Nordrand hat mich zutiefst im inneren berührt, nicht nur wegen dem sehr echten Inhalt sondern vorwiegend wegen der perfekten Darstellung der einzelnen Charaktere. Vor allem Jasmin (Nina Proll) und Tamara (Edita Malovcic) haben mich sehr in ihren Bann gezogen. Sehr rührend fand ich die Szene in der Abtreibungsklinik und unter dem Weihnachtsbaum. Da man bedenken muss, dass Edita damals eine Leihendarstellerin war, die aus mehreren jungen Frauen gecastet wurde, d.h. keine Schauspielausbildung hatte, ist sie für mich der Star dieses Filmes. Niemand sonst hätte die Rolle der Tamara leidenschaftlicher und richtiger spielen können, denke ich.
Ich als Wienerin (dort spielt der Film) habe feststellen müssen, dass der Film wirklich sehr wahrheitsgemäß gedreht wurde. Der Film zeigt eben nicht unbedingt das was die meisten Leute sehen wollen, nämlich eine Verschönerung der Wirklichkeit, sondern die Realität. Und das macht diesen Film aus.
Wer mehr von Barbara Albert (Drehbuch, Regie) sehen mag, ihr neuerster Film heisst "Böse Zellen" und läuft, glaub ich, gerade in ein paar ausgewählten deutschen Kinos. Viel Spass beim anschauen!