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Nothing to be Frightened of [Englisch] [Taschenbuch]

Julian Barnes
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 250 Seiten
  • Verlag: Vintage, London (5. März 2009)
  • Sprache: Englisch
  • ISBN-10: 0099523744
  • ISBN-13: 978-0099523741
  • Größe und/oder Gewicht: 13,1 x 1,6 x 19,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 11.091 in Englische Bücher (Siehe Top 100 in Englische Bücher)

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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Julian Barnes betont: das ist keine Autobiographie! NOTHING TO BE FRIGHTENED OF ist eine unsentimentale Erinnerung an seine Familie und Kindheit.

Synopsis

'I don't believe in God, but I miss Him'. Julian Barnes' new book is, among many things, a family memoir, an exchange with his brother (a philosopher), a meditation on mortality and the fear of death, a celebration of art, an argument with and about God, and a homage to the French writer Jules Renard. Though he warns us that 'this is not my autobiography', the result is a tour of the mind of one of our most brilliant writers. When Angela Carter reviewed Barnes' first novel, "Metroland", she praised the mature way he wrote about death. Now, nearly thirty years later, he returns to the subject in a wise , funny and constantly surprising book, which defies category and classification - except as Barnesian.

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19 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
"I don't believe in God, but I miss him." So lautet der erste Satz dieses halb autobiographischen, halb essayistisch-philosophischen Buches, das im weitesten Sinn um das Thema Tod und Sterben kreist. Wer sich mit der Frage nach der eigenen Vergänglichkeit beschäftigen will, wird die Lektüre dieses Buches als lohnend empfinden. Julian Barnes ist ein postmoderner Atheist und bietet keinen religiösen Trost an. Dennoch ist er für die - in seinen Augen freilich sehr unwahrscheinliche - Möglichkeit offen, dass es vielleicht doch einen Gott geben könnte; dieser wenig dogmatische, tolerante Atheismus unterscheidet Julian Barnes auf angenehme Weise von Richard Dawkins. (Was ihn mit Dawkins allerdings verbindet, ist der trockene britische Humor, mit dem er sein Thema angeht).
Barnes schreibt von seiner Kindheit, den Erinnerungen an Eltern und Großeltern und an ihr Sterben. Er breitet auch seine Lesefrüchte aus - viele davon aus der französischen Literatur. Dabei schaut er sich sowohl an, was verschiedene Autoren und Philosophen über den Tod gesagt und geschrieben haben, als auch wie sie sich in ihrer Sterbestunde verhalten haben. Postmoderne Identitätsvorstellungen spielen ebenfalls eine wichtige Rolle. Wenn es eigentlich kein Ich gibt - um was trauere "ich" dann eigentlich, wenn "ich" sterbe?
Man wird nicht jeder von Barnes' Ideen zustimmen - doch sind seine Gedanken so vielfältig, so wenig dogmatisch, so verspielt-facettenreich, dass das Buch Reflexionsprozesse anstoßen wird; darin ist es ungeheuer gewinnbringend.
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Michael Dienstbier TOP 500 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Was unterscheidet uns Menschen von allen anderen Lebewesen auf diesem Planeten? Nur wir sind im Gegensatz zu Hund, Katze, Maus etc.pp. dazu in der Lage, in Kategorien wie Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zu denken. Daraus ergibt sich unweigerlich, dass jeder von uns weiß oder zumindestens wissen sollte, dass ihn eines Tages das Zeitliche segnen wird. Doch da wir schlechterdings nicht fähig sind uns das Nichts vorzustellen, sind wir zu wahren Meistern geworden, in unserem Alltag die Allgegenwärtigkeit des Todes zu verdrängen. Im Grunde genommen dient ein Großteil der menschlichen Kultur nur diesem einen Zweck. Die Religionen dieser Welt sind im Kern nichts anderes als Trostspendekonstrukte, die die Angst vor dem Tod nehmen sollen. Selbiges gilt auch für einen Großteil der abendländischen Philosophie, die und das richtige Leben lehren will, um dem Tod gelassen entgegen gehen zu können. In seinem neuen Roman "Nothing to be frightened of" widmet sich Julian Barnes auf seine eigene und im besten Sinne höchst englische Art und Weise diesem Thema. Mit viel Witz, Ironie und doch zutiefst ernsthaft unternimmt Barnes eine Reise durch seine eigene Familiengeschichte und versucht unter Berücksichtigung der geläufigsten religiösen und säkularen Antworten auf die Endlichkeit der menschlichen Existenz seinen Frieden mit Gevatter Tod zu machen.

"People say of death, 'There's nothing to be frightened of.' They say it quickly, casually. Now let's say it again, slowly with re-emphasis. 'There's NOTHING to be frightened of'" (99). Im Titel des Romans befindet sich der Grund, warum der Tod für uns so etwas Unvorstellbares darstellt. Wir können uns nicht das Nichts vorstellen, geschweige denn, eine Ewigkeit in diesem Nichts verbringen zu müssen. Die Hinwendung zu Gott ist für den Atheisten Barnes kein Ausweg. Im ersten Satz des Romans bringt er diese Einstellung sehr schön zum Ausdruck: "I don't believe in God, but I miss Him" (1). Wer möchte sich nicht gerne in die Arme einer allwissenden Sinnstiftungsmaschine flüchten, die eine Antwort auf alles hat. Barnes jedoch hält es eher mit Montaigne, der in seinen bis heute faszinierenden Essais seine Philosophie selbst mit einem Zitat Ciceros umschreibt: "To be a philosopher is to learn how to die" (39). Dahinter steht der Gedanke, dass ein zufrieden gelebtes Leben die beste Vorbereitung auf den eigenen Tod ist: "If you teach someone how to die die, then you teach them how to live" (41).

Der Roman ist jedoch mehr ist jedoch mehr als eine Einführung in die Todesthematik aus philosophischer Perspektive, auch wenn dies mit solch einer Leichtig- und Zugänglichkeit passiert, dass man gleich zu den Originaltexten greifen möchte. Zu den bemerkenswertesten Stellen gehören Barnes Beschreibungen des Sterbens seiner Eltern sowie sein Umgang damit. Gerade in diesen Passagen beeindruckt der Roman mit dieser Mischung aus leichter Ironie und tiefer Ernsthaftigkeit.

"I would expect a dying person to be an unreliable narrator, because what is useful to us generally conflicts with is true, and what is useful at that time is a sense of having lived to some purpose, and according to some comprehensible plot" (190). So gesehen ist ein menschliches Leben durchaus vergleichbar mit einem Roman: Aus vielen unzusammenhängenden Episoden entsteht im Rahmen einer Erzählung die Illusion einer in sich stimmigen Gesamtkonstruktion mit Einleitung, Hauptteil und Schluss, die einen Sinn ergibt. Einen Sinn, den wir all verzweifelt zu finden versuchen.

Fazit: Ein zutiefst unterhaltsames, anspruchsvolles und bewegendes Lesevergnügen. Barnes Roman hat alles, was gute Literatur ausmacht. Unbedingt lesen!!
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch|Von Amazon bestätigter Kauf
Ich liebe Julian Barnes. Und daher liebe ich dieses Buch besonders, in dem er sehr persönlich mit dem Begriff Tod, mit seiner Furcht davor und wie er sie zu meistern versucht, umgeht. Und wie andere, sein Philosophen-Bruder z.B. oder andere Schriftsteller, sich zu diesem Thema äußern. Was überhaupt nicht stimmt ist die Behauptung auf dem Cover, es wäre ein lustiges Buch. Leicht zynisch und selbstkritisch wie immer schafft er es, ohne weinerlich oder pathetisch zu werden, die ewige Endfrage ein bisschen weniger schwer sein zu lassen. Grandios! Sollte jeder gelesen haben.
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