Paul Herrmanns Nordische Mythologie erlaubt einen tiefen Blick in die Geisteswelt der skandinavischen Traditionen des Systheme von Schutz- und Naturgeistern und deren Funktion in der Geistesvorstellung.
In einer Region in der das Christentum den spätesten Einstieg in Europa gefunden hat, findet oft eine Verschmelzung christlicher und altmythisches Vorstellung in Ritualen und Bräuchen statt, die wir vielleicht noch in alpenländischen Traditionen finden.
Leicht verständlich wird die Dichte und Komplexität dieser Mythenwelt dargestellt. Die ethymologischen Wurzeln der Wörter werden aufgedeckt und in ihrem jeweiligen Sprachraum zugeordnet. Die systematische Behandlung von bsp. Elfen, Walküren und Kobolden vereint jeweils Herkunft der Wörter, Sagen und Mythen aus dem jeweiligen Sprachraum (Schweden, Norwegen, Island, Faröer, Finnland) und ergänzt das Beispiel, soweit vorhanden, durch ein Alltagsritual. So erfahren Sie wie der Tomte auch heute noch in skandinavischen Weihnachtsbräuchen weiterlebt.
In einem zweiten Band Germanische Mythologie stellt Herrmann dann die Germanische Mythologie aufs Parkett und es wird auch hier deutlich wie viele Verbindungslinien es zwischen der nordischen und der germanischen Mythologie gibt.
Wer also wissen möchte wo das Wichteln und der Albtraum entstanden ist, wer wissen will wohin und woher die Walküren kommen und sich gerne der Vorstellung von Zwergen annimmt, findet in diesem bereits 1903 veröffentlichten Buch einen umfassenden Überblick. Ausserdem ist das Buch ein guter Begleiter für Reisen nach Skandinavien
Nordische Mythologie