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"Ich habe eine hohe Meinung vom Verstand der Frauen. Die Natur hat ihnen davon so viel mitgegeben, dass sie es nie für nötig befinden, mehr als die Hälfte davon zu benutzen."
Nein, Henry Tilney ist nicht gerade ein Frauenversteher, aber Catherine Morland hat sich Hals über Kopf in ihn verliebt, als sie sich mit Freunden im mondänen Bath erholt. Tilney ist allerdings auch eine erfrischende Abwechslung im ewig gleichen Zeremoniell aus Flanieren, Shoppen und abendlichem Tanzvergnügen. Als Tilneys Vater, ein wohlhabender Gentleman mit geschliffenen Manieren, Catherine als "geeignet" taxiert, folgt schon bald die ersehnte Einladung auf den Stammsitz der Tilneys, Northanger Abbey, wo sich die Dinge jedoch nicht so entwickeln werden, wie von den Frischverliebten erhofft…

Der Roman "Northanger Abbey" ist ein spätgeborenes Kind aus Jane Austens Feder. Entstanden in den Jahren 1798 und 1799 unter den noch frischen Eindrücken einer Jugendreise nach Bath, wurde das Werk erst posthum von ihrem Bruder 1817 publiziert (im Vorwort nennt dieser allerdings fälschlich das Entstehungsdatum 1803). Da war Jane Austen schon über die Grenzen des Landes hinaus berühmt und ihre literarischer Stil legendär. Vor allem ihre Dialoge sprühen vor Witz und Eleganz, als Musterbeispiel für gehobenen Small Talk, aber auch den Zynismus der englischen Oberschicht. Es ist die soziale Kaste, in der sich Jane Austen auskennt, wenn sie auch selber eher zur "gehobenen Mittelschicht" gehörte: Wohlhabend genug, um nicht arbeiten zu müssen, aber dennoch nicht in übermäßigem Luxus aufgewachsen. Ihr Gespür für die Zwischentöne der Kommunikation (heute würde man sagen, die "Metaebene") hat sie zu einer manchmal gnadenlosen, aber immer unterhaltsamen Chronistin ihrer Zeit werden lassen. Soziale Probleme thematisiert sie niemals - damit hier kein falscher Eindruck entsteht. Sie schreibt für "Ihresgleichen". Sie kennt die Rituale, die Anstandsregeln und ihre Faux-Pas, aus denen sie Geschichten entwickelt, immer zwischen Augenzwinkern und geistreicher Stichelei. Auch in "Northanger Abbey" sind die Figuren karikaturhaft angelegt. Antihelden, allesamt. Catherine ist von bemerkenswerter geistiger Schlichtheit, Henry ein Zyniker in Reinkultur, Catherines Freundin Isabella eine genussüchtige, oberflächliche Kleiderpuppe. Aber sie alle beherrschen die Regeln der Upper Class und damit sind ihre menschlichen Defizite vergeben. Nur eine Jane Austen vergibt niemals. Mit spitzer Feder seziert sie (man bedenke, es handelt sich um ein Jugendwerk!) die verlogene Gesellschaft und wundersamerweise beginnt der Leser schon bald Sympathien für die Romanhelden zu entwickeln. Sie sind dumm, hedonistisch und arrogant - aber witzig. Und Jane Austen wäre nicht Jane Austen, wenn sie nicht jede Menge Irrungen und Wirrungen in ihre Story einbauen würde, bis Held und Heldin sich endlich in den Armen liegen. Da "Northanger Abbey" gleichzeitig als Satire auf die damals in Mode befindlichen Schauerromane angelegt ist, finden sich auch noch zahlreiche Anspielungen, die im Kommentarteil sehr kenntnisreich entschlüsselt werden. Überhaupt sollte man die exzellent recherchierten Kommentare unbedingt lesen. Sie erschließen dem Leser viele Metaebenen erst richtig.

"Northanger Abbey" ist ein Roman, der auch heute noch in vieler Hinsicht funktioniert. Er ist spannend, von geistreichem Witz und er liefert authentische Einsichten in eine vergangene Zeit und eine ausgestorbene Gesellschaftsschicht (obwohl es noch genügend Parallelen zum heutigen englischen Adel gibt!). Vielleicht ist Austen hier nicht immer so elegant wie in "Stolz und Vorurteil", aber lesenswert und unterhaltsam ist "Northanger Abbey" von der ersten bis zur letzten Seite.
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am 27. Januar 2009
Ich bin vor diesem Hörbuch eine "Jane-Austen-Jungfrau" gewesen, wenn man es so ausdrücken kann. Ich kannte zwar den "großen" Film "Stolz und Vorurteil", aber ich hatte noch nie etwas von Jane Austen gelesen (oder gehört).
Nachdem ich aber in eine Hörprobe hineinggehört hatte (Hörbuchbestenliste
[...] MUSSTE ich es kaufen und ich habe es nicht bereut.
Jane Austens Humor ist unbeschreiblich für Leute, die sie nicht kennen, voller treffender Ironie aber trotzdem nicht sarkastisch.
Jane Austen beschreibt die Heldin Cathrin, die als 4. von 10 Kindern zur Welt kam (und man wunderte sich, dass die Mutter nach dem 4. Kind nicht starb, wie man es annehmen konnte, sondern weiterlebte und noch 6 Kinder bekam) Am Ende ihrer Teenager-Zeit wurde die Heldin von freundlichen Nachbarn für ein paar Wochen mit nach Bath genommen. Bath steht für das Zentrum der Kultur und Gesellschaft, für wunderbare Bälle und Theateraufführungen.
Vor ihrer Zeit in Bath hat sich die Heldin noch nie mit dem Thema Männer auseinandergesetzt, so dass sie in dieser (und manch anderer) Hinsicht noch sehr naiv ist. In Bath lernt sie dann aber gleich zwei junge Männer kennen, einen Schwätzer und einen anfangs eher mysteriösen Mann. Die Schwester ihres Favoriten lädt sie zu sich nach Hause ein, nach Northanger Abbey, und Cathrin sagt begeistert zu, da sie sich einerseits durch die vielen Romane, die sie liest, gewisse romantische (und sehr realitätsferne) Vorstellungen von Klöstern macht, aber sich andererseits auch Hoffnungen macht, dem Bruder der neuen Freundin näher zu kommen... Durch ihre sich überschlagende Phantasie, durch die sie hinter jeder Ecke Verschwörungen und Mordkomplotte vermutet wie in jenen Romanen, die sie liest, manövriert sie sich in die eine und andere peinliche Lage. Gleichzeitig entwickelt sich eine tiefe Freundschaft zwischen der Heldin, ihrer neuen Freundin und deren Bruder.

Jane Austen beschreibt auf unglaublich einfallsreiche Art die Welt der höheren Gesellschaft in Bath, ihre Freuden und Intrigen, die nicht zu kurz kommen. Sie setzt der Gesellschaft einen humorvollen aber treffenden Spiegel vor.
Da ich seither etwas mehr Erfahrungen mit Hörbüchern gesammelt habe, kann ich sagen, dass Fritzi Haberlandt eine sehr angenehme und zu diesem Roman passende Stimme hat. Ihre Stimme unterstreicht Jane Austens Ironie, ohne zu viel zu interpretieren und dem Hörer diesen Spaß "wegzunehmen".

Einen kleinen Stern Abzug deshalb, weil es mir so gut gefallen hat, aber das Hörbuch durch Kürzungen so schnell zu Ende war. Dieser Abzug hat also nichts mit der Geschichte selbst zu tun, nur mit dieser speziellen Aufnahme.

Fazit: der Hörer lauscht der Geschichte ständig mit einem leichten Schmunzeln im Gesicht. Tolle Geschichte, tolle Sprecherin. Sollte man sich anschaffen
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am 4. Februar 2008
Einer der unbekannteren Romane Jane Austens - und einer ihrer humorvollsten.
Wie Catherine sich ein bißchen zur Närrin macht, ist einfach hinreißend beschrieben.
Austen macht sich da lustig über die damals so beliebten "düsteren Novellen".
Daß sie wunderbar formulieren kann, wußte ich ja, aber hier läuft sie zu großer Form auf!
Grandios!
Dazu die wunderschöne Manesse-Ausgabe, mit die schönsten Bücher, die ich kenne!
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am 12. Juni 2015
Neben "Stolz und Vorurteil" mein liebster Jane Austen Roman. Die Geschichte ist lustig und erfrischend, auch bei mehrmaligem Durchlesen. Absolut empfehlenswert.
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am 7. Januar 2010
Hier brauch ich nicht viel sagen. Das Stück ist spannend aber auch romantisch, die Sprecherin prima. Einfach kaufen und anhören. Der etwas andere Jane Austen Roman.
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