigentlich viel besser zur ersten Fassung, an die Paine es ja auch angehängt hat. Naja, vor allem die erste Hälfte des Buches ist trotzdem eine gut erzählte Geschichte, die aber kaum mehr etwas mit dem "geheimnisvollen Fremden" der ersten Fassung zu tun hat.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Für mich ist dies neben zwei, drei anderen Werken des Tropen Verlages, das Beste was sie verlegt, übersetzt und ausgewählt haben !...
Leider gefällt mir das Cover nicht. In meinem Privatexemplar habe ich es überklebt ;-)

Der Inhalt, aber ein qualitativ hochwertiger Clemens, sorry TWAIN, posthum veröffentlicht, ist, war und bleibt unvergänglich und zeitlos.

Dieses Buch gehört, trotz des verwirrenden und, wie ich finde rein subjektiv natürlich, unpassenden Coverbildes in JEDE Welt-Literatursammlung !

mindestens 7 STERNE !!!!!!!
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