Ein wirklich ungewöhnlicher Kriminalroman - Ein wirklich faszinierender Kriminalroman! Kriminalroman?
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Zum Inhalt: Queen Elizabeth kommt 1980 zu einem Staatsbesuch nach Westdeutschland und wird im Essener Krupp-Schloss "Villa Hügel" erwartet. Unfreiwillig hat Exkommissar Langensiepen ein Gespräch mitgehört, wonach Nordiren irgendetwas gegen diesen Staatsbesuch vorbereitet haben, ein Attentat? - eine Entführung?
Eigentlich will der 40jährige Ex-Polizist nach dem Tod des schönen Callgirls Drögenmöller, an dessen Ermordung er nicht ganz schuldlos war, mit der realen Welt nichts mehr zu tun haben. Seit zehn Jahren ist er Alkoholiker, zwar inzwischen trocken, aber vom Dienst suspendiert. Der Frühpensionär haust einsam in einer Kellerwohnung. Und doch gerät Langensiepen rund um den 16. Juni 1980 in die dramatischsten Tage seines Lebens und unter die denkwürdigsten Menschen.
Ein Sog dramatischer Ereignisse, die sein Leben von Grund auf verändern.
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Fazit: Mit seinem vorliegenden Roman "NORA und die Gewalt- und Liebessachen" hat Jürgen Lodemann einen philosophischen, hoch politischen und auch sprachakrobatischen Roman geschrieben, der ein Motto von Heinrich Heine zu einer spannenden Erzählung macht - "die Erklärung der Menschenrechte als die zehn Gebote des neuen Weltglaubens." Er dreht die Zeit um ein Vierteljahrhundert zurück und ist auf raffinierte Weise damit zeitlos.
Dieser Roman vollendet Lodemanns Ruhr-Trilogie, bestehend aus "Anita Drögemöller" (1975) und "Essen Vierhöfer Platz" (1985).
Der Leser wird beständig in Atem gehalten, indem der Autor die klassischen Krimikonventionen bewusst ab absurdum führt.
*** Und ausgerechnet er, der nichts mehr zu tun haben wollte, bekam nun mit allem zu tun. Mit Freiheitskämpfern. Mit übergroßen Schwellkörpern und mit Liebessachen. Und mit jemanden, den er gewiss nie hätte kennen lernen wollen, mit Queen Elizabeth von Großbritannien. ***
Nochmals: Ungewöhnlich - Und ungewöhnlich faszinierend !!!
Es grüßt ein wahrlich beeindruckter --
Reinhard Busse