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Note by Note - The Making of Steinway L1037 (OmU)
 
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Note by Note - The Making of Steinway L1037 (OmU)

Ben Niles    Freigegeben ohne Altersbeschränkung   DVD
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Regisseur(e): Ben Niles
  • Format: PAL
  • Sprache: Englisch (Dolby Digital 2.0)
  • Untertitel: Deutsch
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
  • FSK: Ohne Altersbeschränkung
  • Studio: Indigo
  • Erscheinungstermin: 2. Juli 2010
  • Produktionsjahr: 2007
  • Spieldauer: 81 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B003S3N7OC
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 10.540 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

Kurzbeschreibung

Das Musikinstrument, das weltweit am meisten Handarbeit verlangt, ist der Steinway-Flügel. Er ist einzigartig, und jeder für sich hat eine individuelle Persönlichkeit - genau wie die Künstler, die ihn auf den Bühnen der großen Konzertsäle spielen. "Note By Note" ist ein abendfüllender Dokumentarfilm, der den Weg der Herstellung des großen Konzertflügels L1037 verfolgt - von den Wäldern Alaskas bis zum Konzertsaal in New York. Ben Niles' Film erforscht die Beziehung zwischen den Musikern und ihrem Instrument, verfolgt den Herstellungsprozess und illustriert beeindruckend, was jeden Steinway-Flügel so einzigartig macht in einer Welt der automatisierten Massenproduktion: zwölf Monate Produktionszeit, 12.000 Einzelteile, 450 Handwerker und zahllose Stunden feinster Handarbeit. Mit Interviews und Performances von Lang Lang, Hélène Grimaud, Pierre-Laurent Aimard, Harry Connick, Jr., Hank Jones, Marcus Roberts, Kenny Barron und Bill Charlap.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Amazon bestätigter Kauf
Der Film zeigt die Produktion eines amerikanischen Steinway L-Konzertflügels. Wirklich?

Nein. Aus dem Film kann niemand lernen wie ein Flügel gebaut wird. Denn auch wenn der Film diese sehr lockere Rahmenhandlung hat - in groben Zügen und sehr stimmungsvollen Bildern Ausschnitte aus der Produktionsgeschichte des Steinway L1037 - geht es doch um etwas ganz anderes: Um ganz besondere Menschen!

Der Film zeigt Menschen, die eine Begeisterung für ein einzigartiges Produkt teilen, Arbeiter, die bei Steinway & Sons arbeiten, die über ihr Leben und ihre Beziehung zu den Instrumenten sprechen. Er zeigt berühmte Pianistinnen und Pianisten, die in den besten Konzerthäusern der Welt auf einem Steinway spielen und von ihrer Liebe zu diesen Instrumenten erzählen, Jazz-Musiker, die sich aus einer Vielzahl von Steinway-Flügeln genau den einen aussuchen, der ihre Seele berührt, Familien, für die der Kauf eines Steinway-Flügels einer der Höhepunkte in ihrem Leben ist. Und er zeigt ganz normale Menschen, die sich an der Handwerkskunst und der Einzigartigkeit dieser wunderschönen Instrumente erfreuen können, die beim Anblick und beim Klang dieser Instrument glänzende Augen bekommen - Klaviermenschen eben.

Wer nun eine trockene Fernsehdoku mit langatmigen Interviews erwartet, wird enttäuscht. Die Erzählungen und Kommentare sind locker, humorvoll, manchmal auch bewegend und sie untermalen mit einer geradezu wundervollen Leichtigkeit die Bilder aus dem Leben dieser Menschen, ihren Alltag bei Steinway, ihre Arbeit an dem wundervollen "Concert Grand". Keine trockenen Interviews in einem Studio, sondern eine lebendige Dokumentation, mit lässig-präzisen Schnitten, ohne Langeweile aber mit Sinn für kleine aber feine Details und vor allem viel Gespür für die Stimmung und Atmosphäre, die "Klaviermenschen" mit Flügeln im Allgemeinen und Steinways im Besonderen verbinden.

Wenn Lang Lang mit fast kindlicher Begeisterung über die Freude und Möglichkeiten des Flügelspielens erzählt und dies mit vielen Beispielen gleich eindrucksvoll belegt, oder wenn Hélène Grimaud mit bewegter Stimme von ihren Klaviererlebnisse berichtet und beinahe seelig-verzückt in die Tasten greift, berühren einen diese Momente als wäre man hautnah dabei. Und man kann nur zu gut die Stimmungslage der amerikanischen Steinway-Konzerttechniker nachempfinden (und ihre Professionalität bewundern), wenn sich der begnadete Pianist Pierre-Laurent Aimard auf der Suche nach dem perfekten Klang als veritable Nervensäge entpuppt.

Fazit: Ein "Must have" für alle Klavierfans!

PS: Ein kleines "Schmankerl" am Rande: Der anstrengende Monsieur "Ich-suche-ein-Klangmonster" Aimard entscheidet sich im Film für sein Konzert in der Carnegie Hall zumindest für die Kamera für einen amerikanischen L-Concert Grand. Interessanterweise sitzt er aber dann im Konzertsaal an dessen "deutschem Bruder", einem brillant-donnernden D-Flügel aus dem Hamburger Steinway-Werk :-)

01.08.2011 NACHTRAG AUS GEGEBENEM ANLASS (und eine ernst gemeinte Warnung von einem echten Fan!):

Nachdem meine "Note by Note"-DVD, die ich in der Originalversion seinerzeit direkt von Steinway bekommen hatte, vor einer Woche leider von meinem BluRay-Player getötet wurde (ja, sowas gibt's wenn ein Laufwerk stirbt...), erhielt ich gestern von Amazon die derzeitige offizielle OmU-Version von "Note by Note".

Doch die böse Überraschung war die INDISKUTABLE BILDQUALITÄT! Kompressionsartefakte an allen "Ecken und Kanten", meist ein unscharfes Bild etc. etc. Ok, angesehen habe ich es auf einen nagelneuen 60"-Plasma, da fällt so etwas vielleicht mehr auf als auf einem Laptop-Bildschirmchen. Aber dennoch, eine Woche davor lief eben (bis zu ihrem Tod) die Originalfassung mit einem selbst in Zeiten der BluRay für DVD-Verhältnisse wirklich scharfem Bild, flimmerfrei, mit sauberen Übergängen und mit nur einem ganz leichten Überstrahlen bei extremen Kontrasten (z. B. dunkle Werkstatt mit Fenstern, hinter denen die Sonne scheint).

Ich stehe dazu dass der Film für "Klaviermenschen" ein absolutes Muss ist. Aber was aktuell verkauft wird, ist optisch leider ein deutlicher Rückschritt gegenüber der Originalversion... (der Ton ist nach wie vor sehr gut, ohne so eine peinliche Panne wie bei der aktuellen "Der Herr der Ringe"-BluRay-Langfassung :-)
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Fast schon philosophisch! 5. August 2010
Von Dr. rer. imp. TOP 500 REZENSENT
Etwas zu bauen, was wie ein Klavier aussieht, können viele. Doch ein wirkliches Klavier zu bauen braucht mehr...

Natürlich beschreibt der Film Note by Note, wie ein Steinway-Flügel gebaut wird. Doch dies ist nur die eine Seite. Die andere Seite ist, dass klar gemacht wird, WIE Spitzenleistung entsteht: durch sorgfältiges Arbeit, durch sich-Konzentrieren auf etwas, durch Begeistertsein und Engagement.

Insofern kann man mehr lernen als Klavierbau. Viel wichtiger als die Details erscheinen mir die Kommentare der einzelnen Arbeiter aus der Fabrik. Das sind keine studierten Leute mit einer groß überlegten Weltanschauung sondern Handwerker, die ihre Tätigkeit nicht als Job sondern als Beruf auffassen.

Gerade in der heutigen Zeit, wo vieles husch-husch gemacht wird, der Schein mehr zählt als der Inhalt, ist der Film ein mutiges Dokument und ein Zeitzeuge einer Arbeitsauffassung, die schon fast zur Geschichte geworden ist.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Amazon bestätigter Kauf
Steinway & Sons war immer schon Meister in PR.
Der genialste Schachzug geht ins Jahr 1870 zuzück,wo S&S begann ,den berühmtesten Pianisten ihre Flügel anzubieten, um das dann publizistisch auszuschlachten.(diese Pianisten waren aber keineswegs immer zufrieden mit den Instrumenten -Klagen kamen von Paderewski,Rubinstein,Gould)

Das Moto "Steinway,the instrument of the immortals" war der Verkaufsslogan über 100 Jahre Firmengeschichte.
Natürlich kommen auch hier wieder etliche Berühmtheiten wie LangLang vor.

Daneben zeigt er aber auch verwöhnte mittelmäßige Kinder und Dilettanten,denen ihre offenbar steinreichen Eltern einen Steinway(der das doppelte Jahreseinkommen eines Mittelschullehrers kostet) zum Üben der ersten Liedchen kaufen,was jeden engagierten KLavierstudenten (sicher aus etwas Mißgunst und Neid),der Lisztsche Virtuosenliteratur tausende Stunden auf einem billigen Kawai trainieren muss,in Rage bringen dürfte.
Dieser Film ist schon ein wenig Werbefilm für die Marke.Man sieht aber auch viele interessante Phasen aus der Produktion.

Von der Knebelung der Künstler durch Steinway mit drakonischen "Strafmaßnahmen" im Falle von "Untreue" zur Marke erfährt man natürlich nichts.
Dass die Firma seit 100 Jahren exzellente Instrumente herstellt, ist andererseits natürlich unbestritten.
Ein angeblicher Qualitätsverfall der amerikanischen Produktion nach dem 2.Weltkrieg wurde aber immer wieder beschrieben,Schuldige wurden beim Interims-Eigentümer CBS und anderen gesucht.
Das Hamburger Werk kommt im Film überhaupt nicht vor,dass die Mechanik der Hamburger Flügel keineswegs von Steinway hergestellt wird, sondern von Renner wird ebenso nicht erwähnt.(dass diese Renner Mechanik bei vielen Pianisten beliebter ist als die amerikanische sei vielleicht auch angemerkt)

Für alle Klavier-Interessierten also sehenswert,ein Blick ins Hamburger Werk wäre aber sicher auch interessant gewesen,der Film zeigt Steinway ja als 100% US-Marke,was nicht stimmt,da der Hamburger Steinway wesentlich höhere Umsatzzahlen hat und auch weltweit häufiger in Kontzertsälen anzutreffen ist als der amerikanische Flügel,der im Film präsentiert wird.Schließlich versorgt das Werk in Astoria New York nur den amerikanischen Kontinent,der Rest der Welt wird von Hamburg aus beliefert.Von den derzeitigen Besitzverhältnissen erfährt man natürlich nichts,dass nämlich die als LVB börsennotierte Firma Steinway Musical Instruments mittlerweile mehrheitlich in Koreanischem Besitz ist(Steinway gehört jetzt zum koreanischen Samick Konzern gleich wie Bechstein und Seiler)

Interessante Szenen gibt es natürlich genug,hübsch die Beschreibung,dass die nach wie vor maßgeblich handgefertigten Instrumente im Gegensatz zum Fließbandprodukt Yamaha oder Kawai eigentlich anachronistisch sind,wer stellt heute noch etwas ohne Vollautomatisation her?Steinway baut eigentlich seit über 100 Jahren die gleichen Instrumente,da die Flügelm Ende des 19.Jahrhunderts bereits die höchste Perfektion erreicht hatten und ist auf die Meisterschaft der angestellten Handwerker angewiesen,bei denen jeder Handgriff sitzten muß.
Seit Yamaha Bösendorfer übernommen hat,wurde ja sofort vieles automatisiert.Nicht so bei Steinway ,im Film sieht man auch, wie viel Fingerspitzengefühl die Handwerker haben müssen,ein falscher Schlag und ein sündteures Instrument wäre zerstört,erklärt auch-und das ist vielleicht DIE Botschaft des Films- warum jeder Flügel ein Unikat ist und völlig anders klingt und zu spielen ist als ein anderes scheinbar gleiches Modell.

Diese Unberechenbarkeit eines handgefertigten Produkts ist auch ein Problem,denn nicht jeder 125000 Euro Flügel(Preis Steinway D Flügel Stand 2011) ist eben so gut wie man bei diesem Preis erwarten würde.

Die finanziellen Probleme der Marke seit den 50er Jahren erklären sich auch durch den hohen Anteil an Handarbeit und den dadurch extrem hohen Verkaufspreisen,was eine stockende Nachfrage vor allem im Privatbereich nach sich brachte angesichts der immer besser werdenden Fließband Konkurrenz aus Fernost.

Der Film schildert sehr gut den hohen Anteil an Handarbeit durch höchstqualifizierte Fachleute,er beschreibt aber auch das Problem,heute noch so gute Handwerker zu bekommen und stellt die Zukunft des handgefertigten Flügels etwas in Frage:wie lange werden,wollen oder können sich Menschen noch den Luxus eines solchen Instrumentes leisten?
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