Produktinformation
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| Disk: 1 | |||
|---|---|---|---|
| 1. Sinfonia | |||
| 2. Chor: Ite sul colle (1. Akt) | |||
| 3. Rezitativ und Cavatina: Svanir le voci | |||
| 4. Meco all' altar di Venere | |||
| 5. Odi? I suoi riti a compiere | |||
| 6. Me protegge, me difende | |||
| 7. Chor: Norma viene | |||
| 8. Szene und Cavatina: Sediziose voci | |||
| 9. Casta diva | |||
| 10. Fine al rito | |||
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| Disk: 2 | |||
| 1. Perfido - Or basti | |||
| 2. Vanne, si, mi lascia indegno | |||
| 3. Introduktion (2. Akt) | |||
| 4. Dormono entrambi | |||
| 5. I figli uccido! - Teneri figli | |||
| 6. Olà, Clotilde | |||
| 7. Szene und Duett: Me chiami, o Norma? | |||
| 8. Deh! Con te, con te li prendi | |||
| 9. Mira, o Norma, a'tuoi ginocchi | |||
| 10. Cedi, deh! Cedi | |||
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
16 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Gute Alternative,
Rezension bezieht sich auf: Norma (Audio CD)
Diese Neuerscheinung von Bellinis Oper Norma ist gut gelungen. Obwohl die alternde Diva Edita Gruberova ein wenig an Volumen und Brillianz verloren hat, ist sie immernoch sehr überzeugend. Es scheint als würde sie das Gewicht ihres Vortrags jetzt weniger auf die sängerische Brillianz, als auf die dramatische Wiedergabe legen. Sie liefert eine hervorragende charakterliche Darstellung der Norma ab. Die Stimme ist immernoch überzeugend, sei auch der eine oder andere hohe Ton etwas schrill. Nur das "Casta diva" ist für meinen Geschmack etwas zu plakativ und es handelt sich nicht um eine besonders schöne Interpretation dieser Arie. Deshalb einen Punkt Abzug. Darauf kommt es im Endeffekt auch überhaupt nicht an, sondern viel mehr auf eine menschliche und durchdringende Darstellung der Rachegöttin Norma und das ist Gruberova vortrefflich gelungen. Aquiles Machado ist ein wunderbarer Pollione. Bereits in seiner ersten Arie überzeugt er mich völlig. Seine Darstellung ist ebenso ausgereift wie seine gesangliche Leistung. Er ist eventuell nicht jedem bekannt, aber dennoch hat er einen Platz an der Spitzenfront verdient, denn sein Vortrag ist glänzend und vollkommen rollendeckend. Elina Garanca ist als Adalgisa überzeugend. Ihr Mezzosopran ist leuchtend in der Höhe und auch Koloraturen meistert sie problemlos. Ihre Darstellung ist wie bei ihren Partnern vollkommen zufriedenstellend. Die restlichen Darsteller sind ebenfalls sehr gut geeignet für ihre Rollen. Chor und Orchester sind brilliant. Friedrich Haider dirigiert eine dramatische und mitreißende Norma.
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14 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Nun ja...,
Von
Rezension bezieht sich auf: Norma (Audio CD)
Wie auch hier zu lesen, ist die Norma von Edita Gruberova (zu recht) heiß umstritten. Viele der größten Sopranistinnen haben sich an diese Rolle, deren Schwierigkeitsgrad legendär ist, herangewagt, von der fein singenden Giannina Russ über die grobe Gina Cigna zu Maria Pedrini, der furiosen Rosa Raisa, der sanften Claudia Muzio, der charismatischen Rosa Ponselle, der dramtisch-sensiblen Maria Callas bis hin schließlich zu der "perfekten" Joan Sutherland, der beschädigten Renata Scotto und der glanzvoll-glatten Montserrat Caballé, der schönstimmigen Margaret Price und der harten June Anderson.Es sind ganz unterschiedliche Persönlichkeiten von Sängerinnen wobei vor allem Maria Callas und vielleicht noch Rosa Ponselle mit ihren dunklen, reichen Stimmen das Rollenverständnis nachhaltig geprägt haben. Nun tritt Edita Gruberova sammt Gatten auf den Plan und erregt die Gemüter vor allem wohl auch durch ihre Aussagen: Wer das Beiheft liest, dem soll Glauben gemacht werden, jetzt die "richtig" gesungene, die Belcanto-Norma zu hören. Das macht beim Hören natürlich voreingenommen und viel lenkt nicht von der Leistung der Diva ab, denn weder der Tenor noch der Bariton noch der Dirigent haben ihr viel entgegen zu setzen. Edita Gruberova ist eine Diva im fortgeschrittenem Karriere-Stadium; sie brilliert durch eine fein geschliffene Technik, die immer im Vordergrund steht und ihr erlaubt, z.B. immer noch Lucia di Lammermoor oder Semiramide zu singen. Sie singt konzentriert und extrem auf Linie, was jede Intonationstrübung hörbar macht - ein Gesang von höchster Künstlichkeit der aber großen Wiedererkennungswert besitzt. Höchst artifiziell ist denn auch ihr Zugriff auf die "Norma": Es nötigt Respekt ab, wie sie der Rolle v.a. durch ihre geschliffene Technik gewachsen ist. Das "Casta diva" singt Gruberova in einer höheren (ursprünglichen und schon von Joan Sutherland aufgegriffenen) Fassung was besonders herausgestellt wird. Vermutlich aber hätte sie das Stück in der tieferen Lage gar nicht singen können. Sie verströmt sich nicht, klingt sehr hart - es fehlt das lyrische, das mir hier notwendig erscheint oder zumindest die reichen Farben. Dagegen überzeugt sie mich in den Duetten mit der wunderbar reichen Stimme von Elina Garanca - für mich die eigentliche Entdeckung in dieser Aufnahme. Auch im Schlußteil hat Gruberova nicht das Volumen, nicht die Kontraste um eine glühende Charakterstudie á la Callas zu liefern. Vieles, was "dramatisch" sein soll - all die Seufzerchen - das wirkt eher aufegesetzt. Dennoch bleibt ihr Zugriff ein höchst eigener, charakteristischer, mit Hörgewohnheiten brechender, an dem sich die Geister scheiden - wohl auch zu Recht. Der Untergang des Abendlandes ist ihre Interpretation nicht - zumal nicht, wenn man bedenkt, welche Sänger(Innen) im Moment die Bestseller-Listen erstürmen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
So muss Bel Canto klingen!,
Von
Rezension bezieht sich auf: Norma (Audio CD)
Gruberovas Interpretation von Bellinis NORMA (die sie gerade in den letzten Jahren im Zuge zahlreicher faszinierender 'Live-Auftritte' noch einmal weiterentwickelt hat) stellt ein außergewöhnliches Hör- und Klangerlebnis dar, das unter anderem durch ihre beeindruckende stimmliche Klarheit, ihre fantastische Leichtigkeit in der Stimmführung (auch in den Duetten), durch ihr großartiges musikalisch-künstlerisches Verständnis, ihr wunderschönes, helles, "klingendes" Timbre sowie ein hohes Maß an Dramatik und technisch perfekte Virtuosität besticht. Mit ihrer Norma setzt Gruberova neue und vor allem zeitgemäße Maßstäbe, die weit über unsere Epoche hinausreichen werden, ohne dabei der Versuchung zu erliegen, historisch umjubelte Darstellungen - wie etwa jene der Maria Callas - zu kopieren. Gerade deshalb klingt Gruberovas Norma unverwechselbar und wirkt so authentisch. 'Casta Diva' klingt in der Originaltonart G, die Edita trotz der schwindelerregnden Höhe nicht scheut (BRAVO), unvergleichlich besser als in F und fügt sich hervorragend in das Gesamtbild dieser Produktion ein. Eines der absoluten Highlights dieser Aufnahmen ist zweifelsohne auch das Duett 'O mira Norma' - ein wahrhaftiges Fest der schönen Stimmen, überirdisch, göttlich! Dieses Duett macht Gänsehaut (ein großes Bravo diesbezüglich auch an Elina Garanca, deren Timbre vorzüglich mit Editas Stimmlage und -farbe harmoniert). Tolles Dirigat im Übrigen von Friedrich Haider, der es - Gott sei Dank - nicht scheut, Tempi dort entsprechend rascher zu nehmen, wo dies musikalisch notwendig ist (genial schon die Overture und insbesondere 'Guerra, guerra!' - einfach großartig und sehr effektvoll in dieser Wiedergabe). Das Orchester trägt die Solisten auf dieser CD wie auf einem Teppich - voller Spannung, Klang und mit höchster Präzision, sodass letztlich immer die Stimmen im Vordergrund bleiben. Zum Niederknien schön gestaltet Gruberova auch den Triumph von Normas gnadenlosen, selbstzerstörerischen Rachefeldzug ('In mia man alfin tu sei') - auch dabei spürt man, dass jeder Ton, jedes Wort in seiner gesamten Dimension wohl überlegt ist. Ein echtes Meisterwerk - historischer Meilenschein der Operngeschichte - ist schließlich auch Normas Abgesang (Finale: 'Deh non volerli vittime') auf dieser Aufnahme, mit dem Edita abermals zu Tränen rührt, weil das ganze Ausmaß der Tragödie so richtig spürbar wird, wie das selten zuvor so gelungen ist: In zartem, erstickendem, dennoch aber wunderbar klingendem Piano/Pianissimo, fast gänzlich ohne Vibrato - wie bereits tot - schreitet Norma, die zu diesem Zeitpunkt innerlich bereits mit ihrem Leben abgeschlossen hat, ihrem tragischen Ende entgegen...So muss bel canto klingen!
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