oder
Loggen Sie sich ein, um 1-Click® einzuschalten.
oder
Mit kostenloser Probeteilnahme bei Amazon Prime. Melden Sie sich während des Bestellvorgangs an. Erfahren Sie mehr
Jetzt eintauschen
und EUR 0,12 Gutschein erhalten
Eintausch
Alle Angebote
Möchten Sie verkaufen? Hier verkaufen
Der Artikel ist in folgender Variante leider nicht verfügbar
Keine Abbildung vorhanden für
Farbe:
Keine Abbildung vorhanden

 

Nordwand

Benno Fürmann , Johanna Wokalek , Philipp Stölzl    Freigegeben ab 12 Jahren   DVD
4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (70 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 9,99 Kostenlose Lieferung ab EUR 20 (Bücher und Blu-ray-Filme immer versandkostenfrei), auch bei allen Verkäufern, die "Versand durch Amazon" nutzen. Details
  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o
Nur noch 7 auf Lager
Verkauf und Versand durch Amazon. Geschenkverpackung verfügbar.
Lieferung bis Samstag, 25. Mai: Wählen Sie an der Kasse Morning-Express. Siehe Details.
Mehr Informationen zu Lovefilm
Testen Sie LOVEFiLM jetzt 30 Tage: Sehen Sie über 50.000 Titel auf DVD/Blu-ray und streamen Sie über 5.000 Filme und Serien auf immer mehr Endgeräten als Video-on-Demand. Jetzt testen

Entdecken Sie jetzt den Hollywood-Shop mit aktuellen Kino-Blockbustern, Preis-Hits und Bestsellern. Jeden Monat neu: Attraktive DVD- & Blu-ray Aktionen und die besten TV-Serien.

Hinweise und Aktionen

  • Entdecken Sie zahlreiche Filme und TV-Serien jetzt zum Sonderpreis in unseren 5 Tagen Mailights.

  • Mobil Preise vergleichen und über das Handy einkaufen mit der kostenlosen Amazon Shopping-App für Ihr Smartphone: Hier klicken.


Wird oft zusammen gekauft

Nordwand + Nanga Parbat + Sturz ins Leere
Preis für alle drei: EUR 33,47

Die ausgewählten Artikel zusammen kaufen
  • Nanga Parbat EUR 10,49
  • Sturz ins Leere EUR 12,99

Welche anderen Artikel kaufen Kunden, nachdem sie diesen Artikel angesehen haben?


Produktinformation

  • Darsteller: Benno Fürmann, Johanna Wokalek, Florian Lukas
  • Regisseur(e): Philipp Stölzl
  • Komponist: Christian Kolonovits
  • Format: Dolby, PAL, Widescreen
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1)
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
  • Studio: Twentieth Century Fox Home Entert.
  • Erscheinungstermin: 20. November 2009
  • Produktionsjahr: 2009
  • Spieldauer: 121 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (70 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B002OLC632
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 11.173 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

Amazon.de

Nordwand bietet technisch perfekt gemachte Unterhaltung mit Starbesetzung und Hochspannungsgarantie.

Die Geschichte um die Erstdurchsteigung der Eiger Nordwand ist legendär und an Dramatik kaum zu überbieten. Während im fernen Berlin unter den Argusaugen der Nazis die Jugend der Welt ihre Olympiade austrägt, ereignet sich im Schatten des Eigers eine Tragödie die einem noch heute eiskalte Schauer über den Rücken jagt. Auch wenn der Stoff aufgrund seines vorbelasteten Genres seine Tücken hat (im dritten Reich war der Bergfilm Spielwiese für nazionalsozialistisches Ideengut), durfte man sich auf die Verfilmung freuen. Nicht zuletzt weil mit Videocliproutinier Philip Stölzl einer der spannendsten deutschen Filmemacher für die Regie verantwortlich zeichnet.

Toni Kurz (Benno Führmann) und Andi Hinterstoisser (Florian Lukas) sind zwei draufgängerische Berchtesgadener Alpinisten. Zwischen Hitlergruss und Latrinenputzen haben sie nur eins im Kopf: den Angriff auf die Eiger Nordwand. In den Berliner Zeitungsstuben hingegen denkt man stramm nationalsozialistisch nur an die Verwertbarkeit der Beiden als arische Berghelden. Während die bayerischen Burschen die 800km bis in die Schweiz auf ihren Drahteseln bewältigen, reist der opportunistische Sensationsreporter Henri Arau (Ulrich Tukur in einer Paraderolle) im erste Klasse Abteil an. Pikanterweise wird er von der jungen Volontärin Luise (Johanna Wokalek) unterstützt, ihres Zeichens auch aus Berchtesgaden und, wie es der Drehbuchzufall will, Tonis Jugendliebe. Im Luxushotel am Fuss der Felswand versammelt sich schliesslich ein voyeuristisches Publikum um von der Sonnenterasse das Schauspiel in der Wand zu verfolgen. Doch niemand ahnt welches Drama der Berg für sie bereithalten wird.

Nordwand hat seine unbestreitbaren Stärken dort wo der Film den Zuschauer in die Felswand mitnimmt. Mag die Liebesgeschichte zwischen Toni und Luise konstruiert wirken und das Nazigedöns im Hintergrund ein wenig platt sein, so entfaltet das Drama seine Qualitäten spätestens im einsetzenden Schneesturm. Hier bleibt Regisseur Philipp Stölzl (Baby) ganz nah an der Realität. Und die hat es in sich. Der Aufstieg beginnt vielversprechend. Nachdem sich Kurz und Hinterstoisser mit zwei Österreichern zusammengetan haben gelingt den Bergsteigern ein wagemutiges Manöver das sie zügig in höhere Lagen vordringen lässt und bis heute als „Hinterstoisser Quergang“ bekannt ist. Euphorisch zieht man das Quergangseil ab. Eine tragische Fehleinschätzung. Wenig später gerät einer der beiden Österreicher in einen Steinschlag und wird am Kopf verletzt. Ein schweres Handicap für die Gruppe. Dennoch arbeitet man sich weiter vor. Erst am dritten Tag, als das Wetter drastisch umschlägt, muss man umkehren. Doch als sie jetzt zum Quergang kommen sitzen sie in der Falle. Bei dem verzweifelten Versuch im Sturm dennoch einen Übergang zu finden stürzt Hinterstoisser ab. Die anderen werden von ihm mitgerissen. Ein Österreicher wird erdrosselt, der andere, vom Gewicht der Kameraden an den Haken gepresst, erfriert. Nur Toni Kurz überlebt. Im Seil verfangen kann er weder vor noch zurück und droht, nur wenige Meter vom rettenden Stollengang zu erfrieren. Wo vergleichbare Geschichten ein Happy End parat haben wird das Drama von Nordwand auf die Spitze getrieben und lässt uns bis zuletzt atemlos mitfiebern. Wer hier unberührt bleibt, sollte seinen Puls überprüfen lassen. Thomas Reuthebuch

Kurzbeschreibung

Die berühmt-berüchtigte Eiger Nordwand als Erste zu bezwingen – im Sommer 1936 ist das der Traum vieler Bergsteiger aus ganz Europa. Auch die Gedanken der beiden Berchtesgadener Kletter-Asse Toni Kurz und Andi Hinterstoisser kreisen um nichts anderes. Die beiden sind überzeugt, dass sie es schaffen können, auch wenn bereits zahlreiche Versuche in der Mordwand tödlich endeten. Doch mit der Erstbesteigung winkt nicht nur der ersehnte soziale Aufstieg, sondern auch olympisches Gold.

Während der Vorbereitungen am Fuß der Nordwand treffen Toni und Andi überraschend auf Luise, Tonis Jugendliebe, die als Journalistin an der Seite des Nazi-treuen Reporters Arau über die Erstbesteigung berichten soll. Toni liebt Luise immer noch, aber sie scheint dem charmanten Arau zu erliegen. Verzweifelt beginnt Toni mit Andi den Aufstieg in die Nordwand, dicht gefolgt von den beiden Österreichern Willy Angerer und Edi Rainer. Zunächst läuft alles hervorragend und beide Seilschaften kommen schnell voran. Von der Terrasse des Grand Hotels am Fuß des Eigers werden sie mit Fernrohren voller Spannung von zahlreichen Schaulustigen und der Weltpresse beobachtet - auch von Luise, die erkennt, dass Toni ihre wahre Liebe ist.

Doch dann verlieren die Bergsteiger die Kontrolle: Willy wird von einem Steinschlag verletzt, das Wetter schlägt um und die vier Alpinisten werden zur Umkehr gezwungen. Während in der Nordwand ein dramatischer Kampf ums Überleben tobt, macht Luise sich auf, Toni zu retten. Ein Wettlauf mit der Zeit und den Naturgewalten beginnt.


Kunden, die diesen Artikel gekauft haben, kauften auch


Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
28 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Es wurde Zeit... 5. April 2009
Format:DVD
...dass diese Geschichte endlich verfilmt wurde. Wer schon einmal vor der Nordwand stand und die Tragödie um die Seilschaften von Toni Kurz, Andi Hinterstoißer, Willi Angerer und Edi Rainer kennt, der fragte sich seit Jahren: Wieso wurde diese hochdramatische Geschichte noch nicht, mit neuer Technik, auf Zelluloid gebannt? Philipp Stölzl hat sich an die Arbeit gemacht und mit Nordwand einen fast authentischen Film über die erste, europaweit in den Medien übertragene, Live-Katastrophe der Neuzeit gedreht.

Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht der Zeitungsvolontärin Luise Fellner(Johanna Wokalek). Im Dritten Reich, wir schreiben das Jahr 1936, fiebert das Land den Olympischen Spielen in Berlin entgegen. Fast gleichzeitig scheitern immer wieder Bergsteiger an der sagenumwobenen Eiger Nordwand. Die Wand, ständig ohne Sonnnenlicht, immer feucht und mit losem, gefährlichem Gestein versehen, gilt als unüberwindbar. Kein Wunder, dass das Regime, passend zur Olympiade, deutsche Helden präsentieren möchte, die diese Wand bezwingen. Der Berliner Reporter Arau(Ulrich Tukur) sucht genau diese Helden. Seine Volontärin Johanna, die aus Reichenhall stammt, kennt die beiden Gebirgsjäger Toni Kurz(Benno Fürmann) und Andreas Hinterstoißer(Florian Lukas). Beides, begeisterte Bergsteiger. Während der draufgängerische Hinterstoißer sofort Feuer und Flamme für die Idee ist, scheint dem besonnenen, nachdenklichen Kurz das Risiko zu groß.
Als die beiden jedoch erfahren, dass die Österreicher Edi Rainer und Willy Angerer, Freunde des nationalsozialistischen Regimes, den Aufstieg wagen, steigen auch Kurz und Hinterstoißer mit in das Rennen um den Gipfel ein. Das Medieninteresse ist gewaltig, als die beiden Seilschaften in den Berg einsteigen. Was dann passiert, das ist die Geschichte einer Tragödie, wie es sie in den Alpen seitdem nie wieder gegeben hat.

Stölzl hat sich sehr eng an die wirkliche Geschichte gehalten. Lediglich mit dem Einbau der Luise Fellner und ihrer Liebe zu Toni Kurz, die am Ende des Films den Mittelpunkt der Handlung einnimmt, hat er die Story kinotauglich ausgeschmückt. Das ist dann aber auch schon der einzige kleine Schwachpunkt der Verfilmung. Grandiose Bergaufnahmen, gepaart mit einer intensiven, atemberaubenden Geschichte und dem Gedanken, dass es sich so, oder so ähnlich, abgespielt hat, sind die Grundpfeiler des Films. Dazu brilliert Ulrich Tukur in der Rolle des Reporters Arau, bei dem man sich fragt, ob er Mensch oder Reporter ist. Fürmann und Lukas sind als Mimen absolut bergtauglich und Johanna Wokalek verbindet die Charaktere der Handlung. Wenn Kurz Hinterstoißer mit Graupensuppe bekocht, oder die beiden den Führergruß stets mit erhobener Hand und einem Servus quittieren, dann transportieren die beiden Schauspieler den Alpinismus der Kriegszeit perfekt. Am Berg wird Hinterstoißers Motto "Geht nicht, gibts nicht" zum zentralen Thema der Begegnung Mensch-Natur. Die Aufnahmen der Besteigung, in Verbindung mit der damaligen Ausrüstung und den technischen Schwierigkeiten, sind beeindruckend.

Nordwand verbindet eine schon fast dokumentarische Aufarbeitung einer Bergsteigertragödie, mit hollywoodtauglichem Kinomaterial. Das ist Philipp Stölzl fast perfekt gelungen. Der Zuschauer wird es ihm danken. Und wer noch nie vor der Nordwand gestanden hat, dem kann ich nur raten: Schauen sie sich das in Natura an. Sie werden niemals glauben, dass ein Mensch dort hinauf steigen kann!
War diese Rezension für Sie hilfreich?
5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wie weit reicht die Verantwortung für den Anderen? 7. August 2012
Von jury HALL OF FAME REZENSENT TOP 50 REZENSENT
Format:Blu-ray
Der Berg ruft. Rauh und naturalistisch präsentiert sich der 2007 vom 40-jährigen Regisseur Philipp Stölzl gedrehte Film "Nordwand" - geradezu ein stilistischer Kontrapunkt zu geleckten Bergfilmen wie der US-Produktion "Cliffhanger".

Es geht um den 1936 erfolgten Versuch der deutschen Bergsteigern Toni Kurz (Benno Fürmann, 35) und Andreas Hinterstoisser (Florian Lukas,34), als erste die Eiger Nordwand zu erklimmen. Die Jugendfreundin Luise Fellner (Johanna Wokalek, 32), inzwischen Voluntärin bei der "Berliner Zeitung", reist mit ihrem Chef an, um über den erhofften Erfolg zu berichten. Doch das Wetter schlägt um...

Ältere könnten vielleicht in manchem an die Filme von Luis Trenker erinnert werden. Obwohl natürlich mit aktueller Technik hergestellt und digital im Format 2,35:1 editiert, nutzt Stölzl gestalterisch die ganze "historische" Bandbreite von Agfacolor bis zum düsteren S/W-Streifen. Lediglich der Ton bleibt von Beginn bis Ende "modern" und beeindruckt durch Räumlichkeit und Dynamik.

Gelegentliche Hör- und Sehprobleme darf man wohl getrost dramaturgisch erklären - in einem nächtlichen Schneesturm im Gebirge sind bestens ausgeleuchtete Darsteller wenig plausibel.

Die Vermarktung des Besteigungsversuchs durch den Parteiapparat in Berlin wird eher im Hintergrund behandelt, aber keineswegs bemäntelt. Mit leichter Ironie und spürbarem Grauen reagieren die internationalen Besucher des Hotels auf den lärmenden Nationalismus des "überzeugten" Deutschen aus Berlin.

Mehr scheint es dem Team um die zwischenmenschlichen und ethischen Fragen zu gehen. Zu welcher Hilfeleistung ist man gegenüber Menschen, die sich entgegen jeder Warnung, ja, unter Missachtung behördlicher Verbote, in Gefahr begeben? Wie sieht das unter konkurrierenden Bergteams aus, wenn sich die Anderen nicht an die üblichen Mindestabstände halten und in der Folge ein Mann durch Geröllabbruch schwer verletzt wird? Und wieder: Muss man sein eigenes Leben für andere, die ihre Situation auch noch selbst verschuldet haben, mit hoher Wahrscheinlichkeit aufs Spiel setzen?

Worin liegt der Sinn einer Ethik, bei der niemand gewinnen kann?

Auch die Grenze zwischen beruflichem Ehrgeiz und menschlicher Verantwortung wird ausgelotet am Beispiel des von Ulrich Tukur vorzüglich umgesetzten, beispielhaft oberflächlichen Journalisten Henry Arau.

Fein eingesetzte Stilistiken der Zeit, die weitgehend realistische Umsetzung einer wahren Geschichte, eine glaubwürdige Darstellung - am Berg wie zwischenmenschlich - und die Kamera von Kolja Brandt heben die "Nordwand" weit über das Niveau der bekannten Hollywood-Katastrophenfilme.

film-jury 5* A1028 7.8.2012eg Genre: Abenteuer | Drama | Geschichte | Romanze | Sport
War diese Rezension für Sie hilfreich?
5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ergreifend ... ergreifender ... dieser Film! 18. März 2012
Von Garnet
Format:DVD
Filmrezension

Historisch verbürgt ist Folgendes (Achtung: SPOILER!, wer nicht wissen möchte, wie dieser Film ausgeht!): Im Juli 1936 versuchen die beiden recht erfahrenen Bergsteiger Andreas Hinterstoisser und Toni Kurz, den Eiger (in den Berner Alpen) über die bisher nicht bezwungene Nordwand zu besteigen.

Dafür sind sie mit dem Fahrrad 700 km von Berchtesgaden in die Schweiz gefahren. Sie starten die Tour fast zeitgleich mit einem konkurrierenden österreichischen Team, als aber einer der beiden Österreicher schwer verletzt wird, entschließen sich alle vier zum gemeinsamen Rückweg. Dieser gestaltet sich durch aufkommenden Schneesturm als äußerst schwierig und gefährlich, die beiden Österreicher und Andreas Hinterstoisser sterben schon in der Wand, der letzte Überlebende Toni Kurz kurz vor seiner Rettung. Die Erstbesteigung des Gipfels über die Nordwand ist gescheitert. Letztendlich wurde der Eiger - dessen Gipfel schon weitaus früher aus anderen Richtungen erstiegen wurde - über seine Nordwand zwei Jahre später bezwungen und diente damit dann doch noch der Propaganda Hitlers, indem somit "das letzte Problem der Alpen gelöst" wurde, wie in der Schlusssequenz des Films zu erfahren ist.

SPOILER Ende

Der Film:

Als die beiden Berchtesgadener Bergsteiger Andi (Florian Lukas) und Toni (Benno Fürmann) im Juli des Olympia-Jahres 1936 am Fuß des Eigers eintreffen, um den Gipfel erstmals über die Nordwand zu erklimmen, ist schon der großspurige Reporter Arau (Ulrich Tukur), der der Regierung Hitlers durchaus geneigt gegenüber steht, zusammen mit der Volontärin Luise (Johanna Wokalek), die eine Jugendfreundin Tonis ist, vor Ort, nicht zuletzt, da bereits mehrere "Seilschaften" (neudeutsch: Teams) unten am Berg die Tour planen und dies eine Aufsehen erregende Reportage werden könnte. Zunächst entwickelt sich die Besteigung durch die beiden konkurrierenden Teams - auch eine österreichische Seilschaft startet fast zeitgleich - zwar spannend (sie ist sehr gut zu beobachten von einem Aussichtspunkt), als aber beide Teams aufgrund des unwägbaren Wetterumschwunges zusammen den Rückweg antreten, erlahmt das Interesse Araus. Aufgrund eines Schneesturms und eines Unfall eines der österreichischen Bergsteiger gestaltet sich der Rückweg fast als aussichtslos.

Zwar ist der historische Bezug durchaus gegeben, schon allein durch die - für heutige Verhältnisse überaus dürftige - Ausrüstung der Bergsteiger. Dies steht allerdings in diesem dramatischen und überaus ergreifenden, dennoch relativ unkitschigen und unpathetischen Film nicht im Vordergrund - und das macht ihn erst zu einem richtigen (Bergsteiger-)Drama. Denn dadurch, dass der politische Hintergrund nur am Rande gestreift wird, kann sich dieser Film voll auf das menschliche Drama konzentrieren, das sich unter vier Männern in dieser kalten Bergwelt abspielt. Durch die Zeitangaben, die zu einzelnen Szenen eingeblendet werden, wird nachvollziehbar, was sich da abgespielt haben mag, auch wenn das durch die kurzen Szenen natürlich nicht vollständig wiedergegeben werden kann.

Tatsächlich steht hier der pure Existenzkampf im Vordergrund, was noch verstärkt wird durch die so gelungenen und absolut authentisch wirkenden Szenen in der Wand selbst, die geprägt sind von Stille, Einsamkeit, Verlassenheit und Verzweiflung, später überlagert von den Sturmgeräuschen, die umso bedrohlicher und eindrucksvoller wirken, als hier Musik nur sehr spärlich eingesetzt wird.

Durch die Rolle der Luise, die hier in dieser Form rein fiktiv ist, kommt eine zusätzliche packende Komponente ins Spiel, die der künstlerischen Freiheit des Filmes geschuldet ist.

Geworden ist dies ein packendes Drama mit unglaublich guten Panorama-Aufnahmen der Eiger-Nordwand, Nahaufnahmen von ergreifender Intensität und einer tollen schauspielerischen Leistung von Benno Fürmann, Florian Lukas, Johanna Wokalek und - nicht zuletzt - Ulrich Tukur.

Ganz, ganz großes Kino - im wahrsten Sinne des Wortes! Ich hätte nicht gedacht, dass mich dieser Film so bewegen würde und: Ich kann ihn nur empfehlen! Auch für Skeptiker dieses Genres - so wie ich einer war!
War diese Rezension für Sie hilfreich?
Die neuesten Kundenrezensionen
5.0 von 5 Sternen Ohne Worte
Der Film ist klasse und die Blue Ray ist auch in ordnung mehr kann man bei nem Film glaub ich dann schon nicht mehr als Rezesion schreiben. Lesen Sie weiter...
Vor 22 Tagen von Ludwig Hummel veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Spannender Film
Der Film ist überaus spannend. Der Schluss ist sehr bewegend nichts für schwache Nerven. Die Handlung ist schlüssig. Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von Ralf F.M. veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Kälte geht unter die Haut
Der Film fängt harmlos an... aber dann fiebert man mit den Protagonisten. Es wird immer kälter, die Situation immer spannender... Lesen Sie weiter...
Vor 6 Monaten von Elke N. veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Super erzählter packender Bergfilm und Geschichtsstunde in einem
Es gibt deutsche Filme, die schlagen ein wie eine Bombe an den Kinokassen, wie Das Boot", Der Untergang" oder Die Päpstin" und dann gibt's Filme, die gehen unverdient ziemlich... Lesen Sie weiter...
Vor 8 Monaten von S. Simon veröffentlicht
2.0 von 5 Sternen Machwerk
Trotz teilweise halbwegs realistischer Darstellung der Umstände beim Klettern im Fels und in schlechtem Wetter wird einem der Film durch die unsäglich kitzschige... Lesen Sie weiter...
Vor 8 Monaten von A. Fessler veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Großartiger Bergfilm
Ein toller film manches ist laut der umfangreichen Literatur, die es dazu gibt, nicht identisch. Beeindruckende Bergbilder, als Zuschauer bekommt man ein Gefühl dafür,... Lesen Sie weiter...
Vor 13 Monaten von Günter veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen klasse DVD, super Inhalt
habe diese DVD im Sammelpaket erworben und bin sehr zufrieden mit dem Gesamtpaket, besten Dank
tolle Schauspieler, klasse Inhalt, man ist an das Fernsehen gefesselt
Vor 14 Monaten von Torsten veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Nordwand
Habe schon viel über diesen Film gehört! Nicht nur Gutes und jetzt konnte ich mich selber davon überzeugen. Lesen Sie weiter...
Vor 16 Monaten von Edi Spycher veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen .................die kälte strömt aus der leinwand
Ein spannender, solider, stimmungsvoller Bergfilm, der sich nicht hinter den Klassikern dieses Genres (Arnold Fanck!) zu verstecken braucht. Lesen Sie weiter...
Vor 16 Monaten von J. Fromholzer veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Cineast
Einmaliges Bergdrama in einer Deutsch/ Österreich/ Schweizerischen Gesamtproduktion.

Diesem Film habe ich mir innerhalb von einem Tag zweimal angesehen. Lesen Sie weiter...
Vor 22 Monaten von O. wolf veröffentlicht
Kundenrezensionen suchen
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen

Kunden diskutieren

Das Forum zu diesem Produkt
Diskussion Antworten Jüngster Beitrag
Noch keine Diskussionen

Fragen stellen, Meinungen austauschen, Einblicke gewinnen
Neue Diskussion starten
Thema:
Erster Beitrag:
Eingabe des Log-ins
 

Kundendiskussionen durchsuchen
Alle Amazon-Diskussionen durchsuchen
   


Lieblingslisten


Ähnliche Artikel finden


Ihr Kommentar


Datenschutzerklärung von Amazon.de Versandbedingungen von Amazon.de Umtausch- & Rücknahme bei Amazon.de