Nachdem das Ende der Band schon prognostiziert hat, als sie mit Moondog Matinee ein Coveralbum gemacht hatten, und man glaubte, jetzt fällt ihnen nichts mehr ein, kehrte The Band eindrucksvoller zurück als es je vermutet wurde. Das Album ist an Genialität kaum zu überbieten. Jeder Song hitverdächtig, Melodien und Gesang und vor allem auch instrumental mit einer Originalität, wie man sie selten hört. Klingt simpel, ist aber nicht zu wiederholen in der Musikgeschichte. Zwar nur acht Songs, aber die haben es dafür alle in sich. The Band wie man sie kennt und liebt.
Die Hits und Highlights sind Ophelia, ein funky-rockiger Song mit toller Akkordfolge, der durch einen einfallsreichen Bläsersatz begleitet ist, und neben Something (The Beatles) der zweitschönsten Ballade aller Zeiten It makes no difference, die durch eine einfühlsame Melodie gesungen mit der einmaligen Stimme Rick Danko's besticht und dem abwechselnden Solo der Gitarre Robbie Robertson's und dem Saxophon Garth Hudson's. Der Opener Forbidden Fruits ist ein typischer, starker The Band-Rocksong, Hobo Jungle eine typische, starke The Band-Ballade mit einem starken Richard Manuel als Sänger. Acadian Driftwood ist ein Favorit von mir, der an die Zeiten von Big Pink erinnert mit einem Refrain wie man ihn selten gehört hat, einfach ein unbeschreiblich guter Song. Ring your bell ist ein derart rockiger Song mit abwechselndem Gesang und tollem Instrumentalarrangement, bei dem die Post abgeht. Jupiter Hollow ist ein Weltall-Musik- Song, bei dem Garth Sounds kreeiert, die einen in den Weltraum versetzen. Das abschließende, eher balladige Rags & Bones ist ein Lied von einer schönen melodie und einem eingängigen Refrain, zum Weinen.
Sozusagen ein Comeback allererster Sahne, das den ersten vier Alben in nichts nachsteht. Pflicht!!!