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Nordwand

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Produktinformation

  • Darsteller: Benno Fürmann, Johanna Wokalek, Florian Lukas
  • Regisseur(e): Philipp Stölzl
  • Format: Dolby, PAL, Widescreen
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1)
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
  • Anzahl Disks: 1
  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
  • Studio: Twentieth Century Fox
  • Erscheinungstermin: 20. November 2009
  • Produktionsjahr: 2009
  • Spieldauer: 121 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (90 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B002OLC632
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 19.458 in DVD & Blu-ray (Siehe Top 100 in DVD & Blu-ray)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Die berühmt-berüchtigte Eiger Nordwand als Erste zu bezwingen – im Sommer 1936 ist das der Traum vieler Bergsteiger aus ganz Europa. Auch die Gedanken der beiden Berchtesgadener Kletter-Asse Toni Kurz und Andi Hinterstoisser kreisen um nichts anderes. Die beiden sind überzeugt, dass sie es schaffen können, auch wenn bereits zahlreiche Versuche in der Mordwand tödlich endeten. Doch mit der Erstbesteigung winkt nicht nur der ersehnte soziale Aufstieg, sondern auch olympisches Gold.

Während der Vorbereitungen am Fuß der Nordwand treffen Toni und Andi überraschend auf Luise, Tonis Jugendliebe, die als Journalistin an der Seite des Nazi-treuen Reporters Arau über die Erstbesteigung berichten soll. Toni liebt Luise immer noch, aber sie scheint dem charmanten Arau zu erliegen. Verzweifelt beginnt Toni mit Andi den Aufstieg in die Nordwand, dicht gefolgt von den beiden Österreichern Willy Angerer und Edi Rainer. Zunächst läuft alles hervorragend und beide Seilschaften kommen schnell voran. Von der Terrasse des Grand Hotels am Fuß des Eigers werden sie mit Fernrohren voller Spannung von zahlreichen Schaulustigen und der Weltpresse beobachtet - auch von Luise, die erkennt, dass Toni ihre wahre Liebe ist.

Doch dann verlieren die Bergsteiger die Kontrolle: Willy wird von einem Steinschlag verletzt, das Wetter schlägt um und die vier Alpinisten werden zur Umkehr gezwungen. Während in der Nordwand ein dramatischer Kampf ums Überleben tobt, macht Luise sich auf, Toni zu retten. Ein Wettlauf mit der Zeit und den Naturgewalten beginnt.

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Nordwand bietet technisch perfekt gemachte Unterhaltung mit Starbesetzung und Hochspannungsgarantie.

Die Geschichte um die Erstdurchsteigung der Eiger Nordwand ist legendär und an Dramatik kaum zu überbieten. Während im fernen Berlin unter den Argusaugen der Nazis die Jugend der Welt ihre Olympiade austrägt, ereignet sich im Schatten des Eigers eine Tragödie die einem noch heute eiskalte Schauer über den Rücken jagt. Auch wenn der Stoff aufgrund seines vorbelasteten Genres seine Tücken hat (im dritten Reich war der Bergfilm Spielwiese für nazionalsozialistisches Ideengut), durfte man sich auf die Verfilmung freuen. Nicht zuletzt weil mit Videocliproutinier Philip Stölzl einer der spannendsten deutschen Filmemacher für die Regie verantwortlich zeichnet.

Toni Kurz (Benno Führmann) und Andi Hinterstoisser (Florian Lukas) sind zwei draufgängerische Berchtesgadener Alpinisten. Zwischen Hitlergruss und Latrinenputzen haben sie nur eins im Kopf: den Angriff auf die Eiger Nordwand. In den Berliner Zeitungsstuben hingegen denkt man stramm nationalsozialistisch nur an die Verwertbarkeit der Beiden als arische Berghelden. Während die bayerischen Burschen die 800km bis in die Schweiz auf ihren Drahteseln bewältigen, reist der opportunistische Sensationsreporter Henri Arau (Ulrich Tukur in einer Paraderolle) im erste Klasse Abteil an. Pikanterweise wird er von der jungen Volontärin Luise (Johanna Wokalek) unterstützt, ihres Zeichens auch aus Berchtesgaden und, wie es der Drehbuchzufall will, Tonis Jugendliebe. Im Luxushotel am Fuss der Felswand versammelt sich schliesslich ein voyeuristisches Publikum um von der Sonnenterasse das Schauspiel in der Wand zu verfolgen. Doch niemand ahnt welches Drama der Berg für sie bereithalten wird.

Nordwand hat seine unbestreitbaren Stärken dort wo der Film den Zuschauer in die Felswand mitnimmt. Mag die Liebesgeschichte zwischen Toni und Luise konstruiert wirken und das Nazigedöns im Hintergrund ein wenig platt sein, so entfaltet das Drama seine Qualitäten spätestens im einsetzenden Schneesturm. Hier bleibt Regisseur Philipp Stölzl (Baby) ganz nah an der Realität. Und die hat es in sich. Der Aufstieg beginnt vielversprechend. Nachdem sich Kurz und Hinterstoisser mit zwei Österreichern zusammengetan haben gelingt den Bergsteigern ein wagemutiges Manöver das sie zügig in höhere Lagen vordringen lässt und bis heute als „Hinterstoisser Quergang“ bekannt ist. Euphorisch zieht man das Quergangseil ab. Eine tragische Fehleinschätzung. Wenig später gerät einer der beiden Österreicher in einen Steinschlag und wird am Kopf verletzt. Ein schweres Handicap für die Gruppe. Dennoch arbeitet man sich weiter vor. Erst am dritten Tag, als das Wetter drastisch umschlägt, muss man umkehren. Doch als sie jetzt zum Quergang kommen sitzen sie in der Falle. Bei dem verzweifelten Versuch im Sturm dennoch einen Übergang zu finden stürzt Hinterstoisser ab. Die anderen werden von ihm mitgerissen. Ein Österreicher wird erdrosselt, der andere, vom Gewicht der Kameraden an den Haken gepresst, erfriert. Nur Toni Kurz überlebt. Im Seil verfangen kann er weder vor noch zurück und droht, nur wenige Meter vom rettenden Stollengang zu erfrieren. Wo vergleichbare Geschichten ein Happy End parat haben wird das Drama von Nordwand auf die Spitze getrieben und lässt uns bis zuletzt atemlos mitfiebern. Wer hier unberührt bleibt, sollte seinen Puls überprüfen lassen. Thomas Reuthebuch -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen

32 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Thomas Knackstedt am 5. April 2009
Format: DVD
...dass diese Geschichte endlich verfilmt wurde. Wer schon einmal vor der Nordwand stand und die Tragödie um die Seilschaften von Toni Kurz, Andi Hinterstoißer, Willi Angerer und Edi Rainer kennt, der fragte sich seit Jahren: Wieso wurde diese hochdramatische Geschichte noch nicht, mit neuer Technik, auf Zelluloid gebannt? Philipp Stölzl hat sich an die Arbeit gemacht und mit Nordwand einen fast authentischen Film über die erste, europaweit in den Medien übertragene, Live-Katastrophe der Neuzeit gedreht.

Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht der Zeitungsvolontärin Luise Fellner(Johanna Wokalek). Im Dritten Reich, wir schreiben das Jahr 1936, fiebert das Land den Olympischen Spielen in Berlin entgegen. Fast gleichzeitig scheitern immer wieder Bergsteiger an der sagenumwobenen Eiger Nordwand. Die Wand, ständig ohne Sonnnenlicht, immer feucht und mit losem, gefährlichem Gestein versehen, gilt als unüberwindbar. Kein Wunder, dass das Regime, passend zur Olympiade, deutsche Helden präsentieren möchte, die diese Wand bezwingen. Der Berliner Reporter Arau(Ulrich Tukur) sucht genau diese Helden. Seine Volontärin Johanna, die aus Reichenhall stammt, kennt die beiden Gebirgsjäger Toni Kurz(Benno Fürmann) und Andreas Hinterstoißer(Florian Lukas). Beides, begeisterte Bergsteiger. Während der draufgängerische Hinterstoißer sofort Feuer und Flamme für die Idee ist, scheint dem besonnenen, nachdenklichen Kurz das Risiko zu groß.
Als die beiden jedoch erfahren, dass die Österreicher Edi Rainer und Willy Angerer, Freunde des nationalsozialistischen Regimes, den Aufstieg wagen, steigen auch Kurz und Hinterstoißer mit in das Rennen um den Gipfel ein.
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22 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von margret hale am 2. Januar 2011
Format: DVD
Packendes Bergsteigerdrame in einer beeindruckenden Inszenierung mit tollen Schauspielern, aber leider einigen Schönheitsfehlern:
Wenn sich ein Regisseur eine wahre Geschichte vornimmt, dann sollte er auch ganz bei der Wahrheit bleiben und nicht Handlungen erfinden, verfälschen und Personen erfinden oder massiv abändern.

1. Andreas Hinterstoißer starb schon beim Sturz und schnitt sich nicht selber vom Seil ab, wie es der Film erzählt.

2. Die Freundin Luise war in Wirklichkeit nicht vor Ort und spielte auch nicht die Rolle der "Drängerin", die Toni Kurz zu dem waghalsigen Vorhaben überredete. Sie ist in dieser Form im Film frei erfunden.

Warum Philip Stölzl diese Änderungen vornahm, ist mir unbegreiflich, bietet die tragische Bergsteigergeschicht doch genug dramatischen Stoff.

Ganz ehrlich, sowas stört mich ungemein, diese Mischung von Historischem und Fiktion, wenn aber gleichzeitig suggeriert wird, dass eine wahre Geschichte authentisch erzählt wird.

Ansonsten wartet der Film mit beieindruckend beängstigenden Bildern auf und einer Story, die einem das Blut in den Adern gefrieren lässt und jeden übertriebenen Ehrgeiz im sportlichen Bereich auf Schärfste verurteilen lässt.

Interessieren würde mich allerdings, ob der echte Toni Kurz, toll dargestellt von Benno Führmann, in Wirklichkeit auch der besonnene Mahner und vernunftbegabte Bergsteiger war, wie es uns der Film erzählt.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Johannes_Kraut am 21. November 2013
Format: DVD
Hier wurde eine der tatsächlich geschehenen bekanntesten Bergsteigertragödien von der Eiger Nordwand verfilmt. Spannend in der Handlung, mit tollen Aufnahmen ist diese Produktion für deutsche Verhältnisse recht gut gelungen um auch im Ausland wahrgenommen werden zu können. Das Ganze ist massen-und damit kinotauglich gemacht. Verpackt in eine Liebesgeschichte ist man zum Schluss des Films tief beeindruckt. Dazu noch tolle Aufnahmen vom Berg. Insofern bis dahin 5 Sterne.

Wenn man nun ein wenig recherchiert und nüchtern alles passieren lässt, fällt spätestens da der Umgang mit den damaligen Verhältnissen auf, der neuzeitlich "politisch korrekt" ausgelegt ist. Natürlich haben da die beiden Protagonisten als Gebirgsjäger keinen Sinn für den Zeitgeist des Nationalsozialismus, ganz im Gegenteil werden Nationalsozialisten als gesichtslose Dumpfbacken in die Rahmenhandlung mit eingebunden. Neben dem kommt man beim recherchieren schnell darauf, dass sich alles doch etwas anders zugetragen hat und dennoch nur so vor Spannung strotzt und eine tolle Geschichte hat. Warum also der Quatsch mit den Schweizer Bergrettern, die in Wahrheit nicht so einen schlechten Job machten, der zweiten Seilschaft aus Österreich, was fast beleidigend für diese ist und der dem Fräulein Wunder, was ohne jede Ausrüstung fast bis an ihren Liebsten in Not kommt im Schneesturm bei Nacht?
Und für alle die das lesen und nicht wissen, wieso der Titel "I ka nimmer" heißt, dies waren die tatsächlichen letzten Worte von Toni Kurz. Und da hätte er nur noch ein Messer am Seil hochziehen müssen um das Problem um den Seilknoten zu lösen was nicht durch den Karabinerhaken passte. Die letzten Aktionen vor seiner Rettung, wenn er nicht so erschöpft gewesen wäre.
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