Kurzbeschreibung
Auf seinem dritten Longplayer begeistert das Nürnberger Quintett erneut mit zehn pop-affinen Americana- / Country-Songs von betörender Schönheit. CD im Digipack-Format mit zwei Artworkvarianten. Seit seiner Gründung 1999 und dem ersten Longplayer 'All Over The Place' (2000) zählen THE GREEN APPLE SEA zur ersten Riege im Genre „Americana / Country-Folk“ in deutschen Landen. Auf Konzertreisen mit Bands wie CATPOWER, EXPLOSIONS IN THE SKY, NOW IT’S OVERHEAD, SCOUT NIBLETT oder THE WILLARD GRANT CONSPIRACY durch Holland, Luxemburg, Belgien und Schottland folgte das von Presse und Publikum mit Begeisterung aufgenommene 'Forever Sounds Great' (2007). Auf ihrem neuen Opus trumpfen die fünf Franken mit all ihren liebgewonnenen Trademarks auf: mehrstimmiger Gesang (mit weiblichen Backing Vocals), der sich in den Refrains gelegentlich ins Hymnische erhebt, verführerisch schöne Melodien, die den luftigen Arrangements eine gewisse Beschwingtheit verleihen, die in reizvollem Kontrast zur zweifellos vorhandenen melancholischen Grundstimmung steht, und ganz einfach großartige Songs, die im Folk und Country wurzeln, aber immer auch ein gutes Stück Indie-Pop im Auge haben. Tolles Album!
Was tut man, wenn man mitten auf einer Argentinienreise erfährt, dass ein geliebter Mensch auf der anderen Seite des Globus gestorben ist? Stefan Prange und seine Band The Green Apple Sea haben auf "Northern Sky - southern Sky" musikalisch ihre Trauer verarbeitet. Ihr lyrischer Indiefolk fängt den Schmerz ebenso ein wie die Schönheit der südamerikanischen Landschaft: "It was a golden morning when your heart stopped pounding". Die Naturschauspiele, die dem Album als Inspiration gedient haben, erwachen zum Leben, wenn das Gitarrenpicking in "Northern Sky" zum tröpfelnden Regen wird und die Drums zum aufziehenden Donner. Doch immer wieder linst die Sonne durch, etwa wenn der Song "Close to break" sich als viel optimistischer entpuppt als der Titel vermuten lässt: "Maybe I'm a sunbeam trapped in a cloud, close to breakthrough." Vielleicht bringt der aktuelle Folkhype ja auch den Durchbruch für die Nürnberger. Nach zehnjährigem Bestehen wäre es nicht nur höchste Zeit, sondern auch hochverdient. (dpp)