Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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19 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Eigentlich recht enttäuschend..., 21. November 2009
Ich habe mir das Buch aufgrund einer Empfehlung in 'Spiegel-Online' gekauft. nun, da ich es innerhalb kürzester Zeit ausgelesen habe, frage ich mich, warum die Spiegel-Redaktion es nötig hat, aus der Fülle guter und sicher auch lustiger Bücher dieses zu wählen, um es vorzustellen.
Denn das komische Potential, dass in dem Erlebnis steckt, als Amerikaner in Deutschland zu leben, wird hier nicht annähernd ausgeschöpft. Obwohl der Autor beteuert, überall in Deutschland gewesen zu sein, kommt er mit ermüdender Hartnäckigkeit auf Bayern - das Oktoberfest, die Institution des Biergartens und das Hofbräuhaus - zurück. Anscheinend hinterläßt eine Erziehung in den USA in dieser Hinsicht ein Trauma - wenn man Bier mag.
Lustig ist es trotzdem hier und da. Die Erlebnisse zur schwäbischen Kehrwoche können sicher sehr viele - auch Deutsche - so nachvollziehen, die sich einmal nach Schwaben getraut haben. Auch die Einblicke in die Psyche des 'typischen Deutschen' - zumindest wie es sich John Madison vorstellt - waren recht unterhaltsam. Wenn auch sehr klischeehaft.
Gekonnt fand ich die Einwürfe des Übersetzers, der den Autoren hier und da hinsichtlich seiner Faktenwahrnehmung korrigiert hat.
Einen unguten Geschmack hatte das Buch für mich immer dann, wenn der Autor mit der Ignoranz und Dummheit seines eigenen Volkes kokettiert - für meinen Geschmack viel zu oft -, sowie dann, wenn er versucht, den Mangel an Verfügbarkeit brillanter amerikanischer Erfindungen, die die Welt nicht braucht (Root Beer, Käse aus der Spraydose?), als Mangel am Gastland darzustellen.
Und der Anhang - Fragen aus Google zu 'seinem' Thema mit Anworten des Autoren - ist zu 90 % kompletter Schwachsinn. Nur drin, damit das Manuskript Buchstärke erreicht.
Unterm Strich bleibt ein nur teilweise amüsantes, aber eigentlich recht überflüssiges Buch, das in alle Richtungen alle gewünschten Klischees bedient und - für mich - die Erkenntnis, in Zukunft die Buchempfehlungen von 'Spiegel-Online' sehr viel kritischer zu hinterfragen.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
Sehr oberflächlich! Es gibt Besseres!, 31. Dezember 2009
Leider bestätigt der Autor mit diesem Themensammelsurium zum Leben in Deutschland hauptsächlich ein weit verbreitetes Vorurteil gegenüber Amerikanern, nämlich dass sie oberflächlich und selbstbezogen sind. Schon der der Übersetzer fühlt sich befleissigt, mittels Fußnoten korrigierend einzugreifen, um das ganze "Werk" nicht zur Farce werden zu lassen.
Es ist offensichtlich, dass sich Mr. Madisons internationale "Erfahrung" auf seinen Aufenthalt in Deutschland beschränkt. Das führt dazu, dass Dinge, die in ganz Europa normal sind, als (ur-)deutsches Phänomen dargestellt werden - und das wirkt sehr seltsam.
Die unreflektierte Darstellung bestimmter Dinge in den USA geht einem schon nach kurzer Zeit auf die Nerven. Beispiel: Es wird vom Autor in (deutscher) Erbsenzählermanier vorgerechnet, wieviel Zeit die Deutschen dadurch verschwenden, dass sie an der Tankstelle zum Zahlen zur Kasse gehen müssen und nicht direkt mit Karte am Automaten zahlen können. Dass dies in den USA trotz vorhandener Vorrichtungen meist nicht funktioniert, weil entweder kaputt, ein Höchstbetrag voreingestellt oder man sich vorher die Zapfsäule trotzdem freigeben lassen muss, ist leider nicht erwähnt. Der Erkenntnisgewinn hält sich also in sehr engen Grenzen -schade, aber es gibt besseres!
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
Peinliches Buch. Ein Fall von Fremdschämen, 6. Januar 2010
Ein wenig über sich selbst und die eigenen Merkwürdigkeiten zu lachen tut gut, denke ich mir. So gedacht, Buch bestellt. -- Was finde ich vor? Es ist der Blick eines Pubertierenden auf "deutsche Seltsamkeiten". Der Bub ist vielleicht einfach zu jung oder zu beschränkt, um Kultur und Verhaltensweisen einer anderen Nation halbwegs ganzheitlich verstehen zu können. Er phantasiert sich so eine Milchbubi-Sicht auf "deutche Seltsamkeiten" zusammen gespickt mit ein paar Plattitüden, die man aus der ersten Schulklasse Englisch schon von seinem Englischlehrer und den dazugehörigen Büchern kennt.
Ich kann über mich und die "Seltsamkeiten" meines Volkes lachen, wenn ich mich erkannt fühle und merke da hat jemand ins Schwarze getroffen und Zusammenhänge erkannt. -- Dieses Buch ist Gähn-langweilig, weil der Autor leider wenig begreift und nie ins Schwarze trifft...- Ein Fall für Fremdschämen.
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