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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
10 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Zweifel bleiben,
Rezension bezieht sich auf: Nothing to Envy: Real Lives in North Korea (Taschenbuch)
Nein, eigentlich ist es nicht möglich, ein verlässliches Buch über die Lebensbedingungen einfacher Menschen in Nord-Korea zu schreiben (und noch unmöglicher über die Lebensbedingungen der Nomenklatura).Barbara Demick tut das einzig mögliche, sie interviewt in Süd-Korea Flüchtlinge, die aus Nord-Korea stammen. Das ergibt durchaus eindringliche - und bedrückende - Schilderungen. Aber, ich habe mich nun lange und intensiv mit diesem Land beschäftigt und bin selbst in NK gewesen und bin auch außerhalb Pyongyangs gereist: Bei diesem Buch bleibt ein leicht schaler Nachgeschmack! Das Buch (ich habe die amerikanische Originalausgabe gelesen, mit dem Titel "Nothing to envy - Real lives in North Korea") hat - naturgemäß - gleich mehrere Schwachpunkte: - Alle Bilder Nord-Koreas sind notwendig interessengeprägt. Machen wir uns nichts vor, nicht nur der NK-Geheimdienst manipuliert, auch Süd Korea tut dies massiv und dies tun auch die Amerikaner. Was ist real, was ist übertrieben, was ist erfunden an diesen Berichten? Ich weiß es nicht. Das Buch liefert eine durchaus plausible Sicht, aber ist diese einigermaßen "objektiv", ich bezweifele es. Für was sind diese wenigen Flüchtlinge repräsentativ? - Das Buch erklärt nicht, warum die Dinge in NK so laufen, wie sie laufen; die Ursachen und Mechanismen dieses Systems bleiben völlig offen. Ich denke z.B. man kann nicht ansatzweise verstehen, was dort passiert, wenn man weiß, dass das Land im Korea Krieg von den Amerikanern buchstäblich in die Steinzeit zurück bombardiert wurde. Das waren so massive Kriegsverbrechen - auf beiden Seiten - das muss zu "pathologischn" Wirkungen führen. - Demick nimmt einen Faktor überhaupt nicht wahr: Die extrem (fast faschistische) ausgeprägte Betonung der vermeintlich überlegenen koreanischen Rasse. Der Autor B.R. Mayers hat dies kürzlich in seinem überaus lesenswerten Buch "the cleanste Race dargelegt. In der tat, dieser Extremrassismus erklärt so manchen schrillen Ton (nicht nur) im Norden. Insgesamt neige ich dazu dem interessierten Leser zu raten (so er/sie Englisch versteht), sich vielleicht eher die einschlägigen Internet Blogs anzusehen, das bringt mehr und abgewogenerer Informationen (z.B. "Nk Economy watch"). Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
as close as you can get to reality ...,
Von
Rezension bezieht sich auf: Nothing to Envy: Real Lives in North Korea (Taschenbuch)
"Nothing to envy" tells the stories of 5-6 persons from North Korea who ended up escaping to the South. Barbara Demick interviewed people from one city in North Korea and was thereby able to check the narratives making it very likely that the accounts of the people interviewed are as factual as possible. I am very impressed by the approach: too often we go for the dramatic and emotionally touching effect rather than for intersubjectively agreed narratives (aka "the truth"). Demick also makes a point of mentioning that the people who had the courage to escape from a terrible regime were people who are singleminded and that just this singlemindedness can also pose a problem in South Korean (or any other) society: what is heroism in one context can be stubbornness and a resistance to fit in in another. Apart from these more philosophical learnings, I really appreciated how Demick tells the stories of her informants: respectfully, as truthfully as possible and emotionally compelling. When I read "Nothing to Envy", I had actually wanted to read on a train ride just for a bit after a long day of teaching and had already packed a few DVDs to watch in case I get tired of reading. I never stopped turning pages until I had finished "Nothing to Envy".
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5.0 von 5 Sternen
Excellent,
Rezension bezieht sich auf: Nothing to Envy: Ordinary Lives in North Korea (Taschenbuch)
This is just an excellent book. It gives a good insight in daily North Korean lives. That's all I have to say.
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