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Norrington Dirigiert Holst und Elgar (die Planeten/Serenade)
 
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Norrington Dirigiert Holst und Elgar (die Planeten/Serenade)

Roger Norrington , Rsos , Gustav Holst , Edward Elgar Audio CD
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Komponist: Gustav Holst, Edward Elgar
  • Audio CD (10. Juni 2002)
  • SPARS-Code: DDD
  • Anzahl Disks/Tonträger: 1
  • Label: Hänssler (Naxos Deutschland Musik & Video Vertriebs-)
  • ASIN: B000066I8M
  • Weitere Ausgaben: MP3-Download
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 141.769 in Musik (Siehe Top 100 in Musik)

Produktbeschreibungen

Gustav Holst befasste sich nach eigener Aussage nur "mit Dingen, die mich zu Musik anregen". Dazu gehörten die Mystik asiatischer Religionen sowie die Astrologie. Inspiriert durch "What is a Horoscope" von Alan Leo komponierte Holst eine faszinierende musikalische Charakterisierung der Planeten Mars, Venus, Merkur, Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun. Roger Norrington und das Radio-Sinfonieorchester Stuttgart des SWR verstehen sich hervorragend darauf, den individuellen Klangfarben der Planeten, der Magie und der Sinnlichkeit Ausdruck zu verleihen. Entrückte Stimmungen wechseln mit kriegerischen Momenten, nie sich vordergründig dem Klangrausch ergebend und sich immer an den Vorgaben des Komponisten orientierend. Die Serenade für Streicher op. 20 gehört zu den populär gewordenen kleineren Werken Edward Elgars und enthält zahlreiche Charakteristika seiner Musik Kristallklare Präzision und große melodische, nahezu melancholische Bögen - eine gelungene Kombination von Klassizismus und Romantik. Entgegen vieler bekannter Interpretationen, die einseitig die Melancholie auskosten, zeichnet sich Norringtons Interpretation aus durch Reduktion auf den musikalischen Gehalt, Durchsichtigkeit in den harmonischen Wendungen und sparsame Bogenführung. Es entsteht ein Klang, der fast entrückt "Musik aus einer anderen Welt" assoziiert.

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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Planetenfeuerwerk 12. November 2002
Format:Audio CD
"Die Planeten" sind wohl mittlerweile das bekannteste Werk des britischen Komponisten Gustav Holst. Wie häufig bei Komponisten anzutreffen ist, mochte Holst sein bekanntes Werk nicht sonderlich. Er empfand die Komposition eher als schwaches Werk. Dass das Publikum dies anders beurteilt, bezeugt nicht zuletzt die stattliche Anzahl der Einspielungen. Hier könnte man sich die Frage stellen, was uns denn eine neue Aufnahme bringen soll. Ist nicht schon längst alles gesagt worden?NEIN, muß die Antwort lauten. Roger Norrington (bekannt geworden als Dirigent der London Classical Players) hat mit seinem SWR-Symphonieorchester eine beeindruckende Wiedergabe vorgelegt. Von dem Originalklang-Experten bekommen wir eine erstaunlich wuchtige und zugleich sehr transparente Einspielung zu hören. Viele Melodien/Themen gibt es hier zu hören, die in anderen Aufnahmen leider verloren gehen. Es ist keineswegs so, daß sich Norrington in der Herausstellung dieser Passagen verliert. Vielmehr bleibt er stets Herr des Gesamtgeschehens und findet den großen thematischen Bogen. Mars, der Kriegsplanet, kommt mit punktgenauen martialischen Orchesterschlägen daher, während Venus sanft dahinfließt und Jupiter verspielt wirkt.
Eine großartige Aufnahme die es verdient, gehört zu werden.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von helmpr. TOP 1000 REZENSENT
Format:Audio CD
Britische Musik des 19. und 20. Jahrhunderts hat es eher schwer in deutschen Konzertsälen. Schade. Denn auf der Insel gab es eine eigene, und wie ich finde hörenswerte Entwicklung, die sich mit bekannteren Namen wie Edward Elgar, Gustav Holst, Ralph Vaughan Williams bis hin zu Benjamin Britten und Michael Tippett verbindet, aber auch mit großartiger Musik von bei uns oft vollkommen unbekannter Komponisten und Komponistinnen wie Hubert Parry, Arthur Sullivan oder Ethel Smyth und vielen anderen.

Von daher genieße ich es, dass in der hochwertigen Stuttgarter Musikszene ein Sir Roger Norrington, Chefdirigent des Stuttgarter Radiosinfonieorchesters des SWR, als Botschafter der Musik seiner Heimatinsel auftritt. Diese CD ist ein Beleg dafür, mit einem der bekannteren britischen Werke, das es immerhin ab und zu ins Repertoire hiesiger Orchester schafft.

Aber so wie die Planeten hier musiziert werden, das ist schon mehr als werbewirksam.

Mit Verve und mit Nerv für Spannung und Dramatik, mit Gespür und Sensibilität für meditative Ruhe und planetarische Weite. Und für typisch britische Ironie, die ich an der einen oder anderen Stelle durchblitzen höre.

Die spezielle Musizierweise des Stuttgarter Radiosinfonieorchesters, der so genannte Stuttgart-Sound, lässt die Planeten in brillanter Transparenz erklingen, Feinheiten werden hörbar, Effekte sehr präzise artikuliert, der Klangkörper wirkt ungeheuer elastisch.

Und so klingt der Mars in der Tat brutal, furchtbar lärmend und entsetzlich martialisch und die Venus im Gegensatz dazu in der Tiefe versöhnend, der Merkur wirklich atemlos beflügelt, bis er plötzlich - schwupp - wieder weg ist, und der Jupiter wirklich tänzerisch ausgelassen, lustig und nobel zugleich. Und am Ende verschwebt der Neptun mit den famosen Frauenstimmen des Stuttgarter Opernchors und des Vocalensembles Stuttgart so wunderbar mysteriös ins kosmische Schweigen.

All das ist nicht selbstverständlich, sondern zeichnet die musikalische Qualität dieser Aufnahme aus, wie langweiligere Einspielungen beweisen.

Neben den Planeten findet sich Edward Elgars Serenade for String Orchestra op. 20 auf der CD, ebenfalls sehr schön musiziert. Hier kommt der besondere Streicherklang des Stuttgart-Sound voll zur Geltung. Wer an Elgar Geschmack gefunden hat, kann mit der ebenfalls hervorragenden CD Sinfonie 1 mit Sir Roger und seinem Stuttgarter Orchester weiter machen, bei der verständlich wird, dass das britische Premierenpublikum bei der Uraufführung der ersten Sinfonie ausgeflippt ist.

Das Booklet ist ausreichend instruktiv, die Werkeinführung wortwörtlich aus dem Buch Elgar, Britten und Co. Eine Geschichte der britischen Musik in zwölf Portraits von Meinhard Saremba entnommen. Da dieses empfehlenswerte Buch gut ist, ist auch der Auszug gut.

P.S. Mir gefällt auch die Einspielung der Planeten durch den anderen Botschafter britischer Musikkultur in Deutschland, Sir Simon Rattle, mit den Berliner Symphonikern The Planets/+. Die Zugabe dort ist erwähnenswert, nämlich zeitgenössische Kompositionen, die sich mit Holsts Planeten auseinandersetzen und sie fortführen. Ebenfalls exzellent.
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