Das sechste Studioalbum der Band. Mittlerweile schrieb man 2003 und die Band war nach ihrem zuvor erschienen Best Of Album weitestgehend aus dem Spotlight verschwunden. Dies sollte sich auch mit weiteren Alben nicht ändern.
Nach dem etwas seicht geratenem 2001er Album rockt "North Atlantic Drift" wieder mehr, außerdem ist die Band nun wirklich im neuen Jahrtausend angekommen. Alles klingt kräftiger, nicht mehr ganz so süß, die verspielten 90er waren entgültig vorbei. Das Album startet mit zwei Songs, die für mich unter "Geht so" fallen, aber dann! North atlantic drift", Golden Gate Bridge", "Make the deal" - drei ganz große Rocksongs, die zum besten gehören, was die Band jemals produzierte. Songs, die diesen Aha-Effekt haben, die so viel ihrer anderen Songs oft abhanden geht. Songs, die wirklich packen, und dich vom Stuhl hochreißen. Songs mit Feuer, mit Energie. Und danach wirds auch nicht schwächer, "For every corner" ist toller Folk-Pop, ebenso "Second Hand Car" (noch besser!). Mit "She's been writing" kommt dann noch der obligatorische Beatles Song, und auch der einer ihrer besten dieser Sorte.
Schade, das der Band in den 00ern kaum noch Aufmerksamkeit geschenkt wurde. Zumindest mit "North Atlantic Drift" haben da viele wirklich was verpasst. Es war das damalige Aufkeimen der Neo New Wave, eher klassischer Gitarrenpop wie ihn OCS machen passte da nicht rein.