Nahtlos knüpft Andy Tillison an die Qualität der ersten drei Veröffentlichungen an, und dass, obwohl sich das Personalkarussell noch einmal ganz gehörig im Kreis dreht. Aus dem kurzfristigen Oktett wurde mittlerweile ein Sextett, wobei mit Julie King erstmals offiziell eine Gastsängerin einen Gesangspart bei The Tangent übernimmt.
Die Aufmachung von - Not as good as the book - lässt wieder einmal überhaupt keine Wünsche offen, denn der Fan bekommt neben einer Doppel-CD auch noch eine fast 100-seitige Novelle, die durchaus lesenswert ist, vorausgesetzt, dass man richtig gut Englisch kann. Die Musik ist wie immer auf einem sehr anspruchsvollen, vielseitigen und durch die Bank weg hohen und zeitlosen Niveau. Ich kann den ironischen Albumtitel, dass vielleicht die Songs nicht so gut sein sollen wie das Buch, nicht wirklich teilen, denn selbst nachdem man die Songs unzählige Mal gehört hat, hat man bei jedem neuen Mal des Anhörens das Gefühl, dass man eine neue Platte hört, ein Platte, die man noch nie zuvor gehört hat. So vielseitig präsentiert sich generell der erstklassige Prog-Rock, zietlos und bei jedem Mal anders. Hier ist die Gruppe The Tangent sicherlich einer der Speespitzen der Progs.
Ein besonderer Leckerbissen für alle Fans ist natürlich die zweite Seite des Albums, die aus zwei über 20-minütigen Hammersongs besteht. Das erinnert natürlich unweigerlich an die Siebziger, wobei die beiden Titel von The Tangent vom Sound her natürlich um ein Vielfaches besser klingen, als die alten Long-Songs aus dieser kreativen Zeit. Deshalb sollte vor allem für alle Yes-Fans kein Weg an diesem Album vorbeiführen, denn die Musik ist besser als das Buch.