Angeregt von einer CD Vorstellung in Audio, hörte ich mir Xavier de Maistres '"Notte Veneziana"' CD an. Der erste spontane Eindruck war ' die Harfe klingt matt, das Ensamble ist zu laut und übertönt die Harfe - z. B. in Track Nr. 3. Als Tontechniker reagiere ich sehr empfindlich auf so was. An der Stelle mochte ich nicht mehr weiter hören, dennoch überwog die Neugierde und ich hörte alle Tracks durch. Das der Musiker exzellent spielen kann ist keine Frage, aber der Harfenklang und vor allem die Qualität der Tonaufnahmen ist für meine Ohren alles andere als empfehlenswert.
Ich holte aus meiner über 600 CDs umfassenden Sammlung die erste Harfen CD die mir in die Finger kam '"'Unchain My Harp"' von und mit Rüdiger Oppermann. Da ging es mir einfach um den Harfenklang. Siehe da, es kann doch richtig schön klingen. Also, meine Ohren sind noch in Ordnung. Als Gitarrist weiß ich natürlich, Gitarre ist nicht gleich Gitarre und dasselbe gilt auch für die Harfen. Ich hörte mir danach auch die "'Hommage a Haydn"' von Xavier de Maistre an. Nun, seine Harfe scheint an sich einfach einen anderen Klang zu haben als jene von Oppermann, der für meine Ohren zu dumpf daher kommt. Aber diese Tonaufnahmen sind von einer anderen, besseren tontechnischen Aufnahmequalität als das Ritschratsch auf der '"Notte Veneziana"' CD. Auf dieser ist bei Track 15 ein so seltsames Gesumse, als ob da irgendetwas mitschwingt, was besser nicht mitschwingen sollte.
Wie auch immer, ich empfinde diese Produktion in keinster Weise empfehlenswert trotz des spielerischen Könnens von Xavier de Maistre. Meine Empfehlung: Möge sich jeder die Hörbeispiele genau anhören und selber entscheiden, ob das was zu hören ist, dem eigenen Geschmack und Ansprüchen genügt und den Preis wert ist.