Bei der Serie Nordlicht - Mörder ohne Reue handelt es sich um bisweilen hart inszenierte Krimikost aus Dänemark, bei der ein ungleiches Ermittlerduo im Mittelpunkt steht, das auf der Jagd nach Serienmördern oftmals seine Kompetenzen überschreitet und den Tätern im Rahmen der Ermittlungen auch physisch sehr nahe kommt. Diesen Eindruck erhält man jedenfalls beim Betrachten der Pilotfolge, in der die selbstbewußte und eigenwillige Komissarin Katrine Ries Jensen und der noch eigenwilligere Profiler Thomas Schaefer einen Serienkiller jagen, für den die sadistische Kontrolle über die in einer Holzkiste gewissermassen "lebendig begrabenen" Opfer den ultimativen Kick darstellen. Den eigentlichen Fetisch bilden dabei jedoch die Gräber der Opfer, die er nach einem eigentümlichen Plan auf einer Art privatem Friedhof angelegt hat... Mehr möchte ich über die Handlung auch nicht verraten. Das Ganze ist solide inszeniert und auf Hochspannung angelegt. Laura Bach (Katrine Ries Jensen) und Jakob Cedergren (Thomas Schaefer) glänzen dabei durch sehr gute schauspielerische Leistungen. Insbesondere mimt Jakob Cedrgren als Profiler sehr überzeugend den akademischen Außenseiter, der seine Lehrtätigkeit an der Universität einstellt, um Frau Jensen zu unterstützen und sich überwiegend durch seine Intuition leiten läßt, was den gemeinsamen Vorgesetzten und Leiter der Mordkommission, Magnus Bisgaard (dargestellt von Lars Mikkelsen) regelmäßig auf die Palme bringt. Während der Ermittlungsarbeiten gerät Frau Komissarin dann auch noch in die Gewalt des Täters, wozu eine Fehleinschätzung des Profilers beiträgt, was dessen Ansehen bei Herrn Bisgaard nicht gerade förderlich ist, dem grandiosen Finale dafür um so mehr... Das ist schon fünf Sterne wert, auch wenn die Serie, bei der Kritikerschelte, die man in den Medien lesen konnte, vielleicht nicht den Kultstatus von Komissar Beck & C0 erreichen dürfte, Reinkucken lohnt sich auf jeden Fall.