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Now,Diabolical
 
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Now,Diabolical

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Produktinformation

  • Audio CD (2. März 2007)
  • Anzahl Disks/Tonträger: 1
  • Label: Roadrunner (Warner)
  • ASIN: B000EU1LJ0
  • Weitere Ausgaben: Audio CD  |  Vinyl  |  MP3-Download
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (15 Kundenrezensionen)
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Hörproben
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Anhören  2. K.I.N.G (Album Version) 3:36EUR 0,99
Anhören  3. The Pentagram Burns (Album Version) 5:38EUR 0,99
Anhören  4. A New Enemy (Album Version) 5:47EUR 0,99
Anhören  5. The Rite Of Our Cross (Album Version) 5:45EUR 0,99
Anhören  6. That Darkness Shall Be Eternal (Album Version) 4:46EUR 0,99
Anhören  7. Delirium (Album Version) 5:38EUR 0,99
Anhören  8. To The Mountains (Album Version) 8:09EUR 0,99


Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Von wegen "diabolical": Auf ihrem sechsten Album dröhnen die norwegischen Black-Metaller so erdig wie nie zuvor durch den dunklen Winterwald. Freunde derber Death´n´Roll-Kost wird es freuen.

Volcano aus dem Jahr 2002 war ein Meisterwerk des düsteren, epischen Black Metal, ein zutiefst atmosphärisches Album voller Urgewalt und Erhabenheit. Im direkten Vergleich klingt Now, Diabolical deutlich bodenständiger, direkter und leichtfüßiger. Die typischen Schwarzmetall-Vibes sind zwar nach wie vor vorhanden, besitzen aber nicht mehr diese beängstigende Tiefenwirkung, die Volcano zu einem Genre-Klassiker machte. Stattdessen reduzieren sich Satyr und Frost ganz bewusst auf relativ simple Riffs und eine spartanische Instrumentierung ohne finstere Soundscapes. Während so mancher Satyricon-Fan einige Zeit brauchen wird, um sich an den neuen (und objektiv betrachtet guten) Sound zu gewöhnen, dürfen Freunde von Death´n´Roll-Kapellen wie Entombed jubeln, denn Satyricon liefern das Black-Metal-Pendant zu Scheiben wie Wolverine Blues ab. -- Michael Rensen


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24 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von M. Merkle
Format:Audio CD
... verabschiedet sich wohl hier für immer von der Musik, die sie zu großem Teil mitgeprägt haben. Neben Darkthrone, Enslaved, vielleicht Gorgoroth und Immortal (wenn man "revivals" mitzählt auch Celtic Frost) die ältesten und letzten Urgesteine, die den heutigen Black Metal nicht unbedingt erfunden aber doch heftig inspiriert haben, waren Satyricon eigentlich schon immer das Aushängeschild des extremen Black Metals, auch wenn sich einige der "Szene" mit dieser Aussage schwer tun dürften, haben sie doch einen Vertrag mit einem Major Label.

Das ändert aber nichts an der Tatsache, das "Dark Medieval Times", "The Shadowthrone" und "Nemisis Divina" wohl zu den Top Black Metal Alben gehören dürften.

Aber auch die neuren Alben der Norweger hatten es in sich, das bewies nicht zuletzt der letzte Langspieler "Volcano", auf welchem man sich wieder weg vom technisch und komponistisch aufwändigen und äußerst kaltem Sound der "Rebel Extravaganza" in Richtung der "alten" Scheiben hinbewegte.

Das wird beim neuesten Album der beiden Hauptmusiker Satyr und Frost weiterverfolgt, wobei der Begriff Black Metal wohl nicht mehr zutrifft. Besonders der Opener und der zweite Song ("Now, Diabolical" und "K.I.N.G") stampfen, zerstören und mördern in feinster Black'n'Roll Manier, wobei man schon alleine von der Produktion sehr weit von der aktuellen Darkthrone entfernt ist.

Aber der Rest des Albums straft alle Lügen, die behaupten, dies sei ein reines Black'n'Roll Album.

Angefangen schon beim dritten Song "The Pentagramm Burns" offenbart sich das wirkliche Ausmaß des Albums. Hier wird ganz klassischer Trash/Speed (!) der späten achtziger und frühen neunziger mit Black-Metal anleihen, also dem typischen Satyricon-Sound und morderner Produktion, also hämmernder und stampfender Drums, sägend-wütende Gittaren (sehr oft zweistimmig) und wummerndem Bass mit vielen Breaks, einer relativ kleiner Anzahl von Riffs (zumindest für Satyricon Verhältnisse), etlicher Spielereien mit exzessiven Gebrauch der Toms und Snaredrums gepaart mit Slayer-Typischen Gitarrenabeit ("A New Enemy"), aber auch bedrückend knarrend und nachschnarrend wie Morbid Angel zu "Covenant"-Zeiten ("To The Mountain"); "Delirium" erinnert mich sogar teilweise an die fantastische "Odium" von Morgoth.

Selbstverständlich liegt aber hier kein Werk voller Plagiate vor, ich wollte nur in etwa skizzieren, mit welchen Albem ich dieses am ehesten vergleichen würde.

Da fällt es nicht schwer zu erkennen, das gerade für den Ausnahmedrummer Frost eine enorme Spielwiese entstanden ist. So gut er auch bei 1349 gefallen weiß, so sehr er bei Albem wie der "WW" von Gehenna überzeugt, seine Meisterleistungen ruft er immer wieder erst bei Satyricon so richtig ab.

Ganz im Stile von Dave Lombardo wird das ganze Schlagzeug ausgenutzt (und das ist wirklich nicht klein), wird bei langsamen Passagen fleisig mit High Hat und Toms gespielt, auch mal absichtlich gegen den Rhythmus. Fantastische Einleitungen (hört euch mal "To The Mountains" an), Hammerharte Trommelwirbel ("A New Enemy") und wirklich verdammt schnelles Drumming zeichnen ihn mal wieder über alle Maße aus (ja, ich bin ein Fan von dieser Art die Drums zu bedienen, wir hören ja schließlich Metal, oder?).

Und meiner Meinung klingt er Präziser als Dave Lombardo, das könnte aber auch an der Klasser Produktion liegen.

Aber auch Satyr zeigt, das er zu den besten (Metal-)Musikern der Welt gehört und schleudert uns wieder mit einer Leichtigkeit Wahnsinnsriffs um die Ohren, das einem die Spucke wegbleibt (der "neue" Thrash-Einfluss wundert mich bei solchen Riff-Maschinen ehrlich gesagt gar nicht so wirklich). Eine solche Wandlungsfähigkeit zwischen den einzelnen Songs hört man extrem selten, ohne das die betreffende Band in andere Musikstile abrutscht. Erstaunlich.

Aber trotz allem halte ich diese Album nicht für "Massentauglich" (was hat das eigentlich mit Metal zu tun), weil die beiden Norweger ähnlich wie Darkthrone keinen Cent auf Trends (auch wenn beide ein ähnlicher Album abgeliefert haben, man bemerke die Wiederholung der Ereignisse von vor 15 Jahren!!!) und spielen nur das nach denen ihnen gerade der Kopf steht. Und das können sie eindeutig, das hat nichts damit zu tun das sie den Fans sympathischer sind, weil sie in Luxus wohnen (was hat das mit der Musik zu tun?), wenn wir in solchen Standarts messen würden, sollten wir schleunigst zu den Mainstream Strömen HipHop oder Techno überwandern.

Aber lassen wir das. Fans der Band dürften das Album sowieso schon zuhause haben, Black Metal Anhänger sollten sich dieses Album zunächst mal in aller Ruhe anhören, aber auch Anhänger der alten Sepultura (also zu "Arise"-Zeiten), alten Slayer (so bis "Seasons In The Abyss") oder den Morbid Angel Teilen mit David Vincent sollten mal reintesten.

Mir persönlich gefällt diese Album sehr gut, weil ich quasi mit den eben genannten Bands und Sounds aufgewachsen bin und erst spät zum eigentlichen Black-Metal gewechselt bin, deswegen auch guten Thrash/Speed/Black-Metal vertragen kann. Und genau der liegt vor. Einfach Spitze.

Und keine Angst, Satyricon sind nicht in Richtung Mainstream abgerutscht, auch wenn hier und da mit solchen Ausdrücken um sich geworfen wird. Man merkt den Jungs eindeutig die Liebe zum Metal an und kann keine Vegleiche zu langweiligen Six Feet Under oder Dimmu Borgir Alben ziehen.

Wer wirklich dreckigen Black'n'Roll hören will, dem sei "The Cult Of Goliath" von Darkthrone empfohlen, oder das eine oder andere Album von Ajatarra (z.b. "Äpäre").

Mal sehen, was diese Album für Auswirkungen hat...
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Audio CD
Ach, wie werden sich unsere sogenannten, ewig in der Vergangenheit verbleibenden "old school Black Metaller" über diese Scheibe entzürnen. BM Anhänger die sich spätestens seit "Rebel Extravaganza" nicht mehr mit Satyrs Musik idendifizieren bzw. anfreunden konnten sollten an dieser Stelle aufhören weiter zu lesen. (Ich komm mit den alten und den neuen Veröffentlichungen sehr gut aus!) Die Band hat immer ihren eigenen Pfad beschritten und befindet sich mit diesem Album auf gutem Wege, ihrem Ziel, und zwar die Erklimmung des Black Metal Olymp, wieder ein Stück näher zu kommen. Ein mächtiges Album, dass uns die 2 Norweger hier vorlegen: Es besitzt die Zähigkeit von Volcano gepaart mit rockigen Melodien, progressiven Parts und einer wahrlich "diabolischen" Atmosphäre. Satyr weiss ganz genau welches Feeling seine Songs haben müssen und setzt einzelne Elemente, wie zb. vereinzelte Trompeten, gezielt ein. Thema der Platte ist, wie man aus dem Titel unschwer erkennen kann, der Gehörnte selbst bzw. Okkultismus in gewollt primitiver und erschreckender Art. Songs wie "The rite of our cross" oder " To the mountains" sorgen für eine herrlich bedrohliche Weltuntergangsstimmung der man sich schwer zu entziehen weis. Frost besticht wieder mal durch seine Präzision und setzt seine Schläge genau dort an wo der Song sie braucht. "K.I.N.G" besticht durch seine Eingängigkeit und ist (Vergleichbar mit Fuel for Hatred vom Vulcano Album) der Mosh und Mitgrölsong auf der Platte. Eigentlich will ich hier nicht im einzelnen auf die Songs eingehen, da ich sie als Einheit sehe und in einem Stück genossen werden sollten.

Fazit: Für alle Satyricon Anhänger und für jeden der etwas für innovativen BM übrig hat, kann ich Now, Diabolical nur wärmstens ans Herz legen. So muss Black Metal 2006 klingen!

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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Hammer! 22. April 2006
Von muffy666
Format:Audio CD|Von Amazon bestätigter Kauf
Lange, sehr lange hats gedauert, daß Satyr (aka Sigurd Wongraven) und sein Parner in Crime, der Ultra-Drummer "Frost" das Studio geentert haben, um den Nachfolger zu Volcano einzuspielen.

Die Meisten wird daher die Frage interessieren, ob sich denn die Wartezeit auch gelohnt hat. Diese Frage ist ausdrücklich mit JA zu beantworten.

Fangen wir mit dem Sound an. Nachdem "Nemesis Divina" eher einen verwaschenen Gitarrensound und relativ stake Keyboards hatte, wichen diese auf "Rebel Extravaganza" zugunsten einer kalten, technisierten Atmosphäre. Auf "Volcano" wurde der Sound sehr trocken und puristisch gehalten und wirkte dadurch wesentlich organischer und wärmer. Diesen Weg haben Satyricon auf "Now, Diabolical" beibehalten und verfeinert. War "Nemesis Divina" soundtechnisch ein Barockschlößchen, so regiert hier die Strenge eines japanischen Zen-Klosters.

Keyboards werden selten und dann sehr effektiv eingesetzt, etwa im letzen Song. Die Gitarren haben ein recht warmen, natürlichen Klang und klingen eher nach (dreckigem) Rock als Black Metal, was aber ziemlich gut kommt.

Songwriterisch kann man den Großteil der Stücke mit "Fuel For Hatred" und "Possessed" vom Vorgängeralbum vergleichen. Die Songs sind recht kurz und basieren auf wenigen Riffs, die geschickt arrangiert wurden und so durch diese Konzentration maximale Wirkung entfalten. Auch wenn ich bereits den Begriff "Death N Roll" für Entombed und Co. bescheuert finde, so kann man hier den noch beknackteren Begriff "Black n Roll" fallen lassen, der ja auch im Zusammenhang mit Khold öfters gerne genommen wird. Khold ist auch ein gutes Stichwort im Zusammenhang mit dieser CD; gewisse Parallelen sind nicht zu überhören.

Los gehts sogleich mit dem Titeltrack "Now, Diabolical", dem insgesamt schnellsten Song des Albums. Blastbeat-Freunde sollten ihr Heil lieber in Frosts Zweitband 1349 suchen - auf dieser CD ist Trommel-Sperrfeuer Mangelwahre. Ein flotter Smasher mit gutem Refrain einem eindringlichen Slow-Motion Mittelteil. Gelungener Start.

Weiter gehts mit "K.I.N.G." (wer könnte nur damit gemeint sein?), einem guten Midtempo Stampfer, der tierisch groovt und von den sirrenden und zugleich druckvollen Gitarren lebt.

Hervorzuheben ist auch der nächste Song, "The Pentagram Burns". Im Mittelteil wartet eine echte Weltpremiere im Bereich harter Musik: Dynamik. Dynamik ist, auch mal das Tempo rauszunehmen, mal die Gitarre ausklingen lassen, den Beat relaxed zu zocken und sich nen Knoppers reinknallen. Der Teil versprüht echtes Jam-Session Feeling und man meint, einen dicken Kyuss-Joint gerochen zu haben. Ganz groß.

Damit nicht genug, auch "The Rite Of Our Cross" wartet mit einem ähnlichen Teil auf und endet "Black Lava"-Like mit einem redundanten Doom-Teil.

Insgesamt wird Abwechslung auf der CD verdammt groß geschrieben. Die Songs leben von eingängigen Strukturen und ungewöhnlichen Riffs und schaffen so den Spagat zwischen Experiment und Zugänglichkeit. So beginnt auch "Delirium" mit cleanen Tremolo-Gitarren und verhaltenem Drumming. Frost spielt unglaublich relaxt und locker, als würde er sonst Jazz spielen, sein Spiel ist versiert und sehr banddienlich. Er schafft es jeoch immer wieder kleine Finessen einzubauen, die beweisen, daß er definitiv zur Spitze gehört.

Den krönenden Abschluß bildet "To The Mountains", eine sehr getragene Nummer, die mit dissonanten Gitarrenflächen und geschickt eingesetzen Keyboards die spacigste der CD ist. Man hätte sich vielleicht noch ein oder zwei Stücke mehr in dieser Art gewünscht, aber man kann anhand des starken Materials sicher nicht meckern.

Das wichtigste ist, daß man der CD Zeit gibt und ihr fünf Durchläufe gönnt, bevor man eine Meinung bildet. Beim ersten Mal habe ich mir gesagt "das war ja nix!" Schon beim zweiten Mal sollte sich das grundlegend ändern. Auch wenn die CD vermeintlich unspektakulär startet, entfaltet sie eine ungeheure Langzeitwirkung, wie sie wirklich nur die ganz großen Alben haben.
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