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Nordkorea. Einblicke in ein rätselhaftes Land [Taschenbuch]

Christoph Moeskes
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (11 Kundenrezensionen)

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Kindle Edition EUR 14,99  
Broschiert --  
Taschenbuch, 2004 --  

Kurzbeschreibung

2004
Für die US-amerikanische Regierung liegt Nordkorea auf der »Achse des Bösen«. Hauptgrund ist sein Nuklearprogramm, das die Staatsführung weiterhin forciert. Doch nicht nur das Interesse aus Übersee wird den nördlichen Teil der gespaltenen Nation in nächster Zeit ins Zentrum der Berichterstattung rücken. Nach dem Ende des Ostblocks erscheint die totalitäre Herrschaft der Kim-Dynastie immer abstruser und überholter. Die Nordkoreaner huldigen dem »großen Führer« Kim Il-sung und seinem Sohn, dem »geliebten Führer« Kim Jong-il, wie Gottheiten. Im Jahr Juche 91, das anderswo 2003 heißt, begeht man Feiertage mit pompösen Massenveranstaltungen. Gleichzeitig ist das Land Schauplatz verheerender Hungersnöte, grausamer Unterdrückung und bitterer Armut.Bis heute ist kein individueller Tourismus erlaubt, selbst für Dienstreisende gibt es strenge Auflagen und eine weitgehende Überwachung. Christoph Moeskes hat Impressionen von Wissenschaftlern, Politikern, Journalisten, Mitarbeitern internationaler Hilfswerke und Touristen zusammengestellt, die das Schattenreich des Ostens besuchen konnten. Sie erzählen von Reisen in entfernte Gebirgsregionen, von den leergefegten Straßen der Hauptstadt Pjöngjang, von den Arbeitsbedingungen in Krankenhäusern und an Universitäten, von ihrem Umgang mit unverständlichen Vorschriften und fremden Lebensweisen. Häufig muten ihre Erlebnisse skurril an, doch stets ist das Bemühen zu erkennen, die fremden Verhaltensweisen zu verstehen und zu erklären. Die Autoren äußern sich offen und sehr persönlich, so daß ein vielschichtiges Bild von dem rätselhaften Land entsteht.
-- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.


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Pressestimmen

"Jeder Staat ist eine Inszenierung, ein große Theater. Was aber das bettelarme, von der Welt isolierte Nordkorea aufführt, ist besonders bizarr. 26 Entwicklungshelfer, Journalisten, Wissenschaftler und Geschäftsleute, die sich die selbst ernannte demokratische Volksrepublik ansehen durften, zeichnen ein facettenreiches Bild der kommunistischen Diktatur." (Stuttgarter Nachrichten, 10.7.04)

"Christoph Moeskes hat Impressionen von Wissenschaftlern, Politikern, Journalisten und Mitarbeitern internationaler Hilfswerke zusammengestellt, die das Schattenreich des Ostens besuchen konnten. Das Buch ist nicht korea-feindlich, aber im besten Sinne aufklärerisch." (Nordbayerischer Kurier, Pfingsten 2004)

"Moeskes"Einblicke in ein rätselhaftes Land"entpuppen sich als geniale Reisebeschreibung, wie es sie in herkönnlichen Reiseführern leider nicht gibt: An Stelle oberflächlicher Schönfärberei zeigt sein Buch tiefsinnige, facettenreiche und plastische Eindrücke bis hin zu Tipps, wie der hilflose Tourist ein Restaurant findet. Nicht einfach in einem Land ohne Reklame, Hinweisschilder und Branchenverzeichnis." (Handelsblatt, 30.7.04)

Über den Autor

Christoph Moeskes: Jahrgang 1971, Osteuropastudien und Studium der Kulturwissenschaft in Berlin, 2000 Abschlußarbeit über den Krieg zwischen Abchasien und Georgien, journalistische und schriftstellerische Tätigkeiten in Bukarest, Moskau und Berlin, seit 2002 freier Mitarbeiter der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (F.A.Z) -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.


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13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von timediver® HALL OF FAME REZENSENT TOP 500 REZENSENT
Format:Broschiert
"Nordkorea. Einblicke in ein rätselhaftes Land" ist in seiner zweiten, vollständig aktualisierten Ausgabe bereits im Oktober 2007 erschienen. Dies ist der Aktualität des Buches jedoch keinesfalls abträglich, denn im letzten "sozialistischen Frontstaat" gehen die Uhren langsamer als in der übrigen Welt.

In seiner Einleitung gibt der Herausgeber Christoph Moeskes u. a. einen historischen Rückblick auf die Ereignisse zwischen dem Koreakrieg (1950 - 1953) und dem sich anschließenden "Kalten Krieg". Die Erinnerung an die verheerenden Kämpfe und amerikanische Luftangriffe, die teilweise Züge eines Vernichtungskrieges trugen, führten in Nordkorea zu einer Traumatisierung. Hinzu kam die unmittelbare Bedrohung durch Nuklearwaffen, die entgegen des Waffenstillstandabkommens (einen Friedensvertrag gibt es bis heute nicht !) in Südkorea stationiert wurden. Nordkoreas "Kriegswirtschaft" umfasst ein Viertel des Bruttosozialproduktes für die weltweit fünftgrößte Armee mit ca. 1 Million Soldaten und 800.000 Reservisten. Die größte Gefahr des nordkoreanischen Atomprogramms besteht lt. Moeskes darin, dass Pjöngjang nukleares Material oder ganze Sprengvorrichtungen an Dritte weitergeben könnte. Andererseits offenbart sich täglich auch eine "Misswirtschaft", die in permanentem Energiemangel und den entsetzlichen Hungersnöten in den Jahren 1994 bis 1998 gipfelte. Trotz einer langsamen wirtschaftlichen Öffnung sind dem Touristen spontane Kontakte zu Nordkoreanern verwehrt, da dessen Bewegungsfreiheit meist nach wenigen Metern endet. Daneben gibt es jedoch auch die Realität der im Land vorhandenen Tempel- und Grabanlagen, die vollkommen frei von jedweder Ideologie vom Reichtum koreanischer Geschichte und Kultur zeugen. So könne derjenige, der in Nordkorea einen sozialistischen Mutterstaat sehen will, dies ebenso tun, wie jemand, der das Land als bizarre Diktatur sehen will. So werde auch derjenige Bestätigung finden, der das Land als eine tragische Komödie sehen will....

Im Hauptteil des Buches bieten 22 Autoren verschiedenster Herkunft, Berufe und ihrer Motivation Nordkorea zu besuchen, bzw. dort zu arbeiten, Einblicke in einen Alltag, der dem staatlich behaupteten bisweilen fundamental zuwider läuft. Die einzelnen Reise- und Erfahrungsbericht sind unter den Überschriften "Pjöngjang", "Provinz", "Inszenierung", "Hilfe", "Wirtschaft" und "Austausch" zusammengefasst. Folgende Themenfelder ziehen sich durch das Buch, bzw. sind besonders erwähnenswert.

Die Furcht vor dem Erzfeind US-Amerika ist allgegenwärtig. Kriegsfilme um die die "Koreanische Volksrevolutionsarmee" ist das stärkste Genre im Kino. Die Propaganda spricht von einem "freiwilligen Militärdienst". Erntebrigaden auf dem Feld werden von einem Propagandawagen mit Megaphonen beschallt. Nordkoreanischen Staatsbürgern ist bei Strafe verboten, jeglicher Kontakt mit Ausländern zu unterhalten. Der devisenstarke Tourist muss für einen fünftägigen Aufenthalt fast 1000 Euro zahlen, wird dafür wie ein Staatsgast permanent begleitet. Walter Pfabigan hatte hierfür den Begriff "Delegationismus" geprägt. Der Empfang ausländischer Sender ist ebenfalls verboten. So kann man auch nicht einfach einen Nordkoreaner anrufen. Autoverkehr ist rar, fehlt manchmal sogar völlig. So hat, derjenige, der das größere Auto fährt Vorfahrt. Dennoch gäbe es keine aggressiven Reaktionen. In der Hauptstadt dürfen Frauen aus Gründen der Sicherheit und Schicklichkeit nur dreirädrige Fahrräder benutzen. Der Einsatz von Frauen als "Tanzende Polizistinnen" , die Blumen von Pjöngjang. Es bleibt der Eindruck aus einer Mischung von Gefängnis und Kuriositätenkabinett.....

Trotz der Hundesuppen "Kaegogi" oder "Tangogi" sei der besten Freund des Menschen in Korea viel sicherer als in China. Obwohl im Zoo von Pjöngljang neben den bei uns üblichen Angaben auf den jeweiligen Schildern, auch die Verwendung des Tieres angegeben ist, würde ein gesunder Koreaner auch niemals eine Katze verspeisen. Das nordkoreanische Bier "Maekchu" soll hervorragend sein! Drei große Gläser für einen Euro (2003). Das Sammeln von Eicheln und selbstangebautes Gemüse linderten die Nahrungsmittelknappheit. In den Jahren 1994 bis 1998 starben nahezu 1 Million Nordkoreaner den Hungertod. So wurde die private Bewirtschaftung, sogenannter Küchengärten erlaubt. Aus dem ganzen Land strömen Menschen herbei, um den "Ewigen Präsident", d. h. den einbalsamierten Leichnam Kim Il Sung in seinem Glassarg die Ehre zu erweisen. Der "Große Führer" habe neben dem russischen und chinesischen Sozialismus für Nordkorea einen dritten Weg gefunden, der sich in der adaptionsfähigen Staatsideologie "Juche", d. h. alles aus eigener Kraft leisten zu können, offenbare. Garant ist nun der 'Geliebte Führer', Kim Jong Il. Nordkorea blieb als einziges Land übrig, das noch den Bronzeguss für Monumentalstatuen betreibt. Auch die "Sonderwirtschaftszonen" Rason im Norden und Kaesong im Süden, eine südkoreanische Produktionsstätte und Exklave, stehen nicht im Widerspruch zum System.

Denn Kim Il Sung sagte, dass Märkte nicht bloße Kennzeichen des Kapitalismus seien, sondern der menschlichen Gesellschaft und somit nicht im Widerspruch zum Sozialismus stünden. Die Flexibilität des Juchesystems zeige sich mittlerweile in einem "Parteitagsschlussverkauf", der Ersten Geldkarte des Landes, der Zulassung von Bauernmärkten und einer vernüftigen Abwertung des Won gegenüber dem US-Dollar. Christliche Priester gibt es zwar im ganzen Land nicht, jedoch einige evangelische und katholische Kirchen....

Den Abschluss des Buches neben bilden Anmerkungen/Fußnoten und einem vierseitigen Literaturverzeichnis, eine kurze Vorstellung der Autoren, ein Abbildungs- und Quellennachweis, sowie eine Seite mit hilfreichen Internetadressen. Auf der allerletzten Seite gibt es noch mit dem "Nordkorea-Handbuch. Unterwegs in einem geheimnisvollen Land" aus dem Trescher Verlag, einen Hinweis auf einen der wenigen Reiseführer.

Christoph Moeskes ist ein spannendes und ausgewogenen Buch gelungen, das den interessierten Leser mitunter nachdenklich stimmen, aber auch schmunzeln lassen kann, denn in Nordkorea ergibt sich häufig und unerwartet eine wundersame Wendung....

5 Amazonsterne!
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11 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ausgewogener und unterhaltsamer Sammelband 13. August 2004
Von "kkuhn7"
Format:Taschenbuch
Das Buch "Nordkorea" zeichnet sich durch ein breites Spektrum von Aufsätzen aus, von Touristen, Entwicklungshelfer, Filmschaffenden bis ehemaligen DDR-Korrespondenten berichten verschiedenste Autoren und Autorinnen. Die Wertungen und Berichte sind entsprechend breit, wohltuend, dass nicht nur die gewohnten Attribute wie "Steinzeitkommunismus" und "Atomwaffen" fallen, sondern auch Blicke hinter die Fassade versucht werden und gelingen, die Autoren und der Herausgeber fühlen sich dem nordkoreanischen Volk verbunden, dass spürt man in allen Berichten, teils sind sie witzig und grotesk, teils stimmen sie nachdenklich und traurig, immer aber zeigen sie tiefen Respekt vor dem Land, auch wenn die Regierung kritisch beleuchtet wird, aber auch positive Aspekte nicht einfach propagandistisch ausgeblendet werden. Ingesamt sehr zu empfehlen für jeden und jede, die sich ernsthaft mit dem abgeschotteten Land beschäftigt. Gratulation!
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr empfehlenswert. 19. März 2009
Format:Broschiert
Das Buch bietet eine wirklich weite Spanne an Berichten über vielseitige Erfahrungen in diesem so verschlossenen Land. Von Touristen über Entwicklungshelfer bis zu Gastdozenten und Diplomaten. Über ihre Erlebnisse in dem oftmals eng gesteckten Rahmen ihres Aufenthalts und Versuchen über diese Grenzen hinaus zu gehen und in Kontakt mit Land und Leuten zu kommen. Darunter befindet sich auch ein Bericht eines nordkoreanischen Flüchtlings, der als Junge in einem Arbeitslager interniert war.

Immer wieder fällt der Name Walter Pfabigan, der 1986 ein Buch mit dem Titel "Schlaflos in Pjöngjang" veröffentlichte, in dem er den Versuch beschrieb Teil der nordkoreanischen Juche-Kultur zu werden. Leider ist es mittlerweile vergriffen. Wer zufällig weiß, wo es noch zu finden ist, melde sich bitte bei mir.
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Die neuesten Kundenrezensionen
2.0 von 5 Sternen Ein bisschen zu wenig
Ich war auf der Suche nach Einblicken in dieses Land. Dieses Buch versprach, auf Grund der verschiedenen Beiträge, Vielseitigkeit. Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von Peter veröffentlicht
3.0 von 5 Sternen Nicht schlecht aber zu kurz für 15$
Insgesamt zahlreiche Kurzgeschichten über Nordkorea , jedoch in knapp 2 Tagen durchgelesen , hätte mir mehr Infos erwartet.... Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von Michael Buhr veröffentlicht
3.0 von 5 Sternen Nicht aktuell
5 Jahre alt.
Konnte mich selbst im Land überzeugen.
Aber im großen und ganzen stimmen die Berichte.
Zuviele DDR Berichte
Vor 3 Monaten von Helmut Papst veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Eines der besten Buecher ueber Nordkorea
Authentische Berichte echter Augenzeugen, die sich in Nordkorea nicht nur fuer eine Kurzreise aufgehalten haben, machen dieses Buch zu einem der besten, das zu diesem Thema auf dem... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 24. Oktober 2010 von Papa weiss alles
4.0 von 5 Sternen Interessante Einblicke aus verschiedenen Perspektiven
Durch die Zusammenstellung der Eindrücke von Menschen mit den verschiedensten Hintergründen entsteht ein sehr guter Einblick in dieses rätselhafte Land. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 27. September 2010 von Sodia
5.0 von 5 Sternen Augenzeugenberichte, unterschiedliche Perspektiven
Dies ist eine Anthologie von 29 Autoren, die aus eigener Sicht das Leben in Nordkorea beschreiben. Vielerlei Erfahrungswelten kommen darin zu Worte, Angehörige... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 2. März 2006 von Kankin Gawain
5.0 von 5 Sternen Gelungene Zusammenstellung
Eine sehr unterhaltsame Zusammenstellung von Beiträgen über Nordkorea. Verschiedene Autoren schildern ihre Eindrücke und Erfahrungen, und beleuchten so sehr... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 19. November 2005 von Carsten
4.0 von 5 Sternen Subjektive Impressionen statt objektiven Fakten:
Dieses Buch gewährt außerordentliche Eindrücke über das wohl mysteriöseste Land der Welt. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 9. Dezember 2004 von Alex B.
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