Kurzbeschreibung
Erst mit nahezu achtzig Jahren gelang Norbert Elias (1897-1990) mit der dritten Auflage seines Werkes »Über den Prozeß der Zivilisation« der wissenschaftliche Durchbruch. Damit avancierte er von einem Außenseiter zu einem zentralen Theoretiker der Sozialwissenschaften. Zeit seines Lebens hat Elias sich nicht als Spezialist, sondern als Generalist, als »Menschenwissenschaftler«, verstanden. Schon in den dreißiger Jahren verknüpfte er Soziologie, Geschichtswissenschaft, Philosophie und Psychologie zu einer umfassenden Theorie des gesellschaftlichen Wandels. Das Verhältnis von Individuum und Gesellschaft ist das große Thema seiner Werke.
Über den Autor
Volker Eichner ist Professor für Politikwissenschaft an der Fachhochschule Düsseldorf.