Donovan Creed, ein Killer im Dienst des Homland Security, kommt mit seiner Freundin in St. Alban's in Florida an. Merkwürdige Dinge gehen hier vor. Weniger merkwürdig ist der Umstand, dass ihn jemand umbringen will. Aber das Wetter spielt verrückt, die Menschen verhalten sich komisch und ein aufwühlendes und schönes Gefühl beschleicht Creed, wenn er an der Kirche des Ortes steht. Er geht dem auf den Grund, nimmt sich den Bürgermeister vor, weil er eine Verschwörung der Bewohner des Ortes vermutet, und da hört die Geschichte auf ...
Switch!
Es beginnt eine neue Geschichte ca. 300 Jahre vorher zu Zeiten eines Gentleman Piraten und seines Treibens um den Ort St. Alban's herum. Eine kleine klassische Piratengeschichte. Nett. Im Epilog probiert Locke die beiden Erzählstränge miteinander zu verbinden.
Aus das Buch.
Der Stil den Locke schreibt ist schnell und treibt die Geschichte voran. Wenige Autoren sind aus meiner Sicht in der Lage, solch einen Stil ein Buch lang - geschweige denn über mehrere Bücher - auszuhalten; Locke schafft das. Er peitscht einen beim Lesen voran; langweilig wird einem nicht. Man wird bloß zunächst etwas betrübt, denn die erst so gut begonnene Geschichte bricht plötzlich ab und der Epilog stellt einen auch nicht gerade zufrieden. Alles wirkt etwas paranormal; der erste Erzählstrang hat kein adäquates Ende gefunden. Der zweite Erzählstrang, der die erste Geschichte erläutern soll, ist eine kurzweilige kleine Piratengeschichte; allerdings kein Krimi, wie man dies eigentlich bei einem Donovan-Creed-Roman erwartet.
Wem es nur auf schnell Geschichten ankommt, kann zugreifen. Wer ein bißchen auf paranormale Vorgänge steht, kann auch zugreifen. Wer einen Krimi erwartet, in dem Creed zeigt, was er so drauf hat, sollte lieber die Finger davon lassen.