Im Stile eines Expressionisten des frühen 20. Jahrhunderts wendet sich Maksim Gundelach vor allem existenziellen Themen zu. Dabei wandelt er auf den Spuren Georg Trakls, denn ähnlich wie dessen schwermütige Gedichte handeln auch die meisten Gundelach-Werke vom Herbst und der Vergänglichkeit. Was aus den 'Novemberfunken' für mich letztendlich ein Fünf-Sterne-Buch macht, ist die Tatsache, dass sich beinahe jedes Gedicht und jede Kurzgeschichte sehr breit interpretieren lässt und zum Nachdenken anregt. Zugegeben: Der romantisch-melancholische Grundton ist nichts für die sonnige Sommerzeit, passt aber umso besser zur kalten Jahreshälfte, die man am besten vorm warmen Kamin verbringt.