ingridason beeindruckt sehr.
über das ganze buch verteilt bekommt man ein anderes bild von der insel im hohen norden mit knapp über einer viertel million einwohnern. auch in einer isolierten und kleinen welt passiert abartiges, gibt es abartige gestalten wie den ermordeten, gibt es drogenabhängige jugendliche.
island mal anders.
obwohl komissar erlendur anfangs stark an mankells wallander erinnert: geschieden, keinen kontakt zu frau und kindern, meist in schmutzigen klamotten rumlaufend, um die 50 jahre alt, wird schnell klar, dass ingridason brutaler und klarer als mankell das elend beschreibt. erlendur ist noch kaputter und verzweifelter als wallander.
ansonsten ist die story hochspannend, und wer sich etwas mit island und der genforschung der pharmaindustrie auskennt, wird erschreckende reale bezüge entdecken. mehr sollte man aber nicht verraten.
das einzige, was anfangs nervt, ist, dass sich alles und jeder duzt, es eigentlich nur vornamen gibt. wie aber im nachspann erklärt wird, nichts verwunderliches für eine seit jahrhunderten überschaubare bevölkerung, in der im prinzip jeder mit jedem verwandt ist.
p.s.: das buch wird bald verfilmt werden! ingridason selbst schreibt das drehbuch.