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Die Römer in Tunesien und Libyen. Nordafrika in römischer Zeit. (Zaberns Bildbande der Archäologie) (Zaberns Bildbande Archaologie)
 
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Die Römer in Tunesien und Libyen. Nordafrika in römischer Zeit. (Zaberns Bildbande der Archäologie) (Zaberns Bildbande Archaologie) [Gebundene Ausgabe]

Francois Baratte
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 144 Seiten
  • Verlag: Philipp von Zabern; Auflage: 1., Aufl. (27. Februar 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3805344597
  • ISBN-13: 978-3805344593
  • Größe und/oder Gewicht: 30,4 x 24,6 x 1,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Der ganze Reichtum einer römischen Provinz Das römische Nordafrika ist eine Kulturlandschaft, die Ihresgleichen sucht. Erstmals wird in vorliegendem Buch einem breiten Publikum auf dem neuesten Stand der Forschung die römische Kultur in dem heutigen Tunesien und Libyen mit prächtigen Abbildungen vorgestellt. Der führende Experte auf diesem Gebiet, François Baratte, beschreibt anschaulich und spannend die Entstehung einer eigenen Kultur auf der Grundlage der griechisch-römischen und einheimischen Zivilisation. Wie kaum eine andere Region der antiken Welt führt einem das römische Nordafrika die Monumentalität römischer Architektur und Lebensweise vor Augen.

Über den Autor

Der französische Altertumswissenschaftler François Baratte ist Professor für Archäologie der Spätantike an der Universität Paris-Sorbonne. Er ist einer der angesehendsten Spezialisten für die Kultur und Archäologie des römischen Nordafrika. Seit 1993 leitet er als Co-Direktor die Grabungen in Haïdra (Tunesien).

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Africa proconsularis 2. März 2012
Von timediver® HALL OF FAME REZENSENT TOP 100 REZENSENT
"..... et ceterum censeo carthaginem esse delendam."
(Marcus Porcius Cato Censorius, 234 v. Chr. - 149 v. Chr.)

Als international renommierte Koryphäe für das provinzialrömische Nordafrika ist der Autor, Dr. Francois Baratte, nicht nur als Professeur d'Archéologie de l'Antiquité tardive an der Universität Paris-Sorbonne (Paris IV) tätig, sondern auch als Korrespondierendes Mitglied des Deutschen Archäologischen Institutes affiliiert.

Die dem Staatsmann und Feldherren "Cato dem Älteren" zugeschriebene Empfehlung (Eingangszitat) an den Römischen Senat sollte sich mit dem Ende des 3. Punischen Krieges im Jahre 146 v. Chr. erfüllen. Nie mehr, so glaubte man damals, könne auf diesem Stück Erde wieder etwas erblühen. Hauptstadt der neuen Römischen "Provinz Africa" wurde Utica. Der römische Sinn für Macht und Machbarer erlaubte es jedoch dem Volkstribunen Gaius Sempronius Gracchus, bereits 24 Jahre später einen ersten, wenn auch missglückten, Versuch einer Koloniegründung auf den Ruinen Karthagos zu unternehmen. Nach seinem Sieg in der Schlacht bei Thapsus (46 v. Chr.) errichtete Julius Caesar auf dem Gebiet des geschlagenen numidischen Königs Jubas I., die "Provinz Africa nova", zu der große Teile Numidiens (Algerien) und Tripolitaniens (Libyen) gehörten. Die ältere Provinz wurde nun "Africa vetus", bzw. "Africa propria" genannt. Im Jahre 44 v. Chr., kurz vor seiner Ermordung, unternahm Julius Cäsar dann einen zweiten Gründungsversuch einer Kolonie, die den Namen "Colonia Iulia Concordia Carthago" tragen sollte. Schließlich war es Gaius Octavius der im Jahre 29. v. Chr. 3000 Siedler entsandte und zwei Jahre später als Princeps Augustus im Rahmen einer territorialen Neuordnung des Reiches beide Provinzen zu "Africa proconsularis" vereinigte. Die neue Provinz entwickelte sich rasch zu einer der schönsten im Reich, nicht zuletzt aufgrund ihrer wirtschaftlichen Bedeutung, denn für die Getreideversorgung Roms und damit für die innere Ruhe aufstrebenden Weltreichs spielte sie eine entscheidende Rolle. Hinzu kam, dass "Africa proconsularis" in kultureller und politischer Hinsicht im besonderen Maße vom Vorbild Rom geprägt wurde. In keiner anderen Provinz wetteiferten die führenden Persönlichkeiten mehr miteinander, um sich durch Wohltätigkeit und Geschenke an die Gemeinschaft hervorzutun. In der Spätantike wurden unter Kaiser Diokletian (Reg. 284 - 305) von der Provinz die "Byzacena" und die "Tripolitiana" abgespalten. Zusammen mit "Numidia", "Mauretania Sitifensis" und "Mauretania Caesariensis" bildeten sie nunmehr die sechs Provinzen des spätrömischen Nordafrika....

....so dass der für den Band gewählte Untertitel "Nordafrika in römischer Zeit" nicht ganz treffend ist, weil er nur die einstige, ungeteilte "Provinz Africa proconsularis" im heutigen Tunesien und Libyen zum Gegenstand hat, die archäologischen Orte im westlich davon gelegenen Gebiete jedoch ausspart. Gleichwohl wird unmittelbar nach dem Vorwort eine doppelseitige "Karte des römischen Nordafrika", das vom Atlasgebirge im Westen bis zur Großen Syrte im Osten reicht, geboten.

Im ersten von insgesamt sieben Kapiteln werden die natürlichen Bedingungen im geographischen Kontext von Landschaften und Klima, die Entwicklung und die Verwaltungsorganisation der einstigen Provinz "Africa proconsularis" vorgestellt. Nachfolgend wird auf die urbane Kultur, Fragen einer romanisierten Gesellschaft und die soziale Vielfalt in den ländlichen Gegenden eingegangen. Die letzten drei Kapitel behandeln den Wandel in der Spätantike mit der Blüte des Christentums, die Eroberung durch die Vandalen und die Byzantiner, sowie die nachrömische Zeit.

Der Text wird begleitet von einer Vielzahl beeindruckender Farbfotos, die timediver® an seine fünf Tunesien-Reisen und die Besuche des drittgrößten Amphitheaters des römischen Reiches von Thysdrus (El Djem), Curubis (Qurba), Utica, Zaghouan (Wasserheiligtum und Aquädukt) und Girba (Djerba) sowie das "Musée national du Bardo", und das "Musée national de Carthage" mit dem berühmten "Mosaïque de la Dame de Carthage", aber auch an die Ausstellung "Das Königreich der Vandalen: Erben des Imperiums in Nordafrika" - mit einem in Stein gemeißelten, kreuzförmigen Taufbecken - erinnern.

Eine Zeittafel und Bibliographie bilden den Abschluss eines Bandes, der beweist, dass sich Tunesien aufgrund seiner reichen archäologischen Vermächtnisse für weitaus mehr als einen Badeurlaub eignet. Zudem bietet er nach der libyschen Revolution auch Anreize, die dortigen Stätten aufzusuchen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Frank Stefan Becker VINE™-PRODUKTTESTER
Die heutigen politischen und religiösen Grenzen lassen vergessen, wie anders die Mittelmeerwelt früher einmal ausgesehen hat. Gut acht Jahrhunderte lang war auch die südliche Küste europäisch dominiert - vom römischen Sieg über Karthago 146 v. Chr. bis endgültigen islamischen Eroberung der Stadt um 698 n. Chr. Diese Epoche hat gerade in Tunesien und dem ihm damals politisch zuzurechnenden westlichen Libyen eine reiche Fülle an Baudenkmälern und archäologischen Zeugnissen hinterlassen, denen sich dieses Buch widmet. Aus etlichen eigenen Reisen kann der Rezensent bestätigen, dass die römische Hinterlassenschaft Tunesiens und Libyens (deren Dichte die des heutigen Italiens oder Südfrankreichs übertrifft) ebenso umfassend
wie ausführlich beschrieben wird. Dies zeigt sich an der Behandlung von in Reiseführern oft ausgelassenen, aber umso sehenswerteren "Geheimtipps" wie z.B. Haidra (Tunesien) oder Ghirza (Libyen). Eine Gesamtkarte des römischen Nordafrika (einschließlich Algeriens, S. 8/9) und des spätantiken Siedlungsschwerpunkts im heutigen Tunesien (S. 115) ermöglichen die Orientierung, die allerdings darunter leidet, dass nicht alle im Text aufgeführten Stätten verzeichnet sind und die heutigen Namen fehlen. Dafür gibt es eine sehr gute Zeittabelle (S. 141) sowie Pläne von Karthago, Leptis Magna und Sabratha.

Trotz seiner gut verständlichen (und flüssig übersetzten) Sprache wendet sich das Buch eher nicht an Einsteiger, sondern an diejenigen, die bereits Hintergrundwissen haben und sich einen fundierteren Überblick über die römische Epoche Nordafrikas verschaffen wollen. Zur ersten Orientierung ist nämlich der Aufbau des Buches wenig hilfreich, das die Sehenswürdigkeit sowohl regional als auch thematisch strukturiert, so dass man die Monumente eines Ortes gelegentlich in verschiedenen Kapiteln behandelt findet (Z.B. die Theater von Sabratha und Leptis Magna unter den jeweiligen Ortsbeschreibungen, der Circus von Leptis Magna dagegen und die mächtige Arena von Thysdrus im Kapitel "Die wichtigsten monumentalen Bauwerke", Rubrik "Spielstätten"). Qualitativ hochwertige Abbildungen der Mosaiken, vor allem aus dem Bardo-Museum, vermitteln eine Ahnung vom Glanz des Alltags in dieser über viele Jahrhunderte lang blühenden Provinz des Römischen Reiches.
Erfreulicherweise wird auch die Periode des allmählichen Niedergangs bis zum Ende der oströmischen Herrschaft im späten siebten Jahrhundert nicht ausgespart, die durch innerchristliche Kämpfe (Donatistenstreit), den Einfall der Vandalen und die allmähliche Schrumpfung der Städte gekennzeichnet ist. Hier eignet sich allerdings die sachlich-distanzierte Sprache des Autors kaum dazu, die menschliche Dramatik dieser Zeiten zu vermitteln, so dass sich zur Ergänzung der Katalog "Das Königreich der Vandalen" aus dem gleichen Verlag mit seinen Zeitzeugenstimmen empfiehlt (siehe meine Rezension vom Nov. 2009) Eine ausführliche Literaturliste, die allerdings den Schwerpunkt auf französischsprachige Quellen legt, rundet das insgesamt sehr lohnende Buch ab.
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