Die Hochs und Tiefs, die Launen, die Unzuverlässigkeit, die Verantwortungslosigkeit des James Joyce - wieso lässt Nora sich das alles gefallen. Er verschwindet aus Italien zurück nach London, bleibt ohen Nachricht länger als abgesprochen, eröffnet ein Kino, wo das Einkommen zum Leben der kleinen Familie eh schon nicht reicht. Er beleidigt sie, demütigt sie. Wieso?
Es sind die schönen Momente dazwischen, das Knistern in der sexuellen Beziehung, das ungewöhnliche Leben, das sie mit ihm führen kann und das traurige, starre Leben "vor ihm", dem sie entkommen konnte.
Und so gesehen und weil er wunderschöne Zwischentöne hat, behalte ich den Film in positiver Erinnerung. Es ist kein leichter Film sondern hat einen spröden Charme, als wollte er sich dem Zuseher erstmal verweigern. Doch gerade darum möchte ich ihn empfehlen, den Menschen, die die Muse daführ haben und sich nicht von Oberflächlichkeiten ab-lenken lassen.