Hinter Gefängnismauern nimmt Johann an einer Gruppentherapie teilt. Er spricht widerwillig über seine Tat, die ihn hierher brachte. Auch nach Jahren fühlt er sich als Justizopfer, weil seine Mutter damals vor Gericht nicht aussagte. Nun tagt wieder eine Kommission, die über Johann's Freilassung oder seine weitere Sicherheitsverwahrung entscheidet.
Nach erneuter Ablehnung seiner Freilassung flieht Johann gemeinsam mit einem Mitgefangenen und einer Geisel aus dem Gefängnis. Bald trennt man sich und Johann's Weg führt zu seiner Großmutter. Hier erfährt er vom Aufenthalt seiner Mutter in Belgien und stiehlt ein Auto. Als die Polizei ihm zu nahe rückt, nimmt Johamm spontan eine Schülerin als Geisel und fährt mit ihr nach Belgien um seine Mutter zur Rede zu stellen. Um die Schülerin nicht zu gefährden, bleibt die Polizei auf Abstand und verliert zeitweilig sogar Johann's Spur. Johann findet seine Mutter, doch das anschließende Gespräch führt nicht zum gewünschten Erfolg. Frustriert fährt Johann mit seiner Geisel zurück in die Niederlande und verspricht ihr, sie an dem Ort ihrer Gefangennahme freizulassen.
Der Blickwinkel der Erzählung lässt für den Zuschauer und die Geisel, den Protagonisten in einem positiven Licht erscheinen. Zwar schreckt er vor Gewalt und Eigentumsdelikten nicht zurück, aber immer unter dem guten Zweck, seine Unschuld zu beweisen. Die Odyssee endet an ihrem Ausgangspunkt, an dem Punkt wo Johann's wahre Seele ruht. Die Geschichte ist ausgezeichnet in Szenen gesetzt und generiert ansteigend Spannung. Regie und Schauspieler leisten ausgezeichnete Arbeit.