Ich denke, die negativen Rezensenten haben's schon mehr oder weniger auf den Punkt gebracht. Dümmlich, fast schon dreist, was hier vorgelegt wird! (Auch wenn aus mir der blanke Neid sprechen mag, weil ich's noch nicht zu einer Veröffentlichung gebracht habe... Andererseits macht mir das schon wieder Mut, es selbst einfach zu versuchen.)
Positiv wird hier angemerkt, dass dies ein Roman sein soll, der das heutige Australien näher bringt. War von den Leuten, die das behaupten, denn noch niemand dort? Die "negativen" Erfahrung einer Auswanderung bzw. der australischen Gesellschaft sollen einfühlsam dargestellt werden? Das ist lächerlich. Die Darstellung der Aborigines ist bestenfalls naiv, schlimmstenfalls herablassend. Das Buch ist so voller Klischees und Heiapopeia, dass es weh tut. Wann verstehen wir, weiss und/oder deutsch, dass es nicht unser Kampf ist und dass wir mit unserer falsch verstandenen "Bewunderung" bestenfalls belächelt werden? Es gibt soviele und gute Literatur von jungen, australischen Autoren, dass wir dieses deutsche "Einmischen" in Probleme anderer nicht brauchen. Noch dazu, wenn es von Leuten kommt, die noch nie in Australien waren und alles irgendwie durch eine gefährliche Touristenbrille sehen.
Die Christin-Busch-Reihe ist abartig. Das wäre selbst als Fanfiction (die beste Beschreibung dafür) unterste Schublade. Als Fan der Serie kann man beinahe die Folgen eins zu eins ausmachen, die hier als Vorlage gedient haben, oder die mit anderen Namen verschriftlicht wurden. Dazu kommt, dass die Autorin so gut wie kein schriftstellerisches Geschick besitzt, sodass selbst der Kitschroman als Beschreibung ad absurdum geführt wird.