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Notbremse nicht zu früh ziehen! Mit dem Zug durch Indien
 
 
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Notbremse nicht zu früh ziehen! Mit dem Zug durch Indien [Taschenbuch]

Andreas Altmann
3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (32 Kundenrezensionen)
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

Geradezu glücklich dürften Daheimgebliebene sein, wenn sie die Geschichten des Reisejournalisten Andreas Altmann lesen. (NDR )

Altmann reist nicht stellvertretend für Abenteuerarme. Er berichtet, um zu verführen, will ?den Leser mit Sehnsucht vergiften (Hamburger Morgenpost )

Kurzbeschreibung

Von Bettlern und Businessmen, Heiligen und Huren. Die Grundregel jedes guten Reporters lautet: Nichts schon wissen, alles vor Ort erfahren. Andreas Altmann hat sich daran gehalten. Er hat sich in Bombay in den Zug gesetzt und ist einfach drauflosgefahren. Mit dem festen Vorsatz, Indien mit allen Sinnen in sich aufzunehmen. Altmann sucht den Menschen und er findet ihn, in Slums, Bordellmeilen, Hindu-Heiligtümern und in der drangvollen Enge der Indian Railways. «Altmann reist nicht stellvertretend für Abenteuerarme. Er berichtet, um zu verführen, will ‹den Leser mit Sehnsucht vergiften›. Schon passiert.» HAMBURGER MORGENPOST www.andreas-altmann.com

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
42 von 44 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Die Notbremse im Kopf 22. Januar 2006
Von Thomas Reuter TOP 1000 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Andreas Altmann hat für uns Indien bereist und davon geschrieben. Zwei Monate lang befuhr er den gigantischen Subkontinent von Mumbai aus gegen den Uhrzeigersinn mit der Eisenbahn und hielt seine Erlebnisse in einem arrangierten Tagebuch fest. Um es gleich vorweg zu sagen: „Notbremse nicht zu früh ziehen!“ ist ein lesenswertes Buch. Unter den zuhauf veröffentlichten Reisejournalen und -reportagen sticht es durch seine geschickte Themenauswahl und durch sprachliches Können hervor. Altmann kann schreiben. Es gelingt ihm skurrile und exotische Situationen zu kondensieren und für das Daheimgebliebene Bewusstsein konsumierbar zu machen. Alles Überflüssige, was andere Reisebücher so häufig prägt, wird hier weggelassen. Mit Erleichterung nimmt der Leser wahr, dass er nicht mit einer tödlichen Chronologie der Ereignisse vom Betreten des Flugzeuges bis zum Betreten der Heimaterde behelligt wird. Stattdessen ausgesuchte Ereignisse, Begegnungen mit Menschen und kulturelle Skurrilitäten. Auch keine Beschreibungen von Städten und Kulturgütern. Dazu greift man dann eh lieber zu seriöseren Büchern. Was also beschreibt Altmann? Das lässt sich am besten in einem Bild erläutern: Andreas Altmann ist das fahrende westliche Bewusstsein in der Fremde. Alle seine Aufzeichnungen geben diesen Widerspruch wieder, arbeiten sich ab an der unüberwindlichen Schnittstelle zwischen dem Eigenen und dem Anderen. Das muss an sich nichts Schlechtes heißen, nein im Gegenteil: Bei solcher Art der Erzählung handelt es sich um das älteste Brot des Reisejournalismus. Gerade dafür geht man ja in die Fremde.
In dieser Familie der Reisenden auf dem Weg zu sich selbst gehört Altmann einer besonderen Spezies an. Seit der Massentourismus die Tore in die hintersten Schlupfwinkel der Welt geöffnet hat, befallen Heimatflüchtlinge jeglicher Art die exotischen Teile der Welt. Sie finden sich hier einer besonders eigenartigen und prekären Situation ausgesetzt. Sei sind nämlich plötzlich selber das Symbol, ja die Inkarnation jener Welt, der sie eigentlich entfliehen wollen, und nichts kann sie hiervor retten. Wer als westlicher Besucher ein Land wie etwa Indien bereist, ist automatisch – ob er will oder nicht – Multimillionär. Auf der Flucht vor der kapitalistischen Kälte der Heimat und auf der Suche nach sozialer Egalität und Authentizität finden sich solche Reisende unausweichlich an der obersten Spitze der gesellschaftlichen Leiter wieder – und haben damit natürlich ihre Schwierigkeiten. Als natürlicher Kastenkritiker ist man zugleich Angehöriger der obersten Finanz-Kaste. Eine Rolle, die nur schlechtes Gewissen produziert und nie akzeptiert werden kann. Ganz besonders dann nicht, wenn man wie Andreas Altmann ein Vertreter der Alt-68er ist.
Von diesem Widerspruch berichtet das Buch über weite Strecken. Altmann lässt uns seinem schlechten Gewissen in vielen Situationen teilhaben. Er überschwemmt dabei zugleich die fremde Welt mit den eigenen westlichen Wertvorstellungen, möchte „Indien aufräumen“ oder einer ständig essenden, verfetteten Matrone der indischen Mittelschicht „eine watschen“. Solche Ausfälle und Kurzschlüsse der westlichen Moral tun jedoch dem Unterfangen und der Güte des Buches keinen Abbruch. Sie spiegeln vielmehr genau das Dilemma eines jeden Indienreisenden wider und selbst ein erfahrener Weltreisender wie Altmann scheint hiervor nicht gefeit zu sein. Eine Lösung gibt es nicht – oder, wie Altmann selber an einer Stelle schreibt: man „muss da durch“.
Ansonsten hat das Buch von vielen sehr schönen Eindrücken, Andekdoten und Erlebnissen zu berichten und als erfahrener Journalist und Literaturkenner versteht es Altmann, die treffenden Worte zu finden. In vielerlei Hinsicht also eine lohnende Lektüre.

Thomas Reuter

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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Indien hautnah 18. Juli 2005
Format:Taschenbuch
Ich weiß gar nicht, welches Buch von Andreas Altmann mir am besten gefällt. Aber für dieses bin ich am dankbarsten. Weil ich weiß, dass mich viele der beschriebenen Situationen, der Dreck und der Lärm Indiens zum Verzweifeln gebracht hätten. Dank Andreas Altmann kann ich aufmerksam davon lesen und einen kleinen, fernen Eindruck von Indien bekommen. Und begeistert sein über Sätze wie "ich will nah sein, nicht fern sehen.." Das zeichnet alle Bücher von Andreas Altmann aus: man erfährt nicht nur etwas über das jeweilige Land, welches er bereist, man erfährt auch immer etwas über das Leben und über sich selbst - wenn man aufmerksam liest. Das bei Andreas Altmann nicht zu tun, ist eine Sünde, mit der man am meisten sich selber schadet.
Kaufen, lesen, dankbar sein!
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18 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Altmann ist der Beste. 21. Februar 2004
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Altmann ist und bleibt der Beste.
Auch wenn er mit dem Zug durch Indien streunt darf man sich auf tiefe Einblicke in die Seele und die Kloaken dieses Kontinents freuen. Von Neu- und Lebensgier getrieben verschafft er dem Leser Eindrücke, die der Reiseführer verschweigt. Subjektiv und erfrischend wenig lektoratsgefiltert wie immer bringt er seine Gedanken zu Papier. Es braucht sein Talent und seinen Mut die Abgründe und schwindeligen Höhen dieses Landes zu erleben und in schöne Worte und Geschichten zu fassen. Denkanstöße sind inklusive. Erfreulicher Weise ohne Besserwisserei und erhobene Zeigefinger. Weitgereiste haben eben größere Herzen. Kurz, ein Buch für Alle die in Indien waren oder hin wollen. Und für die Verhinderten oder Reisefaulen erst recht.
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Die neuesten Kundenrezensionen
bissl negative Einstellung
fuer meinen Geschmack eine zu negative Einstellung, die Beschreibungen kommen z.T. fast zynisch daher, das Buch hat mir nicht viel Lust gemacht auf Indien, ich bin froh Indien... Lesen Sie weiter...
Vor 7 Monaten von Gabriele Bremicker veröffentlicht
Herbe Enttäuschung
Dieses Buch ist eine einzige inhaltslose Entäuschung!
Ich dachte aufgrund vieler positiver Rezensionen hier, dass der Autor vielleicht etwas zu sagen haben könnte... Lesen Sie weiter...
Vor 8 Monaten von Privatsache veröffentlicht
Eine indische Reise
'Geradezu glücklich dürften Daheimgebliebene sein, wenn sie die Geschichten des Reporters Andreas Altmann lesen' (NDR)
Wie wahr! Lesen Sie weiter...
Vor 21 Monaten von Leserättin veröffentlicht
Vorsicht, Zauber!
"Indien" - Man hat das Wort kaum gehört, schon drängt sich ein Abziehbild nach dem anderen vor das innere Auge: bettelnde Armut, irre Menschenmassen, stinkende... Lesen Sie weiter...
Vor 22 Monaten von Nadeschda veröffentlicht
Indien - lebensnah und intensiv
Mit einer Story und den Worten:"Damit ich nicht die Freuden aus den Augen verliere, die Indien nur denen schenkt, die es lieben. Lesen Sie weiter...
Vor 22 Monaten von Christl Hartenstein veröffentlicht
Jaein
Zugegeben Indien zu interpretieren ist wirklich nicht einfach. Auch als Deutschinder lernt man immer dazu. Lesen Sie weiter...
Vor 24 Monaten von Ravindra Goyal veröffentlicht
von staub & überraschungen.
man stelle sich vor, wie eine vom indischen wahnsinn aufgescheuchte rucksacktouristin auf der mondlichtueberfluteten dachterrasse eines gemuetlichen nepalesischen restaurants... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 17. Mai 2010 von Sonja Steppan
Äußerst interessant
Das Buch ist sehr interessant und zu empfehlen, besonders wenn man es in Indien liest und sich alles direkt vorstellen kann. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 10. Februar 2010 von Markus Bläser
Zugfahren in Indien ist immer eine echte Wundertüte
Also, der Altmann, der ist eine richtig coole Sau, um das mal auf gut schwäbisch zu formulieren. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 10. Januar 2010 von Stefan Blank
Altmann on tour...
Jetzt endlich habe ich es gelesen.
Altmann schreibt so schön poetisch und literarisch und kann selbst die fiesen Mißstände noch irgendwie auf sehr gute Weise... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 29. September 2009 von Janie
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