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Notabene 45 [Gebundene Ausgabe]

Erich Kästner
4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)

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Kurzbeschreibung

1961
Danach gefragt, weshalb er nicht wie andere Schriftsteller emigriert sei und sich stattdessen den ständigen Gefahren ausgesetzt habe, die ihm als verbotenem Autor in der Hitler-Zeit drohten, antwortete Kästner einmal sinngemäß: Er habe es als seine Pflicht angesehen, die täglichen Grausamkeiten des Dritten Reiches aufzuzeichnen und zur Warnung für Spätgeborene festzuhalten. NOTABENE 45, erstmals 1961 herausgekommen, ist ein aus diesen Notizen nachträglich verfasstes Tagebuch Erich Kästners. Er beschreibt hierin in vielen Einzelberichten aus dem letzten Kriegsjahr das Leben im Dritten Reich. Die so entstandenen Skizzen und Szenen setzen sich wie Mosaiksteine zu einem vielschichtigen Bild zusammen. Kästner, der Moralist, wird mit diesem Buch einmal mehr seiner Verantwortung als Schriftsteller und Chronist seiner Zeit gerecht. Seine differenzierte Auseinandersetzung ist ein Dokument der Erschütterung, aber auch zugleich der Hoffnung, dass aus den verblendeten Mitläufern vergangener Tage aufrechte Demokraten werden.
-- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 245 Seiten
  • Verlag: Dressler; Auflage: 1. - 10. Tsd. (1961)
  • Sprache: Deutsch
  • ASIN: B0000BJXMZ
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 2.440.964 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Als die Nationalsozialisten am 10. Mai 1933 Bücher und Bilder unliebsamer Künstler verbrannten, waren auch Werke von Erich Kästner darunter. Seine zeitkritischen und satirischen Texte hatten ihn in Ungnade fallen lassen. Der am 23. Februar 1899 in Dresden geborene Journalist und Schriftsteller lebte und arbeitete weiter in Berlin und publizierte im Ausland. Die Gedichtbände "Herz auf Taille" und "Lärm im Spiegel" erschienen 1928 und 1929, ebenso sein bekanntestes Kinderbuch "Emil und die Detektive". Nach dem Krieg lebte Kästner in München und rechnete als Mitglied der "Schaubude" sowie in seinen Hörspielen und Liedern mit den Nazis ab. Er starb am 29. Juli 1974 in München.

Foto: Kaestner(c)Dressler Verlag

Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Erich Kästner wurde 1899 in Dresden geboren und starb 1974 in München. Der Schriftsteller, Satiriker, Dramatiker und Autor von berühmten Kinderklassikern wurde mit zahlreichen Preisen bedacht. -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zündstoff (nicht nur) fürs Gedächtnis 18. Oktober 2006
Von weiser111
Format:Taschenbuch
Sie sollten "Zündstoff fürs eigene Gedächtnis" sein, diese Notizen, die sich Erich Kästner 1945 machte, Gerüst für einen Roman, den er dann doch nicht schrieb -- weil er's weder konnte noch wollte. Also veröffentlichte er sie 1961 und tat gut daran.

Man erlebt mit Kästner die letzten Monate des Zweiten Weltkrieges in Berlin und Tirol, und die ersten Monate danach, in Tirol und Bayern. Er hält fest, was er sieht, hört und denkt -- die Bombardements von Berlin und die Reaktionen der Bevölkerung ebenso wie seine Angst um die Eltern nach der Bombardierung Dresdens. Hiobsbotschaften wie z.B. der Untergang der "Wilhelm Gustloff" stehen neben scharfsinnigen und -züngigen Anmerkungen zur Goebels-Propaganda; festgehalten werden menschenverachtende Durchhalte-Befehle, in ihrem Zynismus unfassbare Verlautbarungen von NS-Bonzen, Nachrichten über politische Morde; protokolliert werden auch Gerüchte über verschollene oder auf abenteuerlichen Wegen ins Ausland entkommene Bekannte (ganz nebenbei erfährt man auch das ein oder andere über den ein oder anderen prominenten Zeitgenossen).

Bald danach vermittelt ihm ein Freund die Flucht ins abgelegene Mayrhofen in Tirol, Hals über Kopf, mit gefälschtem Pass zu einem vorgeblichen Filmprojekt, und auch hier notiert sich Kästner, was immer er beobachten kann. Und er beobachtet manches, was den Beobachteten vielleicht gar nicht so recht ist... Von wegen "ahnungslose Mitläufer"!
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27 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein Tagebuch gegen das Vergessen 10. August 1999
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Viele kennen Erich Kästner nur als Kinderbuchautor. Dabei war er viel mehr. "Notabene 45" sind seine Tagebuchaufzeichnungen, die er anfertigte, während das 3. Reich zerfiel. Hier präsentiert er sich als kritischer Zeitgeist, als glühender Gegner des NS-Regimes. Erstaunlich sind die Mutmaßungen, die er bereits zu diesem Zeitpunkt über das volle Übel, welches die Nazis angerichtet hatten, anstellte. Er raubt damit all den Leuten, die behaupten, man hätte nichts wissen können, mit einem Schlag die Glaubwürdigkeit. Mit am Beeindruckendsten ist beispielsweise, wie Kästner die Befreiung Österreichs (wo er sich zum Kriegsende befand) erlebte. Von einer Sekunde auf die andere wechselten alle Leute ihre Gesinnung und hatten viel mehr Probleme damit, Stoff für die neuen - österreichischen - Fahnen zu besorgen. "Jeder macht jeden verantwortlich. Jeder macht jedem Vorwürfe. Und jeder nimmt einen einzigen Menschen aus: sich selber", so Kästner. Insgesamt kann ich das Buch insbesondere jüngeren Leuten sehr empfehlen. Hier ist eines der erschreckendsten Kapitel unserer Geschichte aus Sicht eines Zeitzeugen nachzulesen. Es hilft, zu begreifen, daß all die Opfer der damaligen Zeit eben nicht nur "Zahlenketten" waren. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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5.0 von 5 Sternen notabene 2. Juni 2013
Format:Gebundene Ausgabe|Verifizierter Kauf
die zusendung erfolgte zuverlässig und sehr schnell,auch mit dem produkt war ich zufrieden,so daß ich den anbieter nur weiterempfehlen kann
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