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Nordlicht: Roman
 
 
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Nordlicht: Roman [Taschenbuch]

Melitta Breznik
2.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 256 Seiten
  • Verlag: btb Verlag (9. November 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3442741408
  • ISBN-13: 978-3442741403
  • Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 11,8 x 2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 2.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 359.771 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Brezniks erster Roman "Nordlicht" ist spannend, überraschend und - was das beste an ihm ist - er ist unheimlich." (NDR-Kultur )

"Eine glasklare Erzählerin." (Süddeutsche Zeitung )

"Melitta Breznik ist eine kunstvolle Verflechtung von persönlicher Geschichte und historischen Ereignissen geglückt." (taz )

Kurzbeschreibung

Eine Begegnung auf den Lofoten

Melitta Breznik zeichnet in ihrem ersten Roman die Lebensläufe zweier Frauen nach, die sich auf den Lofoten begegnen. Die eine ist Ärztin und hat ihre Ehe und ihren Beruf in einer psychiatrischen Klinik hinter sich gelassen. Die andere Frau hat eine schwierige Kindheit verbringen müssen. Sie wurde während des 2. Weltkriegs als Kind einer Norwegerin und eines deutschen Besatzungssoldaten geboren. Beide Frauen nähern sich einander an, reden über ihre Herkünfte und ihre Biographien, in denen Historisches und Privates eine jeweils unlösbare Verbindung eingegangen sind …


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25 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Anna ist Ärztin in Zürich, und Giske lebt hoch oben in Norwegen auf einem Hof. Beide haben Schicksale, die sie eines Tages zusammenführen werden.
In einzelnen Kapiteln wechseln die Zeitebenen der Erzählung, die mit dem Jahr 2003 beginnen und Nachrichten einmal aus weit zurück liegenden Jahren in Zürich und einmal vom gegenwärtigen Aufenthalt auf den Lofoten verkünden. Giskes Lebensweg verlief sehr unglücklich, wie man aus eingeschobenen Kapiteln aus den Jahren 1955 -56 erfahren kann. Die wechselnden Raum -und Zeitebenen bieten Einblicke in das Leben beider Frau.
In Annas Leben läuft nicht mehr alles so, wie sie es sich vorgestellt hatte. In Gegenwart ihres Mannes fühlt sie sich fremd und ungeborgen. Sie erscheint als eine von ihrem Beruf als Psychiaterin fast zu Tode erschöpfte Frau, hört Stimmen und kann nicht mehr gut schlafen. Ihren Mann mag sie nicht mehr um sich haben. Aus einer vorübergehenden Trennung wird bald eine Scheidung.
In dieser düsteren Verfassung beschließt Anna, sich eine Auszeit zu gönnen. Sie wird den Winter in Nordnorwegen verbringen. Die lichtlose Zeit passt gut zu ihrer inneren Stimmung, und sie schließt sich beinahe ganz von der Welt ab.
Dort in dem kalten Land mit dunklen Wintern und hellen Sommern begegnet ihr Giske, die ebenfalls von ihrem Mann und drei Kindern getrennt lebt.

Zwischen den Icherzählungen Annas und Giskes taucht im Wechsel die Stimme eines Erzählers auf. So entsteht das Bild einer wilden, kargen und herben Landschaft, in der die Stimmen der Natur Vorrang haben vor den Worten und menschlichen Begegnungen. Anna tut die Stille und wilde Landschaft gut, und sie besinnt sich auf sich selbst.
Giske bietet ihr schließlich Freundschaft und Unterkunft.
An den langen Abenden erzählen sie sich gegenseitig ihr vergangenes Leben und kommen sich näher. Das Mädchen Giske war ein Überbleibsel aus dem zweiten Weltkrieg, ein so genanntes Deutschenkind. Leicht hatten es diese Kinder nicht, und darüber weiß Giske einiges zu erzählen.

Melitta Breznik zeichnet Anna als eine in sich gestörte und unruhige Frau, die sich allmählich an die Aufarbeitung ihrer Vergangenheit macht, wozu die Tagebuchnotizen des Vaters aus dem zweiten Weltkrieg beitragen. Auch er war hier im Norden stationiert, so dass die Verbindung zu ihrem Drang nach Norden hergestellt ist.
Giske hat im Gegenzug ihre eigenen Erfahrungen mit einem nie gekannten Vater.

Die seelischen Befindlichkeiten der beiden korrelieren mit der Umgebung, die zerrissen, düster und wenig heimelig anmutet. M. Breznik vermittelt mit ihrer Sprache und ihren Betrachtungen den Gegensatz von außen und innen. Indem die Hütte zur Heimstatt wird, gelingt die innere Beruhigung einer aufgewühlten und ihrer selbst verlustig gegangenen Frau.
M. Breznik beobachtet aufmerksam und gibt dem Leben der beiden Frauen Farbe und eigenständige Charaktere. Sie bilden die Nachhut einer am Krieg zerbrochenen Gesellschaft.

So wie die Leben der beiden und die Landschaft ist der Ton verhalten, herb und distanziert, was der Erzählung einen gewissen Reiz gibt. Ein wenig düster breitet sich der Schleier der Vergeblichkeit über die Erzählung. Nach der langen Melancholie schimmert zuletzt doch Hoffnung auf, die versöhnlich stimmt.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Zu dunkel 17. Januar 2011
Von annmad
Format:Gebundene Ausgabe
Für mich ist Stringenz ein literarisches Qualitätsmerkmal. Verteilt der Autor in einem Roman Informationen, die nicht harmonisieren, dann müssen diese Widersprüche entweder entsprechend begründet werden oder das Werk ist puncto Stringenz misslungen. Dies scheint bei 'Nordlicht' von Melitta Breznik der Fall zu sein.
Die zweite Protgonistin im Roman ist Giske. ' "...Geboren an einem unbekannten Ort als Tochter eines Wehrmachtssoldaten und einer Frau aus Nordnorwegen..'." (S. 153). Ihre Mutter war "'... gezwungen gewesen, (sie) als einjähriges Mädchen ... wegzugeben. ..."' (S. 150). Dementsprechend erhält Giske nach schrecklicher Kindheit und Jugend schließlich amtliche Papiere, in denen steht '"... Vater ' unbekannt, Mutter - unbekannt, Geburtsort - unbekannt. ...'" (174). Dennoch gelingt es Giske nach vielen Jahren ihre Mutter ausfindig zu machen. Man denkt, das muss ein langer, steiniger Weg gewesen sein, hatte Giske doch bezüglich ihrer Identität keinerlei Informationen. Schließlich trug sie ja auch den Namen ihrer Adoptiveltern. Doch siehe: ' "... Auf Anraten des Pfarrers wurde im Geburtenregister ' Vater unbekannt ' eingetragen ..." (S. 219). Von einer unbekannten (!) Mutter ist plötzlich keine Rede mehr. Stimmten amtliche Papiere und Geburtsregister nicht ganz überein? Kann ja vorkommen im Entwicklungsland Norwegen. Der Leser wird das Ganze schon irgendwie harmonisieren. Dies ist allerdings meiner Meinung nach nicht dessen Aufgabe sondern die des Autors.
Noch schlimmer: Anlässlich einer ärztlichen Untersuchung stellt sich heraus, dass die offenbar noch sehr junge Giske keine Jungfrau mehr ist (S.191). Angesichts der konsequenten Bösartigkeit aller bisherigen Betreuungspersonen vermutet man ein Kapitalverbrechen - jedenfalls Kindesmissbrauch - und erwartet sich entsprechende Aufklärung. Mitnichten. Im weiteren Verlauf der Erzählung findet die Angelegenheit überhaupt keine Erwähnung mehr. Ist einfach nicht mehr Thema!
Schließlich erlaube ich mir die Bemerkung, dass der Schlussgag, den ich hier nicht darstellen möchte, trivialer nicht mehr sein könnte.
Frau Breznik hätte bei der Darstellung ihres Unbehagens in ihrer eigenen Beziehung bleiben sollen. Das war ihr nämlich wirklich gelungen
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe|Von Amazon bestätigter Kauf
Die bisherigen Bücher von Melitta Breznik habe ich verschlungen. Deshalb war ich auf diesen Roman sehr gespannt. Nach 120 Seiten habe ich aufgegeben. Dieses Buch ist zu leise und zäh. Die Handlung kommt nicht in die Gänge. Und es gibt ein paar Dinge, die eigentümlich anmuten. Selbst im Jahr 2003 geht jemand noch in die Telefonzelle, anstatt ein Handy zu benutzen. Die Protagonistin sucht nicht im Internet nach einem Haus und besitzt eine Polaroid-Kamera, die noch dem Vater gehörte. Das hat etwas Angestaubtes... Schade...
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