![]() Gutschein erhalten
Tauschen Sie jetzt Notizbuch eines Schriftstellers gegen einen Amazon-Gutschein in Höhe von EUR 2,20 ein - einlösbar für Tausende von Artikeln bei Amazon.de. Entdecken Sie mehr eintauschbare Bücher im Bücher Trade-In Shop. Bitte beachten Sie die Teilnahmebedingungen.
|
Produktinformation
|
Vorgeschlagene Tags zu ähnlichen Produkten(Was ist das?)Setzen Sie den ersten relevanten Tag hinzu (ein Schlüsselwort, das mit diesem Produkt in engem Zusammenhang steht).
|
|
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel:
|
||||||||||||||||||||||
|
Die hilfreichsten Kundenrezensionen
11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Ein Autor und Gentleman,
Von
Rezension bezieht sich auf: Notizbuch eines Schriftstellers (Gebundene Ausgabe)
Zeit seines Lebens hat Somerset Maugham ein Journal, eine Art Tagebuch geführt, in das er eintrug, was ihm auffiel. Landschaftsbeschreibungen, Menschen, Bücher und philosophische Erörterungen finden dort Platz.Vor allem aber waren es Fingerübungen und Notizen. Er beschrieb, was er sah und er beschrieb es immer besser. Wer sein Notizbuch liest, begreift, warum er zu einem der meistgelesenen englischen Autoren wurde. Dabei hat der Text durchaus Längen. Vor allem am Anfang, in den ersten Jahren, finden sich weniger Beschreibungen, dafür um so mehr Pauschalurteile, philosophische Betrachtungen über die Literatur "der" Franzosen, "der" Russen, etc., Dinge, die heute längst Patina angesetzt haben. Aber dieses Buch muss man nicht von Anfang bis Ende lesen, das ist der Vorteil. Man kann mit großem Gewinn darin blättern und plötzlich findet man eine Stelle, an der man sich festliest und wacht fünfzig Seiten später wieder auf. Denn Maugham kann seine Leser fesseln. Vor allem, wenn er einzelne Personen beschreibt, denen er auf seinen zahlreichen Reisen begegnete, wenn er Schicksale kurz, aber unglaublich prägnant zusammenfasst, dann läuft er zu Hochform auf. Diese Stellen sind es, die das Buch für jeden, der sich für Literatur interessiert, so wertvoll machen. Und insbesondere für jeden, der selbst schreibt oder schreiben möchte. Zeit seines Lebens war Maugham ein Autor, der unterhalten wollte. Nicht nur - seine Texte bieten sehr viel mehr als Unterhaltung -, aber er zählte nicht zu den Literaten, die verächtlich auf Unterhaltungsliteratur herabblickten. Im Gegenteil. Er war ein großer Freund von Kriminalromanen und in seinen Journalen findet sich manchmal interessant über das Schreiben: "Man nimmt Stilprobleme viel zu wichtig. Man versucht besser zu schreiben. [...] Man rackert sich verzweifelt ab. Und doch bleibt die Tatsache bestehen, dass die vier größten Schriftsteller, die es je gegeben hat - Balzac, Dickens, Tolstoi und Dostojewski - in ihrer jeweiligen Sprache sehr nachlässig schrieben." Dennoch sollte man von den Notizen keine Schreibanleitung erwarten. Dazu wurden sie nicht geführt. Maugham hielt hier fest, was ihn faszinierte und manches hat er später in seinen Erzählungen oder Romanen verarbeitet. Über das Handwerk des Schreibens selbst findet sich wenig, um so mehr darüber, wie genau er seine Umgebung beobachtete, wie scharf er hinter die Kulissen der Menschen schaute und vor allem: Wie gut er Ereignisse und Lebensläufe zu kondensieren verstand. In wenigen Sätzen konnte er ein ganzes Leben zusammenfassen, auf das, was (möglicherweise) der Keim einer Geschichte sein konnte. Überraschend ist, wiewenig Zeitgeschichte sich in den Notizen findet. Der gleiche Autor, der sich so für einzelne Menschen interessierte, schien kaum für den Lauf der Weltgeschichte zu verfolgen. Jedenfalls findet sich in den Notizen so gut wie gar nichts über die beiden Weltkriege, deren Zeitzeuge er war. Dabei war er im ersten sogar als englischer Agent in Russland tätig. Dem Buch ist ein sehr langer (und meiner Ansicht nach langatmiger) Essay über Maugham mit über 90 Seiten vorangestellt. Ich gestehe, ich habe das nicht zu Ende gelesen, weil ich den Eindruck hatte, dass Maughams Notizen mehr über ihn verraten, als dieser Essay - und sich vor allem weit besser lesen lassen. Fazit: Sicher kein Buch für jedermann, aber für jeden Literaturbegeisterten und vor allem für jeden, der selbst schreibt oder schreiben möchte. (C) Hans Peter Roentgen Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
12 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Notizen ohne Ausweg.,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Notizbuch eines Schriftstellers (Gebundene Ausgabe)
Bereits im Alter von zehn Jahren hatte William Somerset Maugham Vater und Mutter verloren, seine Mutter starb an Tuberkulose, sein Vater an Krebs. Geboren wurde er in Paris, sein Vater war Anwalt in britischen Diensten. Nach dem Tod der Eltern kam der Autor zu Verwandten in England, dort mußte er erst einmal richtig Englisch lernen. Diese frühen prägenden Erfahrungen sind nachzulesen im weitestgehend autobiographischen Roman "Des Menschen Hörigkeit". Mit diesem Roman schaffte Maugham den Durchbruch, vorher war er als Theaterschriftsteller sehr erfolgreich; seine Stücke gehörten im London der Jahrhundertwende zum Standardrepertoire. Maugham studierte Philosophie und Medizin in London und Heideberg, später arbeitete er als Gynäkologe und Geburtshelfer in London. Maugham hielt sich selber für unansehnlich, ja häßlich. Das machte ihn zynisch und oft arrogant. Zur Zeit der russischen Revolution ist Maugham im Auftrag der britischen Regierung zu Spionagezwecken in St. Petersburg. Während seines ganzen Schriftsteller-lebens führte Maugham ein Notizbuch, kein Tagebuch, mehr ein Ideenbuch für zukünftige Bücher. 1949 sichtete er seine Aufzeichnungen und daraus entstand das "Notizbuch eines Schriftstellers". Zu finden sind hier scharfe sezierende Miniaturen, Aphorismen, kurze Erinnerungen, vergleichbar dem Ideenbuch von Jules Renard, nur nicht ganz so poetisch und gefühlsbeladen. Wer also die Wahrheit ohne Verkleidung lesen will, dem sei dieses Buch empfohlen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
2 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
The Writer's Notebook,
Von
Rezension bezieht sich auf: Notizbuch eines Schriftstellers (Gebundene Ausgabe)
W. Somerset Maugham sichtete für "Notizbuch eines Schriftstellers" im Jahr 1949 seine Notizbücher und stellte eine Zusammenstellung der Jahre 1892 bis 1944 her, teilweise versehen mit Bemerkungen. Dabei handelt es sich um sehr hetegorene Notizen, weshalb dem Buch der rote Faden abgeht und weshalb das Buch nur schwer lesbar ist. Einer Notiz folgt eine ganz andere, mit einem völlig verschiedenem Thema. Unter den Mosaikteilchen sind sicher ein paar kleine Juwelen zu finden, aber insgesamt ist das Buch eher langweilig, nur für Fans oder Anglistikstudenten von Interesse. Das Buch erhält insbesondere viele kleine Miniaturen, worin er Personen beschreibt, die er in der ganzen Welt getroffen hat. So sicherte sich Maugham ein Personenmaterial, das er für spätere Erzählungen und Romane gebrauchen konnte. Die Notizen bis 1914 kann man getrost vergessen, viel Pseudo-Philosophie. Interessant ist das Jahr 1916, wo er relativ ausführlich über Hawaii und die Südsee schreibt. 1917 war Maugham als Geheimagent in Russland. Er beschreibt allerdings nur wenig die dortigen Verhältnisse, sonder schreibt lieber über russische Literatur. Interessant ist auch das Jahr 1938, wo er über Indien schreibt.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel: Eigene Rezension erstellen
|
|
|
Das Forum zu diesem Produkt
Fragen stellen, Meinungen austauschen, Einblicke gewinnen Aktive Diskussionen in ähnlichen Foren
Kundendiskussionen durchsuchen
|
Ähnliche Foren
|
||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
|
|