Hayle (Vocals & Lyrics, Sampling), Eld (Gitarre) und Sewin (Bass) bilden seit 2007 die Band Downstairs Left. Sie haben demnach lange gebraucht um den ersten Schritt in Richtung Debüt zu wagen. Mit Ihrer EP Nothing but Memories trauten sich die drei vorwärts zu gehen und das ist ihnen sehr gelungen. Mit vier einzigartig abwechslungsreichen Songs wird man in eine melancholische, düstere Traumwelt versetzt, welche das Warten auf das Debütalbum im Frühjahr 2010 nicht einfach macht. Bis dahin muss man sich mit diesen Titeln vergnügen. Ein bunter Mischmasch aus Darkrock, Wave , Folk und melodischem Gesang mit einschlägigen Texten schafft eine kommerzfreie Atmosphäre. Die Band um Hayle arbeitet mit viel instrumentalen Stücken zusammen, was aber nicht negativ wirkt. Der erste Song The Rose beginnt mit einer schaurig schönen Lebensweisheit: Einige von Ihnen waren schon auf der anderen Seite. Sie wissen mehr. Wer sich zu weit in das Land der Phantome vorwagt, der geht darin verloren! . Die darauf folgende Darstellung ihrer Interpretation, verkörpert das Gefühl von Zweifel, übergehend in Hoffnung. Leider greift man immer wieder auf die selbe Melodie zurück, aber es tut der Schönheit des Liedes keinen Abbruch. Out of Reach zeigt musikalisch Parallelen zum Sound von Wolfsheim, gesanglich allerdings fallen generell Ähnlichkeiten zu Blutengel-Sänger Chris Pohl auf. Die schon fast hoffnungsvolle Melodie bewirkt sehr starke Emotionalität, jedoch nicht vergleichbar mit dem ersten Song. Come and go strotzt gerade wieder so vor Melancholie, welche aber durch die schon fast gregorianischen Chorgesänge im Hintergrund wie ein Seil aus der Tiefe fungiert. Ein förmliches Meisterwerk ist für mich der letzte Song. Fast schon wie die Melodie eines guten Horrorfilms beginnt er mit Sprechgesang und mysteriöses Flüstern fließt ein. Diese EP wurde auf 105 Stück begrenzt- ein Kauf lohnt sich in jeder Hinsicht, denn man kann hier nicht enttäuscht werden, ganz im Gegenteil- man wartet gespannt auf das Album. (Nachtaktiv Web Magazin Dezember 2009)
Es gibt sie noch gar nicht mal so lange zumindest nicht in der Formation Downstairs Left. Denn diese Band wurde erst im Jahr 2007 gegründet, was bekanntlich noch nicht allzu lange zurückliegt. Doch machen die drei Herren, die sich hinter dem Bandnamen verbergen, schon um einiges länger Musik als nur zwei Jahre. Und das hört man auch auf der EP Nothing But Memories des Trios. Dabei ist Hayle für den Gesang zuständig (mal abgesehen davon, dass er zudem die Songtexte schreibt und sich außerdem für das Composing, Programming und Sampling verantwortlich zeichnet), Eld schwingt die Gitarre und Sewin greift zum Bass. Heraus kommen dunkle Wave-Gothic-Klänge, die allesamt sehr ruhig dahinplätschern, also weiß Gott nicht laut krachend aus den Boxen schallen. Und das beweisen alle vier Songs der EP, angefangen mit dem besinnlichen Track The Rose , der den Opener bildet. Äußerst melancholisch leitet er die Platte ein. Hinzu gesellt sich die dunkle Stimme von Hayle, die fast schon für Gänsehautmomente sorgt. Auch auf Song Nummero 2, Out Of Reach , der zu Beginn noch etwas spirituell angehaucht wirkt, bis schließlich die Gitarren einsetzen, aber keinesfalls Überhand gewinnen. Auch nicht im Folgesong Come And Go . Hier steht zunächst Klaviergeklimper im Vordergrund, zu dem sich ein paar Mönchsgesänge gesellen, wie es scheint. Langsam setzen aber auch Akustikgitarre und der Drumcomputer ein, um den Song ein wenig zu verstärken ohne ihm jedoch seine Sanftheit zu nehmen. Den Abschluss der EP von Downstairs Left bildet der vierte und letzte Track Salvation , der mit seinen 6.17 Minuten den längsten Song der CD darstellt. Habe ich Song geschrieben? Na eigentlich klingt der Anfang des Tracks eher wie ein Auszug aus einem Hörbuch. Erst nach und nach setzen mehr und mehr Instrumente ein, doch auf Hayles Gesang wartet man hier vergeblich. Insgesamt stellt Nothing But Memories ein kurzes, aber äußerst atmosphärisches Werk dar genau das richtige für den kommenden Herbst! Gleichzeitig ist die EP ein kleiner Vorgeschmack auf das im nächsten Jahr erscheinende Album von Downstairs Left. Man darf gespannt sein... Rezi: Lea Sommerhäuser (Darkmoments.de September 2009)
Downstairs Left. Nie gehört? Macht nichts, denn das deutsche Trio hat bislang überwiegend im Internet über MySpace auf sich aufmerksam gemacht. Und das mit Bravour, denn immerhin gelang es schließlich, beim renommierten Echozone-Label unterzukommen und dort als erstes Lebenszeichen für die nicht-virtuelle Welt die EP "Nothing But Memories" auf die Welt zu bringen. Allerdings ist das Releasedatum im August denkbar ungünstig. Denn die 4 Tracks umfassende CD ist eher etwas für graue, trübe Herbsttage, an denen nicht einmal der Hund vor die Tür mag. Sehr tragend und erhaben wabern die Kompositionen wie schwerer Nebel aus den Boxen. Bereit, alles zu verschlucken und sanft mit einem gnädigen Grauschleier zu umhüllen. Das ist lupenreiner Dark Wave mit starker Betonung auf DARK. Keine auflockernden Rythmusattacken, kein frischgetrimmter Drum-Computer heben das schwere Leichentuch dieser Songs etwas empor. Rituell anmutenden Drums, die hypnotische Stimme von Hayle und zart gezupfte Gitarren entführen in eine entrückte Welt voller Melancholie und einsamer Verzweifelung. Es überwiegen die melodischen Momente. Downstairs Left gehen nicht den Weg vieler anderer ähnlicher Acts in das weite Spielfeld des Industrial, sondern bewegen sich bewusst im Fahrwasser einer Spielweise, die man vielleicht als Ambient-Wave bezeichnen mag. Die Harmonien, Akkorde und vielen kleinen Raffinessen in den Songs machen "Nothing But Memories" trotz seiner kurzen Spielzeit von etwas über 20 Minuten zu einer hochemotionalen Angelegenheit. Anfang 2010 kommt ein reguläres Album. Wenn die Drei auch nur annähenerd das einlösen, was sie mit diesem Appetizer versprechen, so wird das ein ganz großer Wurf. (SchwarzerTau.de Dezember 2009)