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Man sollte angesichts der Weltgeschichte inzwischen glauben, dass das Streben nach Sozialismus genug Ungemach entfaltet hat. Aber irgendwie ist dieses Streben nicht totzukriegen. Wahrscheinlich wird auch ein kleiner Ausflug nach Nordkorea daran nichts ändern. Wenn man sich vorher informieren möchte, dann hilft dieser sehr gelungene Bildband dabei ohne Zweifel. Eigentlich kann man sich nach dessen ausführlicher Betrachtung die Reise auch sparen, denn mehr als in diesem Buch gezeigt wird, bekommt man garantiert auch vor Ort nicht zu sehen.

So interessant die Bilder und die wenigen Textstellen für Menschen seien mögen, die noch niemals einen sozialistischen Staat von innen kennengelernt haben, so bekannt kommt denen, die im Osten Deutschlands aufwuchsen, hier eigentlich alles vor. Sicher, in dieser stalinistischen Dynastie kann man davon ausgehen, dass die ärmlichen Lebensumstände, die Unfreiheit und die allgegenwärtige Gehirnwäsche noch ganz andere und unvorstellbare Dimensionen erreichen als sie es im ersten deutschen Arbeiter-und-Bauern-Staat schon taten. Nordkorea ist völlig abgeschottet, es gibt keinerlei wenigstens teilweise objektiven Informationen über das Geschehen im Rest der Welt, der Alltag wird militärisch durchorganisiert und jedes Aus-der Reihe-tanzen wird mit Sicherheit streng bestraft. Wenn schon das Falten einer Zeitung gefährlich wird, weil man das Antlitz des geliebten Führers virtuell knickt, dann kann man wohl erahnen, was bei schlimmeren Vergehen droht.

Was man in diesem Bildband zu sehen bekommt, ist natürlich allenfalls die Oberfläche, die man zu zeigen bereit ist. Man sieht weder die Provinz (auch wenn das in einer Überschrift suggeriert wird), noch weiß man, wie die Menschen tatsächlich leben oder unter welchen Umständen sie arbeiten (müssen). Zu sehen sind nur ausgewählte Objekte, ausgewählte Orte, eben das, was man zeigen möchte, um ein falsches Bild zu erzeugen. Natürlich ist das nicht die Schuld der Autorin. Man muss im Gegenteil ihren Mut bewundern, dass sie auch Motive mit nach Deutschland brachte, die nicht unbedingt gewollt waren. Sensationell sind sie aber auch nicht. Niemand wird als Ausländer unter diesem Regime je dahin kommen, wo es wirklich interessant und echt wird.

Aber selbst wenn man die in diesem Band enthaltenen Aufnahmen aufmerksam und im Detail betrachtet, kann man interessante Einzelheiten entdecken. Riesige Straßen ohne Verkehr, plötzlich ein fetter Mercedes, in dem die besonders Gleichen herumkutschiert werden, die schreckliche Uniformität, die völlig ins Absurde getriebene architektonische Gigantonomie, die zu fast allen sozialistischen Diktaturen gehört (auch zu den beiden in Deutschland). Den bereits zu sehenden Zerfall von kürzlich erst errichteten Plattenbauten, deren unterste Etage vergittert ist, obwohl natürlich alle Menschen unter der Führung der ruhmreichen Partei der Arbeit Koreas nach den höchsten Idealen streben. Und die überall herrschende Ordnung und Sauberkeit.

Ungewollt komisch wirkt die kindliche Naivität der Autorin, wenn sie sich überrascht zeigt, dass die Menschen in Nordkorea über dieselben Dingen lachen können wie auch sie selbst. Solche Äußerungen zeugen von einem Unverständnis, das man ihr verzeihen muss, weil sie sich einfach mangels eigener Erfahrungen nicht in die Lage dieser Menschen versetzen kann. Natürlich sind Nordkoreaner Menschen wie wir. Aber sie kennen nur ihr irrwitziges Universum. Wenn man sie daraus entlässt wird man zwei Reaktionen beobachten können: Offenheit bei denen, die intelligent und charakterstark genug sind, um sich der täglichen Gehirnwäsche nicht völlig zu unterwerfen, und schroffe Ablehnung bei den meisten anderen.

Man steht in solchen Regimen unter ständiger Beobachtung. Das prägt das Verhalten und geht den Menschen in Fleisch und Blut über. Sie passen sich auf verschiedene Weise an. Eigentlich muss man dazu nicht nach Nordkorea fahren, sondern nur in die deutsche Geschichte zurückgehen. Denn das, was in Nordkorea in ausgewählten Situationen zu betrachten ist, findet man bis in den Alltag heruntergebrochen in der deutschen Geschichte viel detaillierter. Der einzige, aber gravierende Unterschied besteht nur darin, dass Nordkorea völlig zugemauert und isoliert ist. Da funktionieren alle Methoden solcher Regime auf geradezu ideale Weise.

Wenn Menschen nicht mehr nach Freiheit und Selbständigkeit streben, weil sie einen solchen Zustand nie kennengelernt haben und folglich auch nicht wissen, was das ist und wie es sich anfühlt, dann ist man im perfekten Sozialismus gelandet. Wer das anstrebt, sollte es sich ruhig einmal vorher ansehen. Nordkorea ist so etwas wie die ideale sozialistische Welt. Und dieser Bildband öffnet ein kleines Fenster zu den aus Sicht des Regimes zeigenswerten Stellen dieses makabren Universums.
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am 6. Oktober 2014
Ich liebe es zu Reisen aber eine Reise nach Nordkorea war mir bis jetzt verwehrt - nun konnte ich aber durch dieses tolle Buch einen Einblick in ein Land gewinnen, dass ich mir komplett anders vorgestellt hatte!
Nicht nur Grau und Trist scheint dieses unbekannte Land zu sein, die Photographin hat Momente mit Ihrer Kamera eingefangen, die ich so nie in Nord Korea erwartet hätte. Monumental sind natürlich die Feierlichkeiten mit tausenden Akteuren und "ganz normal" mutet manches Alltagsbild der Bürger an.

Ein wunderbarer Bildband den ich bereits weitere fünf mal verschenkt habe so sehr hat er mich begeistert!

Dieses Buch darf in keiner Sammlung fehlen!
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am 21. Juni 2015
I really don't enjoy writing nasty reviews, but this book REALLY deserves it. Going through it made me truly angry, a rare response to average work. So where do I start?

I suppose the images are the best starting point. What you have here (with perhaps five exceptions out of 100+ frames) is a tedious series that feeds into every cliché we already know about NK. Take my word for it, you have seen almost all these pictures in one form or other before, and there is nothing, NOTHING new or revealing in this selection. There are photos of monumental architecture, duly shot by every tourist who goes there, far too many photos of an evening spent at mass games (casting no new light on them and already thoroughly documented by umpteen photographers before her,) and photos purporting to be of 'daily life', which show us nothing of daily life in NK whatsover - what they do in fact show is a bit of Pyongyang, which is a bubble in the context of NK as a whole.

Most importantly, there are almost no photos of locals, much less a portrait, and very, very little that hints at the humanity of your average North Korean (which, contrary to popular perceptions, certainly exists) On those extremely rare occasions when there is a frame of a local, Leeb writes in the caption that the image was taken at great risk to herself, which is utter rubbish. Even worse, there is simply no visual language to this collection. I have no sense of Leeb's personality at all, no sense of subtext, no sense of humour, nothing. These are tourist snapshots, no more no less, and whoever saw fit to publish them needs a job review.

And I am coming from some experience here, having been all over North Korea quite a number of times. On that basis I have the advantage of being able to identify every single location where Leeb's pictures were taken, namely, Pyongyang (the vast majority), Nampo (not many), Sariwon (not many) and Kaesong/the DMZ. Apparently she went to Mt Myohang as well, which is likely since it is on most standard tours. The point, however, is that calling a book that consists almost entirely of Pyongang images 'North Korea' is like taking photos of New York and calling the book 'America'. It's laughable.

Now, if you look at a map of NK, you will quickly establish that based on the book's images, Leeb visited but the tiniest part of the country, and limited herself entirely to the most basic cookie-cutter tour (tours are compulsory there). There is nothing from provincial NK proper, much less from further-flung regions where travel is considerably more gruelling than the little circle she undertook.

And why do I harp on about this? Well, she states in her essay at the beginning that she and the two people with her spent 'several weeks' in NK, and she has said elsewhere that she travelled 3000 km within the country. I can say without hesitation that, based on her images in this book, there is nothing whatsoever to support this outrageous claim. There is no way she spent several weeks doing the standard five day tour, nor is there any way that she somehow clocked up thousands of kilometres doing a loop that covers a few hundred. She is at pains in her introductory text to depict herself as a courageous freedom-fighter, yet the reality is something rather more insipid I'm afraid.

So she is having us on. This is the emperor's new clothes of 'photojournalism' (as she calls it), preying on the general ignorance of the buying public about NK. I find this somewhat ironic I have to say, since the end result is that she is equally as guilty of spinning lies to her buyers as the regime she wants to criticise.

Anyway, I could go on about this at length (indeed I already have). My advice: do not fall for this fraud. If you want to see pictures of NK, just type it into Google images, or better still look up David Guttenfelder or Eric Lafforgue. Just steer clear of this book, which should never have hit the shelves (shame on you TeNeues!)
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am 21. August 2014
Ein faszinierendes Buch mit tollen Beschreibungen und faszinierenden Bildern mit intensiven Farben. Julia Leeb schafft mit dem Buch für mich einen schwierigen Spagat zwischen der oft trockenen und komplexen Politik in Verbindung mit farbenfrohen Kunstvollen Bildern.
In diesem Buch kann man Entdeckungsreise spielen und "hinter den Vorhang" schauen. Eine kunstvolle Entdeckungsreise für Erwachsene mit gesellschaftlichem Anspruch!
Ein tolles Buch und Geschenkidee über Grenzen hinweg!
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am 18. Oktober 2014
Ein sehr gelungenes Werk, dass alle meine Gäste nur ungern wieder aus der Hand geben. Ich selbst blättere es immer wieder durch. Es zeigt wunderbare Aufnahmen aus einem unbekannten Land. Dieses Buch sollte sicherlich in keinem Wohnzimmer fehlen. Wäre der Preis etwas moderater angesetzt, könnte man es auch öfter einmal als Gastgeschenk mitbringen.
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am 26. Oktober 2014
Durch die beeindruckenden und lebendig erscheinenden Bilder dieses Buchs hat man den Eindruck Nord Korea selbst bereist zu haben. Wer gerne hinter die Isolierung Nord Koreas sehen möchte, der darf es nicht verpassen sich dieses Buch zu kaufen. Die Motive mit ihren besonderen Perspektiven, gemeinsam mit ihren informativen Kurzerklärungen, leisten Aufklärungsarbeit, indem der Leser das isolierte Land, seine Traditionen und Bewohner zu verstehen vermag.

Egal ob Ägypten, Syrien, Libyen, Kongo oder zu letzt Nord Korea – Fr. Leeb bereist schon lange unter großer Gefahr Länder, die isoliert sind oder sich im Umbruch befinden. Durch ihre furchtlose Arbeit schafft sie es immer wieder dem Betrachter die Augen zu öffnen, so auch in ihrem ersten Coffee-Table-Book über Nord Korea.
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am 12. August 2014
Spätestens seit den Kriegsdrohungen Nordkoreas gegenüber Südkorea und den USA im Frühjahr 2013 steht das streng abgeschottete Land im Fokus des internationalen Interesses. Julia Leeb's neuer Bildband über Nordkorea gleicht einem Spaziergang auf einem fremden Planeten! Sie zeigt die Realität des Alltages in Nordkorea, dem größten Gefängnis der Welt.
Die Momentaufnahmen aus dem tristen Alltag eines versklavten Volkes, oder zumindest aus einer für uns extrem fremden Welt, sind sehr kraftvoll und beeindruckend. Der Alltag eines deprimierten, unterjochten Volkes, das zu allem klatschen muss, ein Diktator, der sich beim Anschauen von Dingen und beim Diktieren seiner Befehle stolz filmen lässt, Begegnungen mit ganz normalen Menschen, die nur das Nötigste wollen und doch nicht Mensch sein dürfen....

Sicher der aufschlussreichste Bildband über diesen Operettenstaat, der an Unmenschlichkeit kaum zu übertreffen ist!

Klare Kaufempfehlung wenn Sie sich für Nordkorea interessieren und/oder beeindruckende Bilder lieben!
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am 6. November 2014
Dieses Buch gibt einen weiten Einblick in das Land, wie es einem gezeigt/präsentiert wird. Die Bilder sind unglaublich gut getroffen und durch die interaktiven Links, welche im Buch enthalten sind, bekommt man echt einen tollen überblick. Die stillstehenden Bilder beginnen sich zu bewegen und so bekommt man ein echt gutes Gefühl für dieses so unbekannte Land!
MUTIG.TOLL!!!
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am 21. August 2014
Ein hochinteressanter Bildband, der es uns ermöglicht einen Einblick zu bekommen in ein uns völlig unbekanntes Volk.
Eine wunderbare Art den Menschen aus Nordkorea ein Gesicht zu geben.
Beeindruckende Momentaufnahmen. Durchdachter Buchaufbau. Fantastisch mal was anderes zu sehen!!
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am 15. Oktober 2014
Absolut Selten und SEHENSWERTE Bilder und Texte. Auch das "per Klick wird aus dem Foto ein Film" Verfahren hat mich fasziniert! !!! Modern, Kunst! und Historisch Einmalig!
Ich kann das Buch sehr empfehlen
MFG
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