Hans F. K. Günther gilt der heutigen Propaganda schlicht als "Rassist". Wer sich jedoch die Zeit und Muße nimmt dieses Werk durchzulesen merkt schnell, daß dem so nicht ist. Günther untersucht in diesem Werk vornehmlich das Vorhandensein europäischer Rassen in Asien. Allerdings ist das Hauptaugenmerk nicht so sehr auf menschliche Biologie (Rasse) beschränkt, sondern befaßt sich eher mit Ethnologie, also Kulturkunde. Günther beschreibt die verschiedenen asiatischen Kulturen in farbenfroher Weise, und bringt selbst die fremdeste Kultur dem Leser näher. Zugleich bemerkt man Günthers tiefe Liebe zur Kultur-, Völker- und Rassenvielfalt. Diese vielen Unterschiede werden in kraftvollen, bildreichen Worten erläutert. Günther erweist sich in diesem Werk als großer Liebhaber - ja, Apologet! - der Kulturen.
Diesem hervorragenden Werk ist Jürgen Spanuths Aufsatz über die Philister angehängt. Er gehört eigentlich nicht hierzu, und ist von seiner Thematik anders anzusiedeln. Allerdings ist auch dieser Essay lesenswert. Er kann jedoch getrost übersprungen werden.
Fazit: All jene, denen bei Günthers Werken die Krokodilstränen in die Augen schießen sollten unbedingt hiervon ablassen. Günther zeigt in diesem Buch auf, daß er kein Rassist, sondern ein wahrer Liebhaber der Völker-, Kulturen- und Rassenvielfalt ist. Man wird das Gefühl nicht los, daß Günther am Schreiben dieses Buches seine Freude hatte.
Für offengesinnte, ethnologisch Interessierte ein Muß! Für Menschen, die im Nazi - Anti-Nazi Denken behaftet sind, unbedingt vermeidenswert.