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Novecento: Die Legende vom Ozeanpianisten [Gebundene Ausgabe]

Alessandro Baricco , Erika Cristiani
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (17 Kundenrezensionen)

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Kurzbeschreibung

2001
Eine wundervolle Erzählung des italienischen Bestsellerautors Alessandro Baricco: die Geschichte des Pianisten Novecento, der im Jahr 1900 auf einem Ozeandampfer geboren wird und ihn nie mehr verläßt. »Wer hinter diesen Worten die Musik nicht hört, muß taub geboren sein«, schrieb Martin Mosebach über »Novecento« in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 83 Seiten
  • Verlag: Piper (2001)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3492043208
  • ISBN-13: 978-3492043205
  • Größe und/oder Gewicht: 19,6 x 12,3 x 1,7 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (17 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 634.940 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Wer hinter diesen Worten die Musik nicht hört, muss taub geboren sein ..." (Martin Mosebach, Frankfurter Allgemeinen Zeitung).

Rezension

Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)

Novecento
OT Novecento. Un monologoOA 1994 DE 1999 Form Roman Epoche Moderne
Alessandro Bariccos Legende vom Ozeanpianisten (so der deutsche Untertitel) mit dem eigentümlichen Namen Novecento schwebt zwischen romanhafter Erzählung und szenischem Monolog.
Entstehung: Ursprünglich hatte Baricco seinen Text als Theater-Monolog für den Schauspieler Eugenio Allegri (* 1956) und den Regisseur Gabriele Vacis (* 1955) verfasst. Das Ein-Mann-Stück wurde zuerst im Juli 1994 bei einem Fes-tival in Asti aufgeführt. Erst danach entstand die Buch-Fassung, die für den Autor das »Gleichgewicht hält« zwischen einer »tatsächlichen Inszenierung« und einer »Erzählung, die laut zu lesen ist«.
Inhalt: Die »Virginian« ist ein luxuriöser Ozeandampfer, der zwischen Alter und Neuer Welt hin- und herpendelt. Im Jahr 1900 wird auf dem Klavier im Ballsaal erster Klasse ein Baby gefunden, das offenbar von Auswanderern nach Amerika ausgesetzt wurde. Der Matrose Danny Boodman zieht das Kind im Maschinenraum groß und gibt ihm den Namen Novecento (Neunzehnhundert). Als sein Ziehvater stirbt, entpuppt sich Novecento als genialer Musiker, der fortan als Pianist der Bordkapelle zu einer Legende wird. Als hätte er vier Hände, spielt er seine Musik, in der »alle Melodien der Welt« auf einmal enthalten sind. Sowohl die Tanzpartys der Reichen als auch die unter Deck zusammengepferchten Armen bekommen ihn zu hören. Doch in der offiziellen Welt existiert Novecento gar nicht; er hat weder Wohnsitz noch Geburtsdatum, Familie oder Heimat. Nie verlässt er das Schiff, auf dem er geboren wurde. Dennoch scheint er das Festland bis in seine Details zu kennen. Mit einem sensiblen Gespür nimmt er die Erzählungen, Gerüche und Blicke der Reisenden auf und setzt sie in Musik um.
Novecento wird so zur Metapher für die Lebensreise und Heimatlosigkeit des modernen Menschen. Vor allem aber zeichnet der Text ein poetisches Bild des Künstlers in seiner Weltangst. Auch als die »Virginian« im Zweiten Weltkrieg zum Lazarettschiff umgerüstet wird und anschließend verschrottet werden soll, hält Novecento ihr die Treue. Erst am Ende des Romans erfährt man, warum er nie von Bord gegangen ist: Im Unterschied zum Mikrokosmos seines Klaviers mit den 88 Tasten schien ihm die vielfältige Welt in ihrer Unendlichkeit Furcht einflößend; dieser äußeren zog er seine innere Unendlichkeit vor.
Aufbau: Die Geschichte wird von einem Freund Novecentos vorgetragen. Als Trompeter hatte er gemeinsam mit ihm zwischen 1927 und 1933 auf der »Virginian« musiziert. Er erzählt aus der Rückschau, wie Novecento gefunden wurde und zur bewunderten Legende aufstieg. Nach dem Krieg, als der Trompeter von der geplanten Sprengung des Schiffs erfährt, kehrt er zurück, um seinen Freund zu suchen. In der letzten Szene sitzt der Ozeanpianist auf einem Pulverfass, mit dem das heruntergekommene Schiff versenkt werden soll. Durch Regieanweisungen zeigt Baricco an, welche Musik die einzelnen Textpassagen begleiten soll.
Wirkung: Novecento ist an mehreren europäischen Bühnen aufgeführt worden. Zu seiner internationalen Bekanntheit hat jedoch vor allem die Verfilmung des Stoffs durch Giuseppe Tornatore von 1999 beigetragen (mit Tim Roth in der Titelrolle); allerdings zog sich der Film die Kritik zu, den Text von Baricco in ein nahezu kitschiges Fin-de-Siècle-Melodrama verwandelt zu haben. J. V.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen hervorragende Hörbuchversion 23. August 2000
Von Ein Kunde
Format:Audio CD
Endlich als Hörbuch: "Novecento" von Alessandro Baricco Alessandro Baricco hat als Autor die einzigartige Gabe, seine Leser / Hörer von Anfang an in seinen Bann zu ziehen. Seine weltweit riesige, sich ständig vergrößernde Fangemeinde ist der beste Beweis für sein erzählerisches Talent. Mit "Novecento. Die Legende vom Ozeanpianisten" (als Hörbuch bei steinbach sprechende bücher) ist ihm eine unglaublich elegante, mitreißende Novelle gelungen, die - mittlerweile auch verfilmt - in einen eigenen, geschlossenen Mikrokosmos entführt: auf einen luxuriösen Atlantik-Ozeandampfer. Man schreibt das Jahr 1900. Matrosen finden auf dem Luxusliner ein ausgesetztes Baby und sie geben ihm den Namen seines Geburtsjahres: Novecento. Nie wird er "sein" Schiff verlassen und ganz selbstverständlich pendelt er mit dem Ozeanriesen zwischen Neuer und Alter Welt. Trotzdem bringt er es zu Berühmtheit über die Grenzen des Schiffes hinaus, denn sein Klavierspiel verzaubert die Menschen: Auf der Reise durch die Geschichte unseres letzten Jahrhunderts, swingt und jazzt es an Bord des Dampfers in nie gehörten Tonfolgen: Die Geschichte von "Novecento" klingt wie das Lied von der Reise ohne Ankunft und wie Freundschaftsmelodien mit melancholischem Unterton. Gelesen von Friedrich Schoenfelder wird die Audio-Version zu einem vollkommenen Hörgenuss: Die Sprache knistert leidenschaftlich und der Übergang von Prosa zu Poesie scheint fließend.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Novecento - eine bezaubernde Geschichte von einem Kind auf hoher See, das sich so an seine Umgebung anpasst, dass es eher landkrank als seekrank wird - und daran zugrunde geht. Barrico beschreibt in Monologform den Werdegang vom Ozeanpianisten, einem Tastengenie, dem nicht einmal die großen Meister des Pianojazz das Wasser reichen können. Wie schon in 'Seide' lässt der Autor mit einer unbeschreiblichen Leichtigkeit die Geschichte von Anfang bis zum Ende fließen - obgleich man meinen könnte, der Dialog fehle bei einem alleinigen Geschichteerzähler, ist es genau umgekehrt - durch die Erinnerung des Erzählers erstrahlt der Bericht in neuem Glanz und man könnte glauben, es wäre erst gestern gewesen, als Novecento mit seinem Klavier die Wellen bespielt. Die Handlung ist schnell erzählt und lädt doch zum immer wieder lesen ein: Ein Kind wird auf einem Schiff ausgesetzt, von einem Heizer auf einem Kreuzfahrtschiff gefunden und wächst von da an dort auf - da der neue Vater fürchtet, man nehme ihm das Kind weg, sollte man herausfinden, daß es nicht ihm gehört, lässt er es von da an auf dem Schiff und somit bekommt Novecento (ital. für 1900 - das Jahr der Geburt des Kindes) Zeit seines Lebens keinen festen Boden mehr unter seine Füße. Die Abenteuer, die darauf folgen, werden von einem Musiker, der sich für lange Zeit an Bord befindet, wiedererzählt und aus seiner Perspektive in eine packende Geschichte verwandelt. Durch die einfühlsame Erzählung und die Form des inneren Monologes auf einer Theaterbühne hat Alessandro Barrico ein Werk geschaffen, welches einem träumen lässt und zugleich zu denken gibt: Die Welt in die wir hineingeboren werden, ist uns doch ein Leben lang am vertrautesten, und die Akzeptanz für Neues sinkt mit fortschreitendem Alter - sei es jetzt eine Stadt, ein Dorf - oder ein Schiff.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Christian Bleis VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Taschenbuch
Ein kleines Wunder, dieses Büchlein, das nicht mal ganze 70, recht kleine Seiten umfasst. Baricco selbst konnte sich nicht entscheiden, was es eigentlich ist. Er schwankte zwischen einem Bühnenstück (es gibt auch kleine Regieanweisungen das Bühnenbild bzw. die Schauspieler betreffend) und einer laut zu lesenden Erzählung.

Sei es wie es sei. Es ist auf jeden Fall eine schöne Geschichte, die innerhalb von zwei Stunden gelesen ist, aber über deren Sätze und Interpretation man noch lange nachdenken kann. Beispielsweise gelingt es Baricco auf 2 Seiten (S.55 f. "Rums") wunderbar den Bruch im Leben sehr amüsant als Zwiegespräch zwischen Bild und Nagel zu beschreiben. ("Rums" ist ähnlich zu sehen, wie der von Roger Willemsen in einem ganzen Buch beschriebene "Knacks").

Ein stilistisch sehr schön geschriebenes Märchen vom späteren Autor des Weltbestsellers Seide".
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4.0 von 5 Sternen Mikrokosmos für einen Virtuosen
Novecento" ist eine originelle, sehr tiefgehende Geschichte mit sehr vielen Ansätzen zum Nachdenken und Philosophieren. Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von Jörg Wolter veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Seit langem mein Lieblingsbuch!
Tolle Story, schön geschrieben. Einfach eine schöne Geschichte die zum Nachdenken über das Leben anregt und ein Buch dass glücklich macht.
Vor 5 Monaten von Andreas Post veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Kurzweilig und wunderbar
Wer kurzweilige Literatur mag, ist hier genau richtig. Novecento hat eine Art zu erzählen, die fesselt und die Flügel der Fantasie tragen jeden Leser direkt in die Welt... Lesen Sie weiter...
Vor 7 Monaten von Dr. Bernd Prasuhn veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Eine ungewöhnliche Geschichte, über einen...
T. D. Lemon Novencento wird als Baby auf dem Ozeandampfer Virginian ausgesetzt. Die Mannschaft behält das Baby bei sich, und so wird aus dem Baby ein Kind und später ein... Lesen Sie weiter...
Vor 14 Monaten von SabrinaK1985 veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Ein wundervolles Buch..
..spannend und einfühlsam zugleich!
sehr interessant die Beschreibung der Reisenden der unterschiedlichen Klassen. Lesen Sie weiter...
Vor 15 Monaten von Christine Novotny, Dipl.Mentaltrainerin u.Coach, c.n.lebensfreude@telering.at veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen schönes buch
wiederum ein melancholisch, poetisches büchlein vom italienischen autor baricco. eine huldigung an das meer, wie es immer wieder thema in seinen büchern ist. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 1. September 2009 von esc
4.0 von 5 Sternen Mut zur Melancholie
Mehr unbewusst habe ich mir das Hörbuch von Alessandro Bariccos "Novecento" als Bettlektüre vorgenommen und anfangs hatte ich die Schwierigkeit, dass ich sofort... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 24. Februar 2009 von Knuddelschnuff
4.0 von 5 Sternen Auch mal neue Autoren ausprobieren
Mit diesem Buch machten wir ein Projekt mit unserem Deutschleistungskurs. Jeder Schüler sollte in einer Szene Regie führen und in mehreren Szenen spielen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 13. Februar 2009 von A. Franzen
2.0 von 5 Sternen hätte mir mehr erwartet
Der Abriss auf dem Buchrücken und die vielen Kommentare die das Buch als so wundervoll bezeichnen haben meine Neugierde geweckt und meine Erwartungen dementsprechend hoch... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 14. August 2007 von Ulli
5.0 von 5 Sternen Oberflächen- und Tiefenstruktur
Die italienische Zahl novecento heißt 1900, das weiß man ja. Aber aus der Kunstgeschichte wissen wir auch, was z.B. cinquecento heißt: 16. Jahrhundert. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 14. Juli 2007 von Jon Jes
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