Wer ernsthaft im Makrobereich fotografiert, der steht vor dem Problem, dass ein Fokussieren mit dem AF oder dem manuellen Fokus des Objektivs mehr schlecht als recht funktioniert. Mit jeder Drehung am Fokusring ändert sich schließlich auch der Abbildungsmaßstab. Hier kommen Makroschlitten zum Einsatz.
Der Castel Q ist als feinmechnisches Produkt alles andere als billig, das ist klar. Er ist aber jeden Cent wert. Im Vergleich zu Makroschlitten der 20 Euro-Klasse, die es zu Hauf im Web zu kaufen gibt, ein echtes Stück Qualität. Nie war der Satz "Ich bin zu arm, um billiges Zeug zu kaufen", wahrer als hier.
In der Realität kommt der Castel Q erheblich massiver, robuster und größer daher als ich nach den Fotos erwartet hätte. Dabei ist er sehr kompakt gebaut. Die Schiene ist äußerst verwindungssteif und verkraftet auch mehrere Kilo Belastung am langen Hebel problemlos. Der Schlitten lässt sich auch dann noch sehr feinfühlig verstellen.
Die Schnellwechsel-Klemmung ist prinzipiell arca-swiss kompatibel. Allerdings ist die Öffnung etwas knapp dimensioniert, so dass manche Arca-kompatible Platten wohl nicht ganz passen sollen. Mit meinem Kirk L-Winkel habe ich aber keine Probleme. Allerdings können alle Platten nur von der Seite eingeschoben werden. Von oben einsetzen klappt nicht. Das soll aber wohl so sein.